
Region (red). Die Regionsversammlung hat am Dienstag drei neue Regionsräte gewählt. Über die Wahlbeamten stimmten die Abgeordneten nach der offiziellen Vorstellung der Kandidatinnen und des Kandidaten geheim ab. Die Mitglieder der Regionsversammlung folgten mit ihrer Zustimmung den Vorschlägen von Regionspräsident Steffen Krach.
Isabella Gifhorn wird zum 1. Januar 2026 das neugegründete Dezernat VI für Bildung, Kultur und Baumanagement leiten, dessen Fachbereiche und Teams derzeit im Dezernat des Regionspräsidenten angesiedelt sind. Zum 15. Mai 2026 folgen dann die Wechsel in den anderen beiden Dezernaten. Torben Klant übernimmt von Christine Karasch das Dezernat I für öffentliche Sicherheit, Zuwanderung, Gesundheit und Verbraucherschutz. Auf Dr. Andrea Hanke folgt Anne Spiegel im Dezernat II, das die Themen Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend verantwortet.
In Wunstorf ist vor allem die Wahl von Klant beachtet worden – er ist Wunstorfer und seit Jahren ehrenamtlich in der örtlichen Kommunalpolitik für die SPD aktiv, sitzt im Wunstorfer Stadtrat. Beruflich ist Klant seit 2017 Leiter der Zentralen Steuerung bei der Region Hannover. Dort ist er zuständig für Strategie, steuert die Verwaltung, verantwortet die Kommunalaufsicht und die Betreuung der politischen Gremien.

Er kannte damit „beide Seiten“, war zugleich Kommunalpolitiker in Wunstorf als auch Mitarbeiter der übergeordneten Verwaltung der Region Hannover. Zuvor war er unter anderem Leiter der Rechtsabteilung der Niedersächsischen Bürgschaftsbank und Justiziar bei der Sparkasse Hannover. Nach einer Ausbildung zum Sparkassenkaufmann absolvierte Klant ein Jurastudium.
Demonstrationen haben die Personalwahl begleitet, in Hannover kam es vor dem Regionshaus zu einer Art Mahnwache. Die Proteste richten sich dabei jedoch nicht gegen Klant oder Gifhorn, sondern zielen auf Spiegel: Anne Spiegel arbeitete zuletzt als COO bei „krisenchat“, einem professionellen Chat-Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Situationen. Zuvor bekleidete Anne Spiegel mehrere politische Ämter auf Landes- und Bundesebene. Unter anderem war sie Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

In Rheinland-Pfalz war die Grünen-Politikerin zudem Ministerin für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz sowie Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität und stellvertretende Ministerpräsidentin. Spiegel war im Zusammenhang mit ihrer Rolle als rheinland-pfälzische Umweltministerin nach der Ahrtal-Flutkatastrophe stark in Kritik geraten und war deshalb später als Bundesfamilienministerin zurückgetreten, nachdem der öffentliche Druck zugenommen und sie daraufhin Fehler eingeräumt hatte.
Aus der Region hingegen kommt wiederum Isabella Gifhorn: Sie ist seit drei Jahren amtierende Erste Stadträtin und Stadtbaurätin in Langenhagen. Zuvor verantwortete die 49-jährige studierte Architektin bereits den Fachbereich Planen und Bauen bei der Stadt Hameln und war Fachdienstleiterin Bauordnung, Denkmalschutz und Archäologie bei der Stadt Göttingen. Die Amtszeit der neuen Dezernentinnen und des neuen Dezernenten beträgt gemäß des niedersächsischen Kommunalverfassungsrechts acht Jahre.
Die Region hat sich mit Anne Spiegel keinen Gefallen getan. Aber wie sagt man sprichwörtlich: …