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Hallenbad soll neuen Trakt mit 50-Meter-Becken bekommen

05.12.2025 • Achim Süß • 2 Min.Kommentare: 7

Wunstorf soll ein neues Hallenbad bekommen. Vor-Entwürfe sehen einen neuen Trakt mit 50-Meter-Becken nahe des Altbaus vor. Die jetzige Anlage soll während der Bauphase weiter betrieben und später neu gestaltet werden.

05.12.2025
Achim Süß
2 Min.
Wunstorf Elements (Archiv)

Wunstorf (as). Der Neubau soll vorrangig Sportstätte sein, während im umgebauten Hallenbad Erholung, Spiel und Spaß im Vordergrund stehen sollen. Der vom Rat der Stadt bereits festgelegte Kostenrahmen von 38 Millionen Euro soll nicht überschritten werden. Das haben die Hamburger Planer, die die städtische Bäderbetriebsgesellschaft eingeschaltet hat, nach Informationen der Auepost zugesagt.

Die Entwurfsskizzen sollen heute von Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) mit Thomas Silbermann, dem Vorsitzenden des Bäderaufsichtsrats, und den Bäder-Geschäftsführern Cornelius Nolte und Florian Wagner vorgestellt werden. Eine Drucksache zu dem Projekt soll dem Rat ebenfalls heute zugehen. Der Rat befasst sich mit dem Thema am 17. Dezember.

Der Neubau soll den Ruf Wunstorfs als Sportstadt stärken und auf dem Parkplatz entstehen, der direkt vor dem alten Hallenbad liegt. Das Projekt ist offenbar bereits mit den Sportvereinen beraten worden, die das Hallenbad nutzen. Auch die Belegschaft der Bäderbetriebe ist informiert worden. Offenbar gab es überwiegend positive Stellungnahmen.

Irritationen in der Politik

Bei mehreren Ratsfraktionen hat das Vorgehen von Stadtspitze und Aufsichtsrat Irritationen ausgelöst. Vor allem die Reihenfolge der Informationsgespräche hat Verärgerung verursacht. Die Ratsfraktion der Grünen hat einen Fragenkatalog formuliert, zu dem Silbermann nach Informationen der Redaktion am Dienstag bei einem Treffen mit der Fraktion Stellung nehmen will. Zwei Tage vor der entscheidenden Ratssitzung ist Silbermann zudem Gast in der CDU-Fraktion, um deren Fragen abzuarbeiten.

Silbermann hat über das Vorhaben auch am Rand der jüngsten Haushalts-Klausur von SPD und CDU in Walsrode grob informiert und eine Reihe von Entwurfsskizzen gezeigt. Als offizielle Beteiligung betrachtet die CDU-Fraktion das nicht – auch deshalb, weil etwa ein Drittel ihrer Mitglieder in Walsrode nicht dabei waren.

Rechtsstreit hinter den Kulissen

Ein wichtiger Aspekt des Hallenbad-Projekts wird bisher von allen Beteiligten mit äußerster Diskretion behandelt: Zwischen dem zunächst beauftragten Architekturbüro und Bäderbetrieben ist ein Rechtsstreit entstanden. Gestritten wird um die erbrachten und ausstehende Leistungen der Architekten. Das Büro ficht die Entziehung des Auftrags an und verlangt eine Entschädigung. Hinter vorgehaltener Hand ist von einer Million Euro die Rede. Stadt und Bäderbetriebe machen im Vergleichsverfahren eine Gegenrechnung auf und verlangen Ausgleichszahlungen für die nicht erbrachten Leistungen.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    „Der vom Rat der Stadt bereits festgelegte Kostenrahmen von 38 Millionen Euro soll nicht überschritten werden. Das haben die Hamburger Planer, die die städtische Bäderbetriebsgesellschaft eingeschaltet hat, nach Informationen der Auepost zugesagt.“

    Diese Meldung werde ich mir einrahmen. Hamburger Planer in der Hannöverschen Pampa – genau mein Humor.
    Das wird mit 100% Sicherheit teurer als „versprochen“.
    Vor allem die Formulierung „sie haben es ZUGESAGT“ ist eine absolute Lachnummer.
    Entweder gibt es verbindliche Verträge, an die sich Bauträger und Planer zu halten – inklusive drohender Vertragsstrafe – haben oder es gibt sie nicht. Irgendwelche „Zusagen“ sind hier vollkommen irrelevant.

    „Der Neubau soll den Ruf Wunstorfs als Sportstadt stärken…“
    Seit wann bitte hat Wunstorf den Ruf einer Sportstadt – das ist mir ja nun vollkommen neu…

    „Das Projekt ist offenbar bereits mit den Sportvereinen beraten worden, die das Hallenbad nutzen. Auch die Belegschaft der Bäderbetriebe ist informiert worden. Offenbar gab es überwiegend positive Stellungnahmen.“
    Interessant – so sieht also die Bürgerbeteiligung in Wunstorf aus. Man bespricht im Hinterzimmer mit Sportvereinen und Belegschaften der Bäderbetriebe die Pläne und die Bürger – diejenigen, die dies alles mit ihren Steuermitteln bezahlen – werden gar nicht befragt…

    „Silbermann hat über das Vorhaben auch am Rand der jüngsten Haushalts-Klausur von SPD und CDU in Walsrode grob informiert und eine Reihe von Entwurfsskizzen gezeigt.“
    Kann mich bitte mal jemand darüber aufklären, warum eine Wunstorfer Haushalts-Klausur von SPD und CDU in WALSRODE stattfindet und nicht in Wunstorf? Oder hat sich hier der verantwortliche Redakteur verschrieben?
    Oder machen sich die Wunstorfer Ratsmitglieder von SPD und CDU dann im Walsroder Vogelpark noch eine schöne Zeit und können die Fahrtkosten und Arbeitszeit als Klausur-Kosten abrechnen? Ich frage für einen Freund.

    In diesem Wunstorf geht seit geraumer Zeit eine solche Menge schief, dass die Bürger dieser Stadt so langsam das Brennglas ihrer Aufmerksamkeit auf diese Stadtspitze lenken sollte!

    Millionenschwere, ungenutzte Fahrrad-Türme, Barne-Kreisel-Dauerbaustelle, abwechselnde und unkoordinierte Baustellen aufgrund unnötig konkurrierender Glasfaser-Ausbaufirmen „OPIK“ und „rasannt“, undemokratisch konzertierte Neubau-Aktion der Wunstorfer Innenstadt mit immensen und vollkommen unnötigen Kosten.

    In dieser Stadt läuft eine ganze Menge gründlich schief und dies könnte von der Stadtspitze gelöst werden.
    Da dies offensichtlich nicht der Fall ist, so ist die Stadtspitze Teil des Problems.

  • fred sagt:

    Ihr seit Größenwahnsinnig, das ist mein erster Gedanke. Wunstorf ist ein kleines Kaff und versucht mit aller Gewalt bei den Großen mitzuspielen. Kümmert euch um die Kleinigkeiten da ist genug zu tun.

  • Der Unbekannte sagt:

    Hält nie, 38 Mio €. Hauptsache Prestige, damit sich Alle ein Denkmal setzen, fürchterlich

  • Wilhelm sagt:

    Ha,Ha Wunstorf als Sportstadt, da lachen ja die Hühner. Wie wäre es denn gleich als Olympiastadt.
    Viele Grüße

  • Erich sagt:

    Da will sich wohl Herr Piellusch vor der Wahl noch ein Denkmal setzen,das heißt dann Piellusch Becken.
    Viel Spaß

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