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Einnahmen sinken: Defizit in der Stadtkasse wächst auf 13,4 Millionen Euro

20.06.2024 • Achim Süß • Aufrufe: 772

Von „rauen Zeiten“ hat Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) schon mehrfach gesprochen. Jetzt zeichnet sich ab, was das konkret für den Haushalt der Stadt bedeuten kann: Auf breiter Front sinkende Steuereinnahmen haben ein Defizit von mehr als 13 Millionen Euro für 2025 zur Folge.

20.06.2024
Achim Süß
Aufrufe: 772
Geldstück auf Wunstorfer Straße (Symbolbild)

Wunstorf (as). Auf den Wunschlisten der Kommunalpolitik stehen viele Projekte, und die Planungen der Stadtverwaltung sehen etliche Vorhaben vor. Allein die neuen Schulen in der Barne, in Steinhude und in Luthe bedeuten Investitionen von mehr als 50 Millionen Euro in den nächsten Jahren. Die Beschlüsse dazu sind im Wesentlichen gefasst, Vorplanungen und Planungen laufen an. In der Barne hat die Neustrukturierung des Schulzentrums mit dem Bau der Sporthalle bereits begonnen.

In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses des Stadtrates hat Marita Baciulis, die Leiterin des Referats Zentrale Dienste und Finanzen im Rathaus, aktuelle Zahlen zum Etat der Stadt genannt. Die Entwicklung wurde nicht diskutiert. Die städtische Pressestelle hat inzwischen zusätzliche Angaben gemacht. Während die Steuerschätzungen allgemein für die Gewerbesteuer in den Jahren bis 2027 deutliche Zuwächse zwischen 3,2 und 7,4 Prozent gegenüber früheren Prognosen versprechen, geben die „Ist-Daten für Wunstorf ein deutlich anderes Bild ab“.

Steueraufkommen nicht wie erwartet

Die Erträge liegen nach Darstellung der Stadt aktuell bei 18,1 Millionen Euro – 400.000 Euro über dem Ansatz im Haushalt, aber um zwei Millionen niedriger als im Vorjahr. Bei der Einkommensteuer rechne das Finanzreferat mit Rückgängen um 1,5 bis 3,2 Prozent. Um 1,4 bis 2,1 Prozent werde der Ertrag der Umsatzsteuer abnehmen. Das bedeute: Bis 2027 sind insgesamt 6,4 Millionen Euro weniger an Einnahmen zu erwarten. Für das nächste Jahr legt der Haushalt der Stadt bereits ein Defizit von 9,7 Millionen Euro zugrunde.

Nach den neuen Schätzungen müssen 3,7 Millionen addiert werden: „Das geplante Defizit würde auf 13,4 Millionen Euro steigen“, teilt die Stadt mit. Orientierungsdaten des Landes Niedersachsen liegen der Stadt noch nicht vor, heißt es weiter. Im Rathaus erhoffen sich die Finanzexperten eine Verbesserung für den Haushalt 2025.

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Kommentare


  • Detlev Ulrich Aders sagt:

    Nunja. Wen wundert es. Wer sich mit dem Thema „Haushaltsplanung“ schon länger auseinander gesetzt hat, der hat das kommen sehnen. Sinnvolle Investionen in Schulen und KiTas, Strassensanierungen: okay. Aber bei zig Millionen für das „Wunstorf Elements“ und dem neuen Kreisel vor dem „Oriental Gourmet“ hört der Spass fürs Bad eigentlich auf. Die Stadtverwaltung hat eine Glaskugel, die den tatsächlich entstehenden Einnahmen nichts nützt.

  • centrodelmargine sagt:

    Der hat das „kommen sehnen“. Ein beziehungsreicher Versprecher!

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