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Steinhude (red). Die Badeinselbrücke in Steinhude ist normalerweise eine reine Fußgängerbrücke: Autos und andere Fahrzeuge haben darauf nichts zu suchen, sie dient in erster Linie als Zugangsweg für die Besucher, die aus dem Ort oder vom Parkplatz aus zur Badeinsel laufen.
Es kam in der Vergangenheit jedoch bereits öfter vor, dass anscheinend frustrierte Autofahrer, die in Steinhude keinen Parkplatz rund um die Badeinsel mehr fanden, kurzerhand mit dem Fahrzeug auf die künstliche Insel vor Steinhude fuhren. Autoparkplätze für Besucher auf der Badeinsel selbst gibt es nicht, allenfalls zur Bewirtschaftung kann die Brücke mit Ausnahme auch von Kraftfahrzeugen genutzt werden. Mit Fahrzeugverkehr haben Fußgänger dort deshalb normalerweise nicht zu rechnen.
Am gestrigen Samstagabend kam es nun aber wieder zu einer Begegnung zwischen einem Fahrzeug und den Fußgängern auf der Badeinselbrücke. Während am Bistrogebäude auf der Badeinsel die „Steinhuder Sundowner Session“ lief, fuhr ein Auto von der Badeinsel aus über die Brücke zum angrenzenden Lindenhopsweg.
Nach Mitteilung der Polizei Wunstorf war das Fahrzeug gegen 21.10 Uhr langsam und mit eingeschaltetem Warnblinklicht über die Brücke gefahren. Als das Auto eine Fußgängerin überholte, soll es dabei zur Berührung der Frau gekommen sein. Die 42-Jährige sagte, dass sie vom Auto angefahren worden sei, und begann, den Autofahrer zu beleidigen. Auch eine Flasche soll die Frau dann auf das Auto geworfen und damit beschädigt haben.
Nun eskalierte die Situation: Nach einem kurzen Wortgefecht zwischen den Beteiligten wurde der Begleiter der Frau handgreiflich: Durch die geöffnete Fensterscheibe schlug der 32 Jahre alte Mann dem Fahrer mehrfach ins Gesicht.
Jetzt stiegen die Insassen des Fahrzeuges aus: Der Fahrer, ein 52-Jähriger, und sein Beifahrer, ein 48-Jähriger, knöpften sich den Begleiter der Frau vor: Auch sie gingen dann den 32-Jährigen tätlich an, der dabei leichte Verletzungen erlitt.
Eine zufällig anwesende Krankenschwester wollte dem Verletzten sofort helfen, doch dieses Hilfsangebot wurde buchstäblich ausgeschlagen: Auch die Krankenschwester, eine 47-jährige Frau, wurde von dem 32-Jährigen tätlich angegangen und bekam Schläge ab.
Alle beteiligten Personen wurden leicht verletzt. Am Auto war zudem tatsächlich Sachschaden entstanden. Die eintreffende Polizei beruhigte die Lage vor Ort und nahm die Personalien der Beteiligten auf. Alle durften nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen vor Ort wieder gehen, es kam zu keiner Festnahme. Gegen die Beteiligten wurden jedoch Strafverfahren eingeleitet.
Zeugen, die die Auseinandersetzung auf der Badeinselbrücke beobachtet haben, werden nun gebeten, sich beim Kommissariat Wunstorf zu melden. Die Telefonnummer des Reviers lautet (05031) 9694-0.
Abgesehen von Anwohnerbeschwerden wegen der Lautstärke der Veranstaltung auf der Badeinsel registrierte die Polizei keine weiteren Zwischenfälle. Aus polizeilicher Sicht verlief der Abend abgesehen vom Einsatz auf der Badeinselbrücke in Steinhude friedlich.
Update: Es handelte sich bei dem Auto auf der Badeinselbrücke um das Fahrzeug eines Sicherheitsdienstes, der auf der Badeinsel eingesetzt war.
Falsch. Es gibt kein generell geltenden Verbotes der KFZ Führumg auf diesem Terrain.
Das gilt lediglich für Privatpersonen. Hier handelte es sich aber um ein Fahrzeug eines Sicherheitsdienstes, welcher mit großer Wahrscheinlichkeit eine Sondergenehmigung hatte.
Darüber hinaus fahren die Lieferanten für die Badeinsel-Gastronomie regelmäßig über diese Brücke und wenn die Jugendfeuerwehr ihr Zeltlager auf der Badeinsel durchführt, dann fahren sogar noch wesentlich größere Fahrzeuge – mit Sondergenehmigung – über diese Brücke, wie man hier unschwer erkennen kann:
https://feuerwehr-steinhude.de/wp-content/uploads/2019/06/20190610_101933.jpg
https://feuerwehr-steinhude.de/wp-content/uploads/2019/06/20190610_101618.jpg.
Da hatten die vermeintlich angefahrene Frau und ihr Begleiter wohl zuviel Alkohol intus.
Anstatt nach dem Grund für das Befahren der Brücke zu erfragen, wird seitens der Fußgänger gleich Gewalt ausgeübt. Und das Auto einfach passieren zu lassen, war wohl auch keine Option.
Es war nicht bekannt, dass es sich um ein Sicherheitsfahrzeug gehandelt hat. Wahrscheinlich haben Sie , lieber Kommentarist, es gesehen. Dennoch hat man keine Personen auch nicht mit einem solchen zu beeinträchtigen.
Anscheinend schienen nicht alle Besucher des hoffentlich letzten „Events“ mit unzumutbaren Geräuschpegel für Anwohner friedlicher Stimmung gewesen zu sein.
Ungeachtet des generell geltenden Verbotes der KFZ Führumg auf diesem Terrain durchzupassieren oder zu parken, ist schon ein starkes Stück. Den Unmut kann man durchaus verstehen.Aufgeheizt durch ‚heisse Rhythmen“ kocht es schonmal im Getriebe. Und gerade dann. Mit Recht.
Dennoch reicht es einfach. Die Zeit des Radaus sollte endlich vorbei sein. Und die Badeinsel als Touristenmagnet zu Lasten anderer dort Lebenden ständig zu missbrauchen, ist respektlos.
Steinhude kann eben nur laut. Es reicht.