20.000 Bienen an Hausfassade

Rettungsaktion für verirrten Bienenschwarm

Ein Bienenschwarm wurde am Dienstagabend von einer Hauswand in der Wunstorfer Speckenstraße entfernt. Polizei, Imker und ein Dachbauunternehmen waren dazu im Einsatz.

Bienenrettung
In vol­ler Mon­tur geht es in die Höhe | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Wunstorf (red). Am Diens­tag­abend wur­de es in der Spe­cken­stra­ße hek­tisch: Es galt, einen ver­irr­ten Bie­nen­schwarm von einer Haus­wand zu lösen. Das Bie­nen­volk, das aus bis zu 20.000 Bie­nen bestand, hat­te sich am Nach­mit­tag auf der Fas­sa­de eines Gebäu­des in der Spe­cken­stra­ße nie­der­ge­las­sen. Eine Nach­ba­rin rief die Poli­zei, die wie­der­um den ört­li­chen Imker Horst Ger­ke benach­rich­tig­te, der sich sofort auf den Weg mach­te. Gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen Ste­fan Kamp aus Bar­sing­hau­sen, der eben­falls im Wunstor­fer Imker­ver­ein aktiv ist, mach­te er sich an die Bie­nen­ret­tung.

Ein Schwarm mit 20.000 Bienen

Der Schwarm bestand aus Honig­bie­nen der Gat­tung Car­ni­ca, der Kärnt­ner Bie­ne, die zu einer der ver­brei­tets­ten Bie­nen­ar­ten in Deutsch­land zählt. War­um der Schwarm auf der Haus­wand lan­de­te, ist nicht klar, ver­mu­tet wird, dass er dort ein­fach eine „Zwi­schen­lan­dung“ ein­leg­te. Doch so ein­fach war nicht an die Bie­nen her­an­zu­kom­men, denn in drei Grüpp­chen saßen die Bie­nen zuletzt auf der Fas­sa­de ver­teilt, etwa auf Höhe des 2. Stock­werks. Eine „Höhen­ret­tung“ für die Tie­re wur­de nötig: Daher wur­de ein Dach­bau­un­ter­neh­men aus Stein­hu­de hin­zu­ge­zo­gen, das mit einer Hebe­büh­ne aus­hel­fen konn­te. So muss­te die Feu­er­wehr nicht alar­miert wer­den.

Bienenbesprühung
Der Schwarm wird mit Was­ser besprüht | Foto: Dör­te Witt­hohn

Auf die Königin kommt es an

Nach­dem auch der Dach­de­cker mit Schutz­klei­dung aus­ge­stat­tet war, um die Hebe­büh­ne zu steu­ern, ließ sich Kamp hin­auf­brin­gen, wo er dann die Bie­nen vor­sich­tig mit einem Schwung in eine Trans­port­kis­te beför­der­te. Zuvor war der Schwarm mit Was­ser besprüht wor­den, um Regen zu simu­lie­ren – was die Bie­nen beru­hi­gen und bewe­gungs­un­fä­hig machen soll­te – die Tie­re ver­fal­len dann in eine Art Star­re. Vor­ran­gigs­tes Ziel war, die Köni­gin des Schwarms ein­zu­fan­gen, denn ohne sie hät­te der Schwarm kei­ne Über­le­bens­chan­ce. Daher wur­den vor allem noch ein­mal alle Spal­ten und Fugen kon­trol­liert, ob die Köni­gin nicht irgend­wo über­se­hen wor­den war.

Bienenvolk wird umgesiedelt

Aus dem Wunstor­fer Bie­nen­schwarm wird nun ein Bar­sing­häu­ser Bie­nen­volk – denn wer einen Schwarm ein­sam­melt, der behält ihn auch, so ist die Regel unter den Imkern. Ste­fan Kamp wird ihn nun unter sei­ne Fit­ti­che neh­men.

Ret­tungs­ak­ti­on für ver­irr­ten Bie­nen­schwarm 1 von 5
Bienenrettung in Wunstorf
Der Schwarm hat­te sich im 2. Stock­werk fest­ge­setzt | Foto: Mir­ko Baschet­ti

1. Bienenrettung in Wunstorf

Bienenrettung in Wunstorf
Der Bie­nen­schwarm an der Haus­wand | Foto: Mir­ko Baschet­ti

2. Bienenrettung in Wunstorf

Bienenrettung in Wunstorf
Auch der Kran­füh­rer muss Schutz­klei­dung anle­gen | Foto: Mir­ko Baschet­ti

3. Bienenrettung in Wunstorf

Bienenrettung in Wunstorf
Das Werk­zeug der Imker | Foto: Mir­ko Baschet­ti

4. Bienenrettung in Wunstorf

Bienenrettung in Wunstorf
Die Bie­nen wer­den vor­sich­tig in den Trans­port­be­häl­ter gescho­ben | Foto: Mir­ko Baschet­ti

5. Bienenrettung in Wunstorf

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3 Kommentare
  1. Grit Decker sagt

    Gutes Ende eines „tie­ri­schen“ Ein­sat­zes, bei dem die zumin­dest die­ses mal nicht unse­re Feu­er­wehr benö­tigt wur­de.
    Die Damen und Her­ren mit Panik­ge­füh­len vor „flat­tern­dem Getier“ wird’s gefreut haben 😉 …

  2. Holger Stahlhut sagt

    Horst Ger­ke cool

  3. Alexandra BV sagt

    Sebas­ti­an Klein

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