
Wunstorf/Neustadt a. Rbge. (as). Die SPD-Landtagsabgeordnte Wiebke Osigus aus Neustadt bewirbt sich bei der Wahl im nächsten Jahr nicht erneut um ein Mandat. Das teilte sie heute überraschend mit. Sie vertritt seit 2017 den Wahlkreis Neustadt/Wunstorf und war von 2022 bis 2025 Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung im Kabinett Weil.
Osigus schreibt: „Es gibt Entscheidungen, die sich einfach richtig anfühlen. Und genau so eine habe ich getroffen. Ganz bewusst, aus voller Überzeugung und mit einem wirklich guten Gefühl. Meine Geschichte als Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Neustadt & Wunstorf ist geschrieben. Ich hätte nicht mehr geben können, ich bin immer mit voller Überzeugung und vollem Einsatz hierfür da gewesen. Nun ist es gut.“
Neun Jahre lang sei sie Mitglied des Landtags gewesen. Sie habe früh gestalten und entscheiden dürfen und mehr erreicht, „als ich mir jemals hätte vorstellen können“. Darauf sei sie stolz. Es seien die kleinen Augenblicke, die blieben: Begegnungen auf der Straße, Gespräche zwischen Tür und Angel, gemeinsames Lachen, Streiten und das Vertrauen vieler Menschen.
Wenn sie 2027 ausscheide, würden zehn „außergewöhnliche, erfolgreiche und erfüllte Jahre“ hinter ihr liegen. Die 45-jährige Abgeordnete hält es für richtig, ,,diese Bilanz ehrlich zu betrachten und nicht an einem Stuhl oder einem Titel zu kleben“. Osigus: „Ich wollte die Welt ein kleines Stückchen besser machen – und so weit, so gut.“
Osigus hatte sich bei ihrer ersten Bewerbung um eine Kandidatur gegen ihren Genossen Mustafa Erkan durchgesetzt. Zunächst hatte es in der entscheidenden Konferenz Stimmengleichheit gegeben. Danach zog Erkan im Losverfahren buchstäblich den kürzeren: Osigus‘ Streichholz war länger.
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