
Wunstorf (ds). Amt und Mandat sind bei Bündnis 90/Die Grünen traditionell getrennt – auch bei den Wunstorfern ist die Trennung satzungsgemäß festgeschrieben. Daher konnte Dustin Meschenmoser, der bislang mit Sarah Sheikh-Rezai die ebenfalls traditionelle Doppelspitze bei den Grünen in der Stadt bildete, seinen Posten nicht weiter fortsetzen – denn er wurde in den Stadtrat gewählt und bekleidet dort nun den Posten des stellvertretenden Fraktionschefs.
Als „den neuen Meschenmoser“ stellte Sheikh Rezai daher den Nachfolger am Freitag der Presse augenzwinkernd vor: Reinhard Hüttermann. Der 66-Jährige ist neu in der Politik, neu bei den Grünen – und gleich zum Vorstand gewählt worden.
Auch wenn er ein „grüner Grüner“ sei, womit er auf den Parteieintritt in späten Jahren anspielte, betonte Hüttermann, dass er schon immer Grünenwähler gewesen sei – nur als Erstwähler habe er, familiär beeinflusst, einmal CDU gewählt. Seit 30 Jahren besitze er kein eigenes Auto. „Richtig angepackt habe ich bislang nicht“, beschreibt er seine Motivation, dies nun doch zu tun. Zur Vorstandswahl habe er sich gestellt, da er sich ausrechne, als Vorstandsmitglied mehr bewegen zu können, gibt er freiheraus zur Erklärung. Beruflich habe er als Softwareentwickler viel mit Fahrgastinformationssystemen zu tun gehabt, habe mit Menschen gearbeitet und Projekte umgesetzt. Diese Kompetenzen will er jetzt ins Team einbringen.
Sheikh-Rezai wurde im Amt bestätigt und bildet nun gemeinsam mit Hüttermann die neue Doppelspitze. Lothar Porcher bleibt Schatzmeister, neu als Beisitzer im Vorstand sind Anya von Hörsten, Michael Fantini und Svenja Barembruch.
Zu den weiteren Zielen befragt, sagte Sheikh-Rezai, dass man sich schon sehr auf das Elektromobilitäskonzept der Stadt freue. Auch wolle man die umweltpolitischen Entwicklungen genau beobachten: Bürgermeister Piellusch habe im Wahlkampf viel versprochen, nun werde man bei diesen Punkten auch ganz genau hinsehen, ob sie umgesetzt würden. Entsprechende sinnvolle Vorlagen werde man unterstützen, bei Nichtverwirklichung aber auch versuchen, eigene Anträge einzubringen, und notfalls „außerparlamentarische“ Wege gehen wollen.
Die Grünen zählen aktuell 64 Mitglieder in Wunstorf; im vergangenen Jahr kam es allein zu 26 Neueintritten. Im Stadtrat sind sie mit 7 Sitzen vertreten.
Landespolitisch sei das Ziel, die Grünen in den nächsten Landtag zu bringen – und bundespolitisch sind die Ziele an der Wunstorfer Basis ebenfalls gesteckt: „Der nächste Bundeskanzler muss Robert Habeck sein.“
Ebenfalls angekündigt haben die Grünen, dem Beispiel der SPD folgen zu wollen und ihre Arbeitskreise für die Allgemeinheit zu öffnen. Frei nach dem Motto „Bewegt, was euch bewegt“ wird zur Mitarbeit eingeladen: Der Arbeitskreis Stadtentwicklung/Verkehr/Bau trifft sich erstmals am 22. März, der Arbeitskreis Soziales & Familie am 24. März und der Arbeitskreis Arbeit/Wirtschaft/Finanzen am 30. März jeweils um 19 Uhr in der Geschäftsstelle in der Küsterstraße 4.
Schön wäre, wenn die Grünen alle zusammen dahin gehen, wo die Tukane leben.
Genau, das wird man doch noch sagen dürfen, gelle?!
Am besten die Grünen lösen sich auf damit sich Deutschland regenerieren kann ! Die Wirtschaft sieht nicht gerade gut aus