Wunstorf vermüllt » Wunstorfer Auepost

Vermehrte Beschwerden

Wunstorf ver­müllt

Die Stadt stellt der­zeit eine zuneh­men­de Ver­mül­lung öffent­li­cher Flä­chen fest. Bis zu einer Ton­ne Abfall pro Tag muss ent­sorgt wer­den.

Einkaufswagen und Müll
Müll in und um ste­hen­ge­las­se­ne Ein­kaufs­wa­gen in Wunstorf | Foto: Dani­el Schnei­der

Wunstorf (red). Bei der Stadt­ver­wal­tung gehen in letz­ter Zeit ver­stärkt Beschwer­den ein, dass öffent­li­che Flä­chen durch acht­los weg­ge­wor­fe­nen Müll ver­schmutzt wur­den. Ein beson­de­res Pro­blem stel­len dabei Ziga­ret­ten­kip­pen dar, die bei der anhal­ten­den Tro­cken­heit äußerst gefähr­lich sind, da sie schwe­re Brän­de ver­ur­sa­chen kön­nen.

Häu­fig wer­den in öffent­li­chen Grün­an­la­gen, ins­be­son­de­re ent­lang der Aue und im Bür­ger­park, Par­ty- und Pick­nick­ab­fäl­le hin­ter­las­sen. Dies ist nicht nur unhy­gie­nisch und schäd­lich für die Umwelt, son­dern auch kein schö­ner Anblick für die Men­schen, die in den städ­ti­schen Grün­be­rei­chen Erho­lung suchen.

Auch Rest­müll zu früh auf den Stra­ßen

Ein wei­te­res Pro­blem stellt die fal­sche Müll­be­reit­stel­lung im Rah­men der wöchent­li­chen Müll­ab­fuhr dar. Häu­fig wird der Abfall zu früh an die Stra­ße gestellt. Graue Rest­ab­fall­sä­cke, blaue Papier­sä­cke, grü­ne Bio­ab­fall­sä­cke und gel­be Wert­stoff­sä­cke sowie Abfall­ton­nen sind erst am Tag der Müll­ab­fuhr bis 7 Uhr bereit­zu­stel­len. Die Abfuhr­ter­mi­ne sind dem von aha ver­teil­ten Abfall­pla­ner zu ent­neh­men oder kön­nen tele­fo­nisch über die aha-Hot­line (Tele­fon: 0800–9991199) erfragt wer­den.

Kein neu­es Phä­no­men: Schon 2017 war die Nach­bar­schaft genervt | Foto: Dani­el Schnei­der

Kein Anwoh­ner wühlt im Müll der Nach­barn

Die Stadt weist dar­auf hin, dass Anwoh­ner ver­pflich­tet sind, ihre z. B. wegen fal­scher Befül­lung nicht abge­hol­ten Abfall­sä­cke von den Fuß­we­gen oder dem übri­gen öffent­li­chen Stra­ßen­raum zu ent­fer­nen. In der Pra­xis funk­tio­niert das jedoch gera­de bei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern nicht: Kein Anwoh­ner wühlt in den nicht abge­hol­ten Abfall­sä­cken der Nach­bar­schaft her­um, ob viel­leicht der eige­ne dar­un­ter ist. Im Ergeb­nis blei­ben die Säcke ste­hen, bis die Haus­ver­wal­tun­gen reagie­ren.

Wil­der Sperr­müll

Auch die Bereit­stel­lung von nicht ange­mel­de­tem Sperrab­fall stellt ein gro­ßes Pro­blem dar. Die Abfuhr von Sperr­müll erfolgt aus­schließ­lich nach vor­he­ri­ger kos­ten­lo­ser Ter­min­ver­ein­ba­rung mit aha. Die Abho­lung von Sperrab­fall bis zu 5 m³ je Abfuhr­ter­min und Haus­halt ist gebüh­ren­frei. Die ange­mel­de­ten Sperrab­fäl­le sind am Abhol­tag eben­falls bis mor­gens um 7 Uhr bereit­zu­stel­len. Dadurch dür­fen jedoch kei­ne Gefah­ren­quel­len geschaf­fen oder der Ver­kehr behin­dert wer­den. Ver­un­rei­ni­gun­gen sind nach der Abho­lung unver­züg­lich vom Ver­ur­sa­cher zu besei­ti­gen. Sperr­müll, der ohne vor­he­ri­ge Ter­min­ver­ein­ba­rung bereit­ge­stellt wur­de, ist unver­züg­lich von der Abfall­be­sit­ze­rin bzw. vom Abfall­be­sit­zer vom öffent­li­chen Bereit­stel­lungs­platz zurück­zu­ho­len.

Die Ver­mül­lung öffent­li­cher Flä­chen ver­ur­sacht nicht nur ganz erheb­li­che Ent­sor­gungs­kos­ten für den städ­ti­schen Haus­halt – es fällt täg­lich eine Ton­ne Abfall an –, sie kann auch zu Gesund­heits­ge­fähr­dun­gen durch Unge­zie­fer­be­fall füh­ren und die Ver­kehrs­si­cher­heit auf den Stra­ßen beein­träch­ti­gen. Des­halb rich­tet die Ver­wal­tung den drin­gen­den Appell an alle Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner, durch ord­nungs­ge­mä­ße Abfall­be­reit­stel­lung aktiv zum Erhalt eines attrak­ti­ven Stadt­bil­des bei­zu­tra­gen.

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4 Kommentare
  1. Uwe Maria Kallas
    Uwe Maria Kallas meint

    Bei uns stel­len man­che schon Sams­tags den Müll für Mon­tag raus und dann noch Rest­müll­sä­cke die 1 Woche spä­ter dran sind, man das stinkt.

  2. Ulrich Grüneberg meint

    Ich bin seit über 30 Jah­ren hier in Stein­hu­de. Das mit dem Müll ist ein Dau­er­pro­blem. Da wird hier schon Frei­tags der Müll raus­ge­stellt, wohl in der Annah­me, dass er am Mon­tag ent­sorgt wird. Nun beob­ach­te ich immer öfter, dass die­ses Vor­ge­hen wohl in den Feri­en­häu­sern ange­wandt wird. Am Wochen­en­de zer­pflü­cken dann die Raben und evlt. die Rat­ten dann die Beu­tel. Abhil­fe schafft da nur die Ver­mie­ter dar­auf­hin anzu­ge­hen. #für­einsaber­es­Stein­hu­de.

  3. Gastleser meint

    Zwei Pro­ble­me füh­ren zu dem Müll in unse­ren Stra­ßen:

    1. Die Ent­sor­gungs­be­trie­be und Kom­mu­nen machen es den Bür­gern immer schwe­rer (und teu­rer) ihren Müll los zu wer­den. Ich sehe da eine kla­re Linie: je kom­pli­zier­ter und teu­rer ein Sys­tem ist, umso mehr Müll lan­det auf der Stra­ße oder im Wald.
    2. Die Bür­ger wer­den immer ego­is­ti­sche, beque­mer und ahnungs­lo­ser (um nicht zu sagen düm­mer)! Wenn sich jeder ein wenig mehr um sei­ne Mit­bür­ger ( und die Umwelt) inter­es­sie­ren wür­de, dann wären unse­re Stra­ßen auch sau­be­rer. Die ‘ver­meint­lich’ christ­li­che Nächs­ten­lie­be endet klar vor dem schwar­zen Müll­sack!

  4. Basti g. meint

    Habe auch schon wel­che gese­hen die mehr als erlaubt am alt­glas­con­tai­ner ent­sorgt haben ! Drauf ange­spro­chen und als Dank wür­de ich noch als nazi beschimpft echt nett das man man­chen Leu­ten nichts erklä­ren darf

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