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Ärger an den Strandterrassen: Baulärm vergrämt Besucher

07.09.2021 • Achim Süß • Aufrufe: 1443

In Steinhude wird die Brunnenanlage auf dem Strandterrassenvorplatz errichtet – mit schwerem Gerät und viel Lärm noch in der touristischen Saison. Gastwirt Hoedt schimpft bei Facebook – die Stadt bittet um Verständnis.

07.09.2021
Achim Süß
Aufrufe: 1443
Hoedt Strandterrassen-Baustelle
Die Baustelle in Steinhude | Screenshot: Auepost

Steinhude (as). 600.000 Euro gibt die Stadt aus, um den Platz an den Steinhuder Strandterrassen mit einem Wasserspiel zu ergänzen. Aber die aktuellen Bauarbeiten lösen Ärger und Protest aus: Anlieger und Gastronom Peter Hoedt schimpft wegen des Lärms, beschwert sich über den Zeitpunkt der Arbeiten und befürchtet drastische Einnahmeausfälle.

Bisher habe er alle Nachteile „in zwei Jahren Corona“ abfedern können, erklärt Hoedt in einem aktuellen Video auf Facebook. Er habe das Geschäft sogar erweitert, niemanden entlassen und durchgehalten. Jetzt aber komme er an eine Grenze. Das Video zeigt ihn auf dem Vorplatz – mit den Baumaschinen im Hintergrund. Der Lärm der Ramme ist deutlich zu hören, und Hoedt beklagt wortreich, dass sich niemand in seinen Betrieb setze, um zu essen oder zu trinken. Das Wetter sei einladend, aber die Stadt vergraule seine Kunden.

Hoedt Strandterrassen-Baustelle
Gastronom Peter Hoedt sieht Arbeitsplätze in Gefahr | Screenshot: Auepost

Die Stadt bedauert

„Wir bedauern das!“, betont Alexander Stockum, der Sprecher der Stadt Wunstorf. Der Zeitplan lasse der Stadt aber keine andere Wahl. Für das Projekt werde die Stadt Zuschüsse von fast 50 Prozent der Investitionskosten erhalten – wenn die Rechnungen bis zum 31. 12. 2021 bei der Region Hannover vorgelegt sind. Das bedeute: Jetzt – solange es noch nicht regnerisch und kalt ist, solange der ohnehin hohe Grundwasserstand kein Maximum erreiche – müssen die Arbeiten ausgeführt werden. Stockum betont, die Ramme werde spätestens am Mittwoch nicht mehr eingesetzt. Dann sei die Spundwand gesetzt, die für die Baugrube unabdingbar sei. In der Grube werde danach die technische Anlage für das Wasserspiel installiert. Anfang November sei der Brunnen komplett fertig, und mit der neuen Bühne und den zusätzlichen Bäumen biete der Platz ein völlig neues Bild.

Stockum bedauerte, dass Hoedt sich nicht direkt an die Stadtverwaltung gewandt, sondern sich erneut allein in sozialen Medien kritisch geäußert hat. Stockum: „Wir hätten ihm und anderen das gern erklärt.“

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Bis gerade war Herr hoedt in meinen Augen ein Macher der es angeht nicht nicht rumjault! Herr hoedt nun bloß nicht aufgeben es gibt bestimmt eine Lösung (bagger, baustellenparty oder so ) wenn nicht einfach die Kunden weiterleiten zum schnitzelhaus nach hagenburg

    • Joachim sagt:

      Was bisten Du für ein Jollo ?!? Den Verlust eines anderen auszunutzen, die Kunden in Dein Lokal weiter zu leiten ??? Scheinbar ist Dein Laden so Scheisse… und Du hast nicht genug Kunden… Traurig !!!

  • Joachim sagt:

    Stockum bedauerte, dass Hoedt sich nicht direkt an die Stadtverwaltung gewandt, sondern sich erneut allein in sozialen Medien kritisch geäußert hat. Stockum: „Wir hätten ihm und anderen das gern erklärt.“

    Und das mit Recht !!! Kein Mensch möchte bei dem Krach etwas essen oder trinken !!!

    Wer gleicht denn jetzt die Ausfälle, des Gastwirts aus ??? Die Gemeinde Wunstorf ?!?

    Ich finde diese Maßnahme, diesen Ort in der Hauptsaison zu erneuern, als HOHN.. das ist nen Schildbürgerstreich !!!

  • Heike Bartels sagt:

    Was für einen Scheiß diese Presse veröffentlicht LOL!!!

    • Joachim sagt:

      dann geh doch mal dahin.. fahr nach Steinhude und schau Dir das Elend da an !!! Und dann kannste Dein Kommi hier abgeben !!! Heike, Du hast doch von Tuten und BLASEN keine Ahnung.. Dummer Kommentar von Dir !!!

  • Peter Bosch sagt:

    Freunde des guten Geschmacks, heute war der Platz wieder so voll wie sonst auch jeden Tag.
    Die Leute saßen auf den Bänken und haben sich den Bagger angeguckt und der guten Mucke zugehört.
    Wenn die Leute nun dabei keine goldene Bratwurst verzehren – wem mag mans verübeln – es liegt vielleicht an der Kochkunst und nicht an dem Bagger?
    Ich verstehe jedenfalls nicht, warum der Hauptprofiteur von der Platzverschönerung am meisten jammert. Vielleicht hätte man mit den Bauarbeiten bis in den Winter warten sollen – dann wäre aber vielleicht das Meer zugefroren gewesen, und der Bagger hätte auch gestört… oder das Eis hätte Risse bekommen.
    Mimimi.

  • Gilbert sagt:

    Leute, lest den Artikel genau durch:“Für das Projekt werde die Stadt Zuschüsse von fast 50 Prozent der Investitionskosten erhalten – wenn die Rechnungen bis zum 31. 12. 2021 bei der Region Hannover vorgelegt sind. Das bedeute: Jetzt – solange es noch nicht regnerisch und kalt ist, solange der ohnehin hohe Grundwasserstand kein Maximum erreiche – müssen die Arbeiten ausgeführt werden.“

  • Birgit sagt:

    Für ein solches Monument gibt die Stadt Wunstorf eine Hohe Summe aus, aber für Wohnungen, die auch bezahlbar sind, hat sie keine müde Mark übrig. Apropos, Sozialwohnungen scheinen ja auch das gehobene Flair dieses Ortes [und den Umkreis] zu stören, dicke Betonklötze sind angesagt, wo vorher schöne Altbauten waren, und die kosten Unmengen an Miete.
    Die Frage ist, wofür dieses Gebilde stehen soll. Um Touristen anzulocken? Als dämliches Spielzeug für ein bisschen Geplätscher, noch nicht mal für Kinder?
    Überhaupt ist Kunst eine Betrachtungsweise. Und wenn man das kompette Kunstarsenal am Meer betrachtet, fragt man sich, was das noch mit Meer zu tun hat. Aber natürlich, Kunst im Sinne des Betrachters …!

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