
Wunstorf (red). Die Polizei Wunstorf warnt derzeit konkret vor einem Betrug mit Lexika-Ankauf an Haustüren. Denn ein entsprechender wird aktuell in der Stadt versucht.
Am 22. Juni erschien bei einer 64-jährigen Frau in Steinhude ein Mann, der angeblich ihre Lexika für sie zum Verkauf anbieten wollte. Die Steinhuderin handelte laut Kommissariat Wunstorf richtig: Sie wimmelte den Besucher ab und verständigte die Polizei. Denn es handelt sich um eine bekannte Betrugsmasche.
Der mutmaßliche Betrüger war um 16 Uhr plötzlich auf dem Grundstück der Frau erschienen. Sie beschrieb ihn als 20 bis 25 Jahre alt mit südländischem Aussehen. Der Mann hatte sich eine detaillierte Legende zurechtgelegt und erzählte genau, für welche Firma er angeblich unterwegs sei.
Die Masche ist bei der Polizei schon lange bekannt: Die Täter bieten zumeist älteren Menschen an, ihre Lexika-Sammlung zu verkaufen oder sie in einer Verkaufsdatenbank zu registrieren. Um den Erlös zu steigern, sollen dann zunächst Ergänzungsbände zur Vervollständigung der Sammlung erworben werden, die sich jedoch später als wertlos entpuppen. Im Zuge der Abwicklung werden auch überzogene Servicegebühren in Rechnung gestellt, überteuerte Kreditverträge angeboten – oder die Geschädigten werden schlicht abgelenkt, während ein zweiter Täter ihre Wohnung durchwühlt.
Die Polizei empfiehlt deshalb dringend: Keine Vertreter ins Haus lassen und keine derartigen Geschäfte an der Haustür abschließen. Ein Widerruf eines Haustürgeschäfts ist immer möglich, der Vertrag sollte dann sofort widerrufen werden. Im Zweifel kann man auch direkt die Polizei verständigen.
„mit südländischem Aussehen“ – ich liebe es. Mediterran ist immer gut, oder so…