High­lights beim Wunstor­fer Wirt­schafts­wo­chen­en­de

An zwei Tagen im Jahr ver­sam­melt Wunstorf sei­ne geball­te Wirt­schafts­kraft an einer Stel­le und bie­tet einen kon­zen­trier­ten Über­blick, was die Aue­stadt für Kon­sum, Han­del, Beruf, Ehren­amt und Frei­zeit alles bie­tet.

Bäri­ge Begrü­ßung | Foto: Dani­el Schnei­der

In Zel­ten und auf viel Frei­flä­che stell­ten sich Fir­men, Ver­ei­ne und Orga­ni­sa­tio­nen einem gro­ßen Publi­kum vor. Kon­tak­te wur­den geknüpft und Ver­trä­ge geschlos­sen. Kugel­schrei­ber- und Ein­kaufs­ta­schen­jä­ger kamen natür­lich auch auf ihre Kos­ten.

Am Sams­tag hat­te das Wet­ter Aus­stel­lern und Besu­chern am Spät­nach­mit­tag die Mes­se wort­wört­lich ver­ha­gelt, dafür blieb es am zwei­ten Tag der Wunstor­fer Wirt­schafts­schau schön – nur mit den mit­tel­ba­ren Fol­gen des Unwet­ters hat­te man noch zu kämp­fen. Hier die inter­es­san­tes­ten Ein­drü­cke …

Bald ist Ostern

Im Büh­nen­pro­gramm hops­te der Oster­ha­se höchst­per­sön­lich und mit vol­lem Ein­satz Tram­po­lin. Die Karot­te an der Brust war prak­ti­scher­wei­se ange­näht.

Pfer­de­freun­de

Sonia Isa­bel­le Dartsch führ­te den 6-jäh­ri­gen „Sir Pigi­die von Auha­gen” über das Gelän­de. Für die kunst­voll gefloch­te­ne Mäh­ne inves­tier­te sie eine Stun­de. Dartsch ist Mit­glied bei den Pfer­de­freun­den Wöl­ping­hau­sen, einem Wes­tern­reit­ver­ein, der auf der Mes­se auch eine Show zeig­te und Pony­rei­ten anbot.

Wes­tern­show

Dartsch und Sir Pigi­die in Akti­on wäh­rend einer Vor­füh­rung. Die Wes­tern­rei­te­rin sieht Pfer­de nicht als Hob­by, son­dern als Lei­den­schaft und wen­det jede freie Minu­te auf. Sie rei­tet seit 13 Jah­ren.

Hoch hin­aus

Die Muti­gen unter den Besu­chern konn­ten sich in der 21 Meter hohen Hebe­büh­ne der Fir­ma Schu­lisch weit hin­auf über das Gelän­de fah­ren las­sen – bis die Bat­te­ri­en leer waren. Die Fir­ma ver­mie­tet die Hebe­büh­nen an Pri­vat und Gewer­be, bis zu 46 Meter sind im Ange­bot. Wer ein Sofa oder den Bil­lard­tisch in den 5. Stock bekom­men muss, war hier an der rich­ti­gen Adres­se.

Kran­ken­wa­gen­pro­be­lie­gen

Kei­ne Strom­pro­ble­me hat­ten die Johan­ni­ter, deren Ein­satz­fahr­zeu­ge an der Steck­do­se hin­gen. Hier erklärt gera­de Thors­ten Leder das Inte­ri­eur eines Ret­tungs­wa­gens.

Ein­satz­ja­cken­pro­be­tra­gen

Die Johan­ni­ter ver­ban­den ihre Prä­senz u. a. mit der Akti­on „Mis­si­on Bevöl­ke­rungs­schutz” für mehr ehren­amt­li­che Mit­ar­beit: Wer am Gewinn­spiel teil­neh­men woll­te, muss­te zunächst ein­mal test­wei­se in eine Ein­satz­ja­cke schlüp­fen. Herr Bur­kart (rechts) erwisch­te lei­der die Frau­en­grö­ße.

Ehren­amt­prä­senz

So soll­te es eigent­lich aus­se­hen. Dani­el Schwirk­schlies und Danie­la Dür­kes sind schon ehren­amt­lich täti­ge Johan­ni­ter und auf dem Weg zum Ret­tungs­sa­ni­tä­ter. Ihre Moti­va­ti­on zum Ehren­amt ist unter­schied­lich: Dür­kes hat bereits einen medi­zi­ni­schen Hin­ter­grund und möch­te sich ein­brin­gen, für Schwirk­schlies war es der Unfall eines Freun­des.

Mili­tär­flug­zeug­tech­nik

Die Bun­des­wehr lässt von Wunstorf aus den A400M flie­gen. Acht Maschi­nen sind der­zeit auf dem Flie­ger­horst in Klein Hei­dorn sta­tio­niert, 5 sind ein­satz­be­reit. Flug­zeug­me­cha­ni­ker in Aus­bil­dung Lukas Fit­zek und sei­ne Kol­le­gen erklär­ten den Besu­chern die Tech­nik. Gehäs­si­gen Bemer­kun­gen man­cher Mes­se­be­su­cher über das mili­tä­ri­sche Air­bus-Trans­port­flug­zeug begeg­ne­ten sie mit gro­ßer Sach­kennt­nis. Selbst schrau­ben am A400M dür­fen sie aller­dings bis zum Berufs­ab­schluss noch nicht. Sie ler­nen an älte­ren Maschi­nen.

Nageln

Die Dach­de­cker­fir­ma Krems aus Stein­hu­de zeig­te am bes­ten, wie man mit wenig Auf­wand die Besu­cher maxi­mal begeis­tert: Mit Nägel­ein­schla­gen zum Selbst­ver­su­chen – das war der Ren­ner bei den jun­gen Besu­chern. Wur­de der Bal­ken zu voll, wur­de er ein­fach gewen­det. Die Erwach­se­nen konn­ten sich wäh­rend­des­sen viel über die tol­le, aber manch­mal auch gefähr­li­che Arbeit erzäh­len las­sen.

Pop­corn

Wenn das nicht reich­te, gab’s auch noch Gra­tis-Pop­corn. Die Maschi­ne dafür hat­te die Fir­ma extra für das Wochen­en­de ange­schafft. Sie lief pau­sen­los durch. Mit Pop­corn ver­such­ten auch ande­re Stän­de die Besu­cher zu locken.

Eisen­bahn

Um mal beim Nach­barstand bei den Eisen­bah­nern von der „Inter­es­sen­ge­mein­schaft Spur N” vor­bei­zu­schau­en, dafür hat­ten die Dach­de­cker natür­lich auch mal Zeit. Die Modell­bah­ner aus Wunstorf sind zu siebt und jedes Jahr auf der Mes­se mit einem Stand ver­tre­ten.

Kein Bahn­card-Rabatt

Genia­le Idee für die Spen­den­ak­qui­se: Eini­ge der Häus­chen auf der Eisen­bahn­an­la­ge fun­gier­ten als Spar­do­se.

Gol­de­nes Buch

Das Gol­de­ne (Bürger-)Buch der Stadt Wunstorf lag für jeder­mann am Stand der Stadt aus. Rings­um waren aktu­el­le Fotos und his­to­ri­sche Ansich­ten der Stadt gemein­sam zu sehen, die Hei­ner Witt­rock zur Ver­fü­gung gestellt hat­te. Gegen­über war Witt­rock auch mit einem eige­nen Stand ver­tre­ten.

Anfän­g­er­se­geln

Mar­kus Schwarz (links), Segel­leh­rer und Inha­ber einer Was­ser­sport­schu­le, warb für das Segel-Camp: Segeln­ler­nen für Jugend­li­che beim Zel­ten am Stein­hu­der Meer in den Som­mer­fe­ri­en.

Hör­test

Julia Bol­te, Hör­akus­tik­meis­te­rin und Fili­al­lei­te­rin bei Hör­welt Oes­ter in Wunstorf, prüf­te per­sön­lich die Hör­ei­gen­schaf­ten der Mes­se­be­su­cher gleich vor Ort. Auch jun­ge Leu­te gehö­ren zu ihren Kun­den.

Was­ser­bäl­le

Die begeh­ba­ren Was­ser­bäl­le hat man schon öfter auf Ver­an­stal­tun­gen in Wunstorf gese­hen – auch auf dem Wirt­schafts­wo­chen­en­de waren sie wie­der dabei. Die Kin­der, die sich hin­ein­trau­ten, konn­ten erfah­ren, wie man sich als Ball so von innen füh­len muss – es wird ziem­lich schnell heiß in ihnen.

Blut­ku­gel­schrei­ber

Das Wunstor­fer Rote Kreuz hat­te ein­mal etwas ande­res als Stan­dard­ku­gel­schrei­ber zum Mit­neh­men: Stif­te in Sprit­zen­form, die auch noch Flüs­sig­keit in der Far­be und Kon­sis­tenz von Blut ent­hiel­ten. Die waren aller­dings schnell ver­grif­fen.

Publi­kum

Der Fest­zelt­be­reich vor der Akti­ons­büh­ne war stets gut besetzt. Rich­tig voll wur­de es jeweils am Nach­mit­tag. Am Sonn­tag wur­den noch ein­mal deut­lich mehr Besu­cher regis­triert. Ins­ge­samt etwa die Hälf­te der Ein­woh­ner­zahl ganz Wunstorfs war als Besu­cher auf die Mes­se gekom­men.


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Andreas Balleier Fotografie

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