Zaun und Fahrzeug beschädigt

Keine Woche ohne Fahrerflucht

Zwei weitere Fälle von Unfallflucht lassen die Wunstorfer Kriminalstatistik anwachsen: in den letzten Tagen wurden ein Auto und ein Zaun beschädigt, die Verursacher flüchteten jeweils.

Polizeifahrzeug Wunstorf
Fahr­zeug der Wunstor­fer Poli­zei (Sym­bol­bild) | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Auch 2019 wächst die Sta­tis­tik kon­ti­nu­ier­lich: zwei wei­te­re Ver­kehrs­teil­neh­mer ent­schie­den sich in den letz­ten Tagen, Fah­rer­flucht zu bege­hen, statt am Unfall­ort auf die Poli­zei zu war­ten.

Lukas-Cranach-Straße

Am Frei­tag­mor­gen um 7 Uhr her­um beschä­dig­te ein Ver­kehrs­teil­neh­mer einen Zaun in der Lukas-Cra­nach-Stra­ße und flüch­te­te anschlie­ßend. Eine Anwoh­ne­rin hat­te den Vor­fall jedoch beob­ach­tet und stell­te sich spä­ter der Poli­zei als Zeu­gin zur Ver­fü­gung. Das Fahr­zeug des Unfall­ver­ur­sa­chers konn­te daher inzwi­schen ermit­telt wer­den. Die Poli­zei lei­te­te ein Straf­ver­fah­ren ein.

Speckenstraße

In der Spe­cken­stra­ße wur­de dann am Sams­tag­mor­gen ein dort abge­stell­ter VW Tigu­an beschä­digt. Auch bei die­sem Unfall flüch­te­te der Ver­ur­sa­cher, ohne sich um den Scha­den zu küm­mern. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an.

Wie hoch die Schä­den sind, steht in bei­den Fäl­len noch nicht fest, teil­te die Poli­zei mit.

INFO: Fah­rer­flucht
Wer sich nach einem Unfall dazu ent­schei­det, nicht eine ange­mes­se­ne Zeit zu war­ten und ggf. auch danach nichts sofort unter­nimmt, um sei­ne Per­so­na­li­en fest­stel­len zu las­sen, begeht Fah­rer­flucht (juris­tisch: uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfall­ort) – eine Straf­tat, die von Poli­zei und Jus­tiz ent­spre­chend ver­folgt wer­den muss. Wer sich inner­halb von 24 Stun­den zu einem spä­te­ren Zeit­punkt z. B. beim Unfall­geg­ner oder der Poli­zei mel­det, besei­tigt nicht die Unfall­flucht, kann aber auf eine deut­lich gerin­ge­re Stra­fe oder sogar Straf­lo­sig­keit hof­fen. Das gilt aber nur, wenn es ein gerin­ger Sach­scha­den (unter 1.500–1.300 €) war, der abseits des nor­ma­len Stra­ßen­ver­kehrs ent­stan­den ist (z. B. beim Par­ken). Bei höhe­ren Scha­dens­sum­men, Per­so­nen­schä­den, Unfäl­len im flie­ßen­den Ver­kehr oder nach 24 Stun­den pro­fi­tiert der Unfall­ver­ur­sa­cher nicht von die­ser Rege­lung.
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