
Wunstorf (as). Sechs Hektar groß ist die Industrie-Brache in der Oststadt – viel Platz für ein ganzes Wohnviertel, in dem bis zu 500 Menschen leben könnten. Das Gelände gehört dem Düsseldorfer Investor, und die Stadt möchte dort den siegreichen Entwurf eines städtebaulichen Wettbewerbs verwirklicht sehen. Seit eineinhalb Jahren laufen die Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und Hiss über die „Neue Mitte“, und nach wie vor liegen die Vorstellungen weit auseinander. Hiss möchte mehr Wohnbauten errichten als im Wettbewerb vorgeschlagen, die von der Stadt dringend gewünschte Parkanlage aufsplittern und den riesigen Lärmschutzwall reduzieren, auf den die Stadt besteht.
Zurzeit ist trotz etlicher Gespräche keine einvernehmliche Lösung in Sicht. Hiss von der Deutschen Siedlungsbau hat deshalb mitgeteilt, sein Unternehmer steige aus der Planung aus. Bis zum Jahresende soll ein anderer Investor – neuerdings von den Gesprächspartnern „Leader“ genannt – gefunden werden. An diesen Projektentwickler will Hiss dann „übergeben“. Eine Beteiligung als Juniorpartner behält er sich vor. Der Unternehmer hat auch angekündigt, die Fläche zu verkaufen, wenn sich kein Entwickler finde. Die Deutsche Siedlungsbau hat das Gelände für 4,5 Millionen Euro gekauft.
Die Firmen, die am Montag im Ratssaal bei der Info-Veranstaltung vertreten waren, sind nach Angaben von Stadtsprecher Alexander Stockum bekannte Größen in der Branche. Zwei weitere seien interessiert, beim Termin aber nicht präsent gewesen. Stockum berichtet von einem sehr intensiven Frage-und-Antwort-Spiel. Für die Stadt haben Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD), Baureferatsleiter Alexander Wollny und Experten aus allen relevanten Ämtern teilgenommen. Für die neue Suche nach einem Investor gilt nach Stockums Darstellung der Grundsatz Qualität vor Schnelligkeit. Die Stadt bleibe verhandlungs- und kompromissbereit, betont er. Mit Hiss und seinem Unternehmen werde weiter konstruktiv zusammengearbeitet. Grundlage bleibe die aktuelle Planungsvariante, die sich in allen wesentlichen Details an dem Wettbewerbsergebnis orientiere.
Was ist ein Leader? Im Englischen bedeutet es Führer, Leiter, Anführer oder Spitzenreiter. Kann man da nicht einfach „Führer“ sagen? Jein. Auch wenn der Begriff Leader auf den ersten Blick wie ein simpler Marketingbegriff wirkt, steckt mehr dahinter als eine bloße englische Übersetzung. Die Bezeichnung entstammt der Unternehmenswelt und steht in Zusammenhang mit dem Konzept von Leadership im Rahmen der Unternehmensführung. Oft wird der Leader in bewusster Abgrenzung zum „Manager“ benutzt. Während der Manager von der Spitze des Unternehmens aus führt, befindet sich der Leader auf der Ebene der Geführten, leitet an und schlägt Ziele vor, ohne dass die Wege dorthin bereits vorgezeichnet sind. Er bündelt Potentiale, bringt Ideen ein und schafft Strukturen, auf denen andere Unternehmenspersönlichkeiten zum Erreichen eines gemeinsamen Zieles aufbauen.
Da sich nach der Fertigstellung der Nordumgehung die gesamte Verkehrssituation ändert, sollte die Planung das auch berücksichtigen. Hier sollte der Neubau des Gymnasiums eingeplant werden, da das alte weit über 100 Jahre auf dem Buckel hat und was dort momentan gemacht wird nur teureres Flickwerk ist und mit den heutigen Anforderungen an eine entsprechende Ausbildungsstätte nicht mithalten kann. Außerdem gehört dort eine Ganztagsschule hin, die sich von der ersten Schulklasse bis zur letzten Gymnasialklasse den Schülern anpassen lässt (Leistungskurswechsel). Zudem sollte dort ein neues Hallenbad entstehen, das den Anforderungen der Wärmeversorgung der heutigen Zeit angepasst werden kann. Der Umbau des alten Hallenbades an die heutigen Anforderungen, ob Wärmetauscher / Erdwärme oder eine andre kommunale Lösung, wird auch zu den geplanten 40 Millionen Euro nicht möglich sein. Zudem ist eine Anbindung an die Nordumgehung und somit eine bessere Auslastung möglich.