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Altes Stadtsparkassengebäude vor dem Abriss

07.08.2026 • Redaktion • 3 Min.Kommentare: 9

Am alten Sparkassengebäude mitten am Wunstorfer Marktplatz stehen nun Bauzäune. Das Gebäude wird jetzt geräumt und im kommenden Monat abgetragen. Bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes könnte schon eine leere Fläche zu sehen sein.

07.08.2026
Redaktion
3 Min.
Bauzaun am alten Sparkassengebäude | Foto: Schneider

Wunstorf (red). Wenn nächste Woche der City Beach in Wunstorf startet, dann werden sich die Besucher womöglich etwas eingezäunt fühlen: Denn rund um das Sparkassengebäude am Marktplatz wurde Ende Juli ein Bauzaun errichtet.

Der gesamte Bereich rings um das Gebäude ist umschlossen worden, vom Parkplatz im Abteihof über den angrenzenden Abteihügel bis zur Marktplatzseite zieht sich der Zaun. Der übliche Durchgangsweg vom Wendekreis hinter der Sparkasse für Fußgänger zur Abtei ist somit seitdem auch versperrt. Man gelangt stattdessen aus dieser Richtung über den Durchgang zur Nordstraße oder über die Wasserzucht weiter in die Innenstadt.

Abbruch im September

Im August wird das Gebäude entkernt, voraussichtlich Ende September beginnt dann der eigentliche Abbruch des früheren Hauptsitzes der Wunstorfer Stadtsparkasse. An derselben Stelle baut die Sparkasse Hannover nun ein neues Beratungscenter für Wunstorf. Laut derzeitigem Plan soll es nach knapp zwei Jahren Bauzeit im Herbst 2028 eröffnen.

Die Abbrucharbeiten sind bis Mitte Dezember dieses Jahres geplant, mögliche Restarbeiten folgen im Januar und Februar 2027. Eine freie Fläche soll aber schon zu Beginn des Weihnachtsmarktes zu sehen sein, verrät Sparkassen-Architekt Jochen Florian, der das Projekt für die Sparkasse Hannover zusammen mit dem externen Büro Westphal Architekten BDA umsetzt.

„Um den Platzbedarf unserer Baustelle im öffentlichen Raum möglichst gering zu halten, nutzen wir Büroflächen, Aufenthaltsräume und sanitäre Einrichtungen in den Gebäuden Lange Straße 4 und 6. So müssen wir keine gesonderten Containerburgen errichten“, berichtet Florian weiter. Leichte Einschränkungen seien trotzdem nicht zu vermeiden. Neben dem gesperrten Durchgang zu Abtei und Ville-de-Flers-Platz wird während der Bauzeit auch die Wendemöglichkeit im Abteihof fehlen.

Dieser Durchgang ist jetzt versperrt (Archiv)
Vom Marktplatz aus kommt man natürlich weiterhin zur Abtei | Foto: Schneider

Marktplatz und Lange Straße werden jedoch frei gehalten: „Die Lange Straße und der Marktplatz sind in ihrer Nutzung nicht beeinträchtigt, das stellen wir sicher. Wir bleiben zudem im ständigen Austausch mit der Stadt Wunstorf und prüfen, ob und wann Teilbereiche wieder geöffnet werden können.“

Als Übergangsstandort ist bereits die Ausweichfiliale in der Südstraße aktiv. Dort stehen weiterhin Bargeldkasse, Serviceleistungen, Schließfächer, Geldautomaten und Überweisungsterminals zur Verfügung. Beratungen werden an der ebenfalls weiterhin vorhandenen Filiale der Sparkasse Hannover in der Langen Straße angeboten.

Neue Aufteilung im modernen Gebäude

Wenn das neue Gebäude am Marktplatz fertiggestellt ist, wird es Platz für die rund 30 Mitarbeiter vor Ort bieten und für private wie gewerbliche Kunden zur Verfügung stehen inklusive Immobilienberatung. Im Vergleich zum alten Gebäude wird es eine Mischnutzung geben.

An die Stelle des bisherigen Gebäudes kommt der neue Sparkassenbau | Visualisierung: Sparkasse Hannover

Das neue Haus wird ebenfalls vierstöckig, aber die Sparkasse nutzt nur 3 Etagen: Im Erdgeschoss ziehen SB-Foyer, Geldautomaten und Überweisungsterminals ein, die Bargeldkasse und der Servicebereich. Im 1. Stock, in dem auch eine Dachterrasse entsteht, finden Beratungen statt, ebenso im 2. Obergeschoss. Ab dieser Etage werden jedoch auch Flächen vermietet, ebenso im 3. Stock.

Material wird recycelt

Der Bau der früheren Wunstorfer Stadtsparkasse verschwindet damit aber nicht vollständig. Ein Teil bleibt tatsächlich erhalten: Einerseits wegen der Kellerebene, andererseits wegen der Weiterverwendung von Baumaterialien: Die alten Ziegelsteine werden aufbereitet und für das neue Sparkassengebäude genutzt werden. Auch ein Teil der verbauten Schieferplatten soll weitergenutzt werden.

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Kommentare


  • Brigitte K. sagt:

    Hr. Pavel, bitte erhalten Sie dieses wertvolle Gebäude! Warum muss in Wunstorf alles abgerissen und neu gebaut werden? Hier hätte in das alte Gebäude doch eine sinnvolle Nachnutzung gehen können. Das Gebäude ist doch ein Bestandteil der Fußgängerzone, die wir alle so lieben. In der Nordstraße wurden doch schon die historischen Häuser abgerissen, nur um durch einen schlichten Neubau ersetzt zu werden. Wenn das so weiter geht, ist von unser schönen Innenstadt nichts mehr übrig – alles alte und gewohnte ist verschwunden.

    • Anonym sagt:

      Liebe Brigitte K. – bevor Sie den Pavel, der noch gar nichts zu melden hat, um Hilfe anflehen, würde ich erstmal die jetzigen Stadtoberen durchgehen, inwieweit diese Beteiligungen an Baufirmen und dergleichen haben. Vielleicht wird dann einiges klar. Aber das ist natürlich nur meine subjektive Vermutung.

      • Brigitte K. sagt:

        Aber da steht doch, dass Hr. Pavel unsere Innenstadt rettet. Auf seinen Wahlplakaten!
        Wenn er gewählt wird, wird er ja wohl hoffentlich den ganzen Hokuspokus um unsere Innenstadt absagen, oder?

      • Karin sagt:

        Diese Vermutung von Hanebüchen ist ja völlig an den Haaren herbeigezogen.
        Wen genau meinen Sie mit Stadtoberen?

        Bereits die seinerzeitige Stadtsparkasse hatte erklärt, das Objekt aufgeben zu wollen.
        Seinerzeit war beispielsweise noch Eberhardt Bürgermeister.
        Dann kam es zur Fusion der SSK Wu und der SPK H.
        Stadtobere waren nach der Wahl 2021 neue Personen.
        Wenn der Bau beginnt, wird es wieder eine Wahl gegeben haben und andere Personen sind die von Ihnen erwähnten Stadtoberen.

        Liefern Sie belege für ihre haltlose Behauptung!

    • Erwin Schwake sagt:

      Frau K., eine Verständnisfrage zu Ihrem ersten Satz:

      Gehen Sie davon aus, dass Herr Pawel Eigentümer dieses Gebäudes ist und deshalb darüber bestimmen kann, ob es erhalten oder abgerissen wird?

      Falls nicht: Auf welcher Grundlage soll Herr Pawel Ihrer Ansicht nach einem privaten Eigentümer vorschreiben können, sein Gebäude zu erhalten?

      Denn entweder entscheidet grundsätzlich der Eigentümer über sein Gebäude, oder Sie erwarten hier einen staatlichen Eingriff in dessen Eigentumsrechte. Welche konkrete Befugnis stellen Sie sich dabei vor?

    • Andreas sagt:

      Da verlangen Sie, Brigitte, allen ernstes, dass ein Ratsherr alleine diktatorisch einem Eigentümer vorschreiben soll, dieser möge bitte sein Gebäude erhalten?

      Im Übrigen: Das Gebäude ist aus dem Ende der 1970/Beginn der 1980 er Jahre, also keinesfalls ein historisches Gebäude.

      Zur Nordstraße: Welchen schlichten Neubau meinen Sie? Meinen Sie das Denkmal, dessen Neubau an die alte Optik angelehnt sein soll und von dem extra Baumaterialien gesichert wurden, um dem Denkmalschutz zu entsprechen? Ist das ein schlichter Neubau für Sie?

      Zu Ihrem Vorwurf „Hokuspokus“: Ironischerweise verhält es sich ja so: Der Rat der Stadt hat ein bestimmtes Areal zum Sanierungsgebiet erklärt. Demnach können Eigentümer manche Vorhaben nur mit Zustimmung der Stadt vornehmen. Genau dies wirft man der Stadt vor, obwohl der Rat diese Regelung Einstimmig beschlossen hat.

      Nun verlangen Sie aber, Herr Pavel möge bitte intervenieren. Als Kandidat um ein Amt? Wie stellen Sie sich das vor? Möchten Sie, dass irgendjemand, der sich um ein Mandat für sonstwas bewirbt, Ihnen vorschreibt, was Sie mit ihrem Haus machen oder lassen sollen?

      Merkwürdiges Verständnis.

      Und die Fusion der Sparkasse und auch der Neubau (den hatte auch die seinerzeitige Stadtsparkasse bereits geplant, weil das Objekt schlichtweg abgängig ist) haben mit der Sanierung der Fußgängerzone ja nun gar nichts zu tun.

  • Torsten Böger sagt:

    Zu Brigitte H.
    Sie hat Recht. In Barsinghausen ist auch Vergleichbares geschehen. Man sollte Altes erhalten. Sonst geht zu viel Historisches für immer verloren. Das ist sehr schade. Wunstorf ist sehr schön und sollte so erhalten bleiben. Es ist in Jahrzehnten zu viel verschwunden. Das verändert den städtischen Charakter sehr zum Negativen.

  • D. Brahm sagt:

    So gerne ich das Erhalten alter Gebäude unterstütze, aber das Sparkassengebäude ist nicht sonderlich hübsch. Durch die Gewöhnung über die Jahre ist es vertraut geworden- mehr aber auch nicht.

    Früher gab es da auch für die Kinder Filmchen am Tisch zu sehen, DAS sollte lieber wieder eingeführt werden.

    https://www.steinhude-am-meer.de/wp-content/uploads/2023/04/Suedstr-wunstorf_1954_Foto_Boedtger_stadtarchiv-scaled.jpg

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