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Wunstorfs Citymanagerin hat die Arbeit aufgenommen

17.06.2022 • Daniel Schneider • Aufrufe: 1085

Erstmals nach Jahrzehnten hat Wunstorf wieder ein explizites Citymanagement: Seit diesem Monat kümmert sich Tanja Berg um die Optimierung der Innenstadt.

17.06.2022
Daniel Schneider
Aufrufe: 1085
Kümmert sich nun um die Wunstorfer Innenstadt: Citymanagerin Tanja Berg | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Die „schönste Innenstadt der Region“ für die Kunden noch schöner machen. So könnte man den Job von Tanja Berg vereinfacht auf einen Satz herunterbrechen. Die 31-jährige gebürtige Lutherin hat BWL und Tourismus mit Schwerpunkt öffentlichem Tourismus studiert, zuletzt für einen Reiseveranstalter gearbeitet. Doch sie wollte wieder in den öffentlichen Bereich zurück – und das möglichst regional. Der örtliche Bezug ist ihr wichtig, „dort zu unterstützen, wo man selbst wohnt und lebt“. Ihren ersten öffentlichen Auftritt als Citymanagerin nahm sie am gestrigen Donnerstag wahr – im Ratssaal vor der versammelten Presse.

Die Citymanagerstelle ist Teil des Städtebauförderung-Pakets, das in Wunstorf gerade mit ersten Projekten sichtbar wird. Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) lobte die Werbegemeinschaft Wunstorf dafür, die Dinge bisher nebenbei gestemmt zu haben: Die Händler seien sehr aktiv und bemüht, Menschen in die Innenstadt zu holen und Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, obwohl sich die Geschäftsinhaber selbst über mangelnde Arbeit nicht beklagen könnten. Marketing, Kommunikation und Veranstaltungsorganisation soll nun nicht weiter allein den Gewerbetreibenden aufgebürdet sein – hier kommt Berg als Bindeglied zwischen Verwaltung und Werbegemeinschaft ins Spiel, um die gemeinsamen Anstrengungen zu intensivieren.

Hilfe in schwierigen Zeiten und neue Aufgabenverteilung

Jan Weber bestätigte für die Werbegemeinschaft, dass es unerlässlich sei, dass man nun Unterstützung bekomme. Die Einzelhändler versuchten in schwierigen Zeiten, wieder Fuß zu fassen, dass es für alle weiterginge, so Weber. Nun komme jedoch schon wieder die nächste schwierige Situation mit der Inflation. Das mache die Herausforderungen für die Firmen noch größer, man müsse als Unternehmer mehr vor Ort sein im eigenen Betrieb. Die Hilfe der Citymanagerin werde dringend gebraucht. „Sie wird uns auf jeden Fall sehr, sehr unterstützen“, skizzierte Weber die anstehende Zusammenarbeit. „Die Hand am Puls der Zeit haben“ will zudem die Verwaltung – und die Impulse aufnehmen, die Berg Verwaltung und Politik mit neuen Ideen geben kann.

Verbindende Funktion: Citymanagerin Tanja Berg mit Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm (li.), Jan Weber von der Werbegemeinschaft (2. v. l.), und Bürgermeister Carsten Piellusch (re.) | Foto: Daniel Schneider

Infolge der Ansiedlung des Citymanagements bei der Wirtschaftsförderung im Rathaus ist Berg quasi automatisch in die bestehenden Strukturen eingebunden – auch bisher schon treffen sich Verwaltung und Händlervereinigung regelmäßig zum Austausch. An den wöchentlichen Treffen werde festgehalten, dazu komme nun zusätzlich das Engagement von Berg, die täglich telefoniere und auf kurzem Wege ansprechbar sei, erklärte Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm.

Die Werbegemeinschaft soll dabei jedoch nicht aus der bisherigen Verantwortung gedrängt, sondern entlastet werden. Die Aufgabe der Citymanagerin wird primär als Schnittstelle zwischen Werbegemeinschaft und Verwaltung verstanden, das machten die Beteiligten deutlich. Wer künftig genau welche Aufgaben übernimmt und wie diese verteilt werden, das steht noch nicht fest. Dies werde sich im Laufe der Zeit ergeben, sagte Weber. Themen warten indes „ohne Ende“, so Piellusch: Gestaltungsfragen, Leerstandsmanagement oder Social-Media-Aktivitäten sind nur einige Beispiele. Tanja Berg persönlich möchte mit der Stärkung der Social-Media-Präsenz beginnen, Kunden und Touristen darüber informieren, was in der Innenstadt passiert. Daraus würden sich dann nach und nach die weiteren Projekte entwickeln, so die Citymanagerin.

Brückenschlag nach Steinhude angestrebt

Das Miteinander der Ortsteile wird beschworen, soll noch stärker in den Blick genommen werden. In den Umfragen und Erhebungen habe man gesehen, dass der Zuspruch der Wunstorfer für die Innenstadt groß sei, berichtete der Bürgermeister. Doch der Zuspruch von außerhalb könnte größer sein. Ein Ziel der Maßnahmen ist daher, die Innenstadt stärker mit dem Tourismus zu verbinden. Konkret sollen etwa auch die Gäste, die nach Steinhude kommen, die Wunstorfer Innenstadt als Ziel entdecken. „Hier ist eine attraktive Innenstadt, es lohnt sich, in die Kernstadt zu kommen“, so Piellusch. Den Schulterschluss zur Steinhuder Meer Tourismus GmbH will man entsprechend suchen.

Den Naturpark Steinhuder Meer genießen, aber auch die Wunstorfer City – die Menschen davon zu überzeugen, das ist die Idee und nun auch Aufgabe der Citymanagerin.

von Daniel Schneider
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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Ich wunder mich immer was es für Manager gibt !

  • Lydia Bertani sagt:

    Finde ich prima! Ich wünsche der netten Dame viel Erfolg und Spaß an der Freude!

    (es sei denn, die „Verbesserung“ folgt politischen Zielen und beschränkt sich auf z.B. Regenbogen-Flaggen oder sonstige Bunt-Propaganda.)

  • Lydia Bertani sagt:

    Trotz diverser Löschungen meiner Kommentare wundere ich mich, dass man diesen „übersehen“ hat.
    Abwarten und Tee trinken ;)

    • Wunstorfer Auepost sagt:

      Wenn ein bestimmter Kommentar vermisst wird, kann man sich gern direkt an uns wenden (kommentare@auepost.de). Wir respektieren jede Meinungsäußerung und entfernen Kommentare nur in Ausnahmefällen, dazu gehören a) rechtlich problematische Inhalte, b) überhaupt nicht zum Thema zählende Äußerungen und c) Werbung. Falls wir darüber hinaus Kommentare löschen sollen, darf man sich sich natürlich auch gern an uns wenden. ;-)

      • Lydia Bertani sagt:

        Wie wäre es denn mit eine Benachrichtigung an den Verfasser des gelöschten Beitrages, nebst kompletten Inhalt, ergänzt um den tatsächlichen Grund der Löschung, um das auch nachvollziehen zu können?
        Alles Andere macht wenig bis keinen Sinn, da die Evidenz schon fehlt.
        ps: Ich bin mir sicher, dass weder rechtliche Aspekte, noch „Thema verfehlt“ greifen. Darauf gebe ich stets Acht.

  • Tom Netzwerker sagt:

    Läßt sich doch gut auf den alten Bänken sitzen.

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