
Wunstorf (red). Am gestrigen Sonntag fuhr ein Autofahrer in Wunstorf über eine Rot zeigende Ampel – wenig später fuhrt er dann gar nicht mehr.
Am frühen Sonntagmorgen, gegen 5.20 Uhr, war ein grauer Mazda in der Hannoverschen Straße in der Oststadt aufgefallen. Nicht irgendjemandem, sondern einem Polizeibeamten außer Dienst, der gerade von seiner Nachtschicht zurückkam und selbst nach Hause fahren wollte. An der Ampel zur B441 sah der Beamte, wie der Mazda bei Rotlicht Gas gab.
An der nächsten Ampel stoppte er den Fahrer und sprach ihn an. Das stellte sich dann gleich als zweifach angemessen heraus, als kurz darauf die alarmierten Kollegen eintrafen.
Denn die Frühschicht brachte im Streifenwagen auch das Atemalkoholmessgerät mit. Der Test ergab beim Mazdafahrer, einem 32 Jahre alter Mann, letztendlich einen Wert von 0,7 Promille.
Bei einem Blutalkoholwert von 0,7 Promille ist die Fähigkeit zum Steuern von Fahrzeugen normalerweise bereits deutlich eingeschränkt: Die Reaktionsfähigkeit ist herabgesetzt, Gleichgewichtssinn und Konzentration werden beeinträchtigt. Auch die Risikobereitschaft kann sich erhöhen.
Der 32-Jährige musste seinen Wagen stehen lassen. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.
Als Konsequenz drohen dem Fahrer allein für die Fahrt unter Alkoholeinfluss nun eine Geldbuße ab 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte im Flensburger Fahreignungsregister.
Die Polizei Wunstorf bittet weitere Zeugen, sich unter Telefon (05031) 9694-0 beim Kommissariat zu melden.
Bei Rot über die Ampel zu fahren ist doch mittlerweile normal geworden. Übehaupt scheinen Verkehrsregeln nur noch Empfehlungen zu sein, an die man sich wahlweise hält oder nicht.