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Der Deichbrand-Arzt aus Wunstorf

22.07.2025 • Redaktion • 3 Min.Kommentare: 0

Marc Kaden von den Wunstorfer Johannitern ist seit elf Jahren beim Deichbrand-Festival an der Nordseeküste im Einsatz. Erst als Sanitäter – inzwischen hilft er dort als Arzt.

22.07.2025
Redaktion
3 Min.
Marc Kaden nahm 2014 als 18-Jähriger erstmals am Sanitätsdienst beim Deichbrand-Festival teil. Inzwischen ist er Arzt – und immer noch dabei. | Foto: Catharina Weißenborn/Johanniter

Wunstorf (red). Die Unfallhilfsstelle 2 der Johanniter beim Deichbrand-Festival an der Wurster Nordseeküste liegt direkt neben der Fire Stage, einer der beiden Hauptbühnen. Geleitet wird sie vom Ortsverband Wunstorf-Steinhuder Meer. Hier treffen diejenigen ein, die sich beim Feiern mit 50.000 anderen Menschen im sogenannten Infield verletzt haben.

Entsprechend viel ist während der Konzerte los. Mittendrin ist der 28-jährige Marc Kaden als Arzt im Einsatz und unterstützt das Team der fast 700 ehrenamtlichen Helfenden, die das Festival sanitätsdienstlich absichern. Gerade erst absolvierte er das Medizinstudium erfolgreich und bringt seine Kenntnisse ein. Beim Deichbrand gilt er trotzdem schon als alter Hase.

Einer von 170 Einsatzkräften

Seit 2014 ist die Johanniter-Unfall-Hilfe Teil des Festivals. Der Wunstorfer Ortsverband der Johanniter hat am Wochenende unter der Leitung von Maik Aumann insgesamt 170 Einsatzkräfte im eigenen Abschnitt koordiniert. Es ist die Unfallhilfsstelle, an der auch Kaden eingesetzt ist.

Von Beginn an war dabei auch Kaden. Seinen ersten Einsatz bestritt er damals als 18-jähriger Sanitätshelfer. Im Laufe der Jahre ist das Festival fester Bestandteil seiner Jahresplanung geworden. Neben der medizinischen Weiterbildung zum Rettungssanitäter erlangte der Wunstorfer auch den Gruppen- und Zugführer als taktische Qualifikationen. Diese Eignungen setzt er bundesweit auf vielen Veranstaltungen ein und bereist zusammen mit seinem Verband Großveranstaltungen in Köln, München und Hamburg.

Für Marc Kaden war schon früh klar, dass er sich beruflich in die medizinische Richtung orientieren wird. So meldete er sich in der 7. Klasse für die Ausbildung im Schulsanitätsdienst an, um erste Einblicke zu bekommen. Zwischenzeitlich übernahm er die Leitung des Schulsanitätsdienstes und somit auch schon früh Führungsaufgaben. Dies war im Jahr 2010 der Beginn seines Ehrenamtes zunächst bei der Johanniter-Jugend und im Verlauf im Erwachsenenverband, der Johanniter-Unfall-Hilfe. Als Jugendgruppenleiter und Ortsjugendleiter führte er die Kinder und Jugendlichen im Team an und stellte Zeltlager, Erste-Hilfe-Übungen und Ausflüge auf die Beine.

Nach dem Abi am Hölty in den Rettungsdienst

Nach dem Abitur am Hölty-Gymnasium in Wunstorf setzte er seine Kenntnisse aus dem Ehrenamt ein und fuhr zunächst ein Jahr lang als Rettungssanitäter im Rettungsdienst an der Wunstorfer Wache. 2017 startete er die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. In bekannten Gewässern im eigenen Ortsverband lernte er Neues und vertiefte das Fachwissen mit viel Praxis, bis 2018 die Zusage aus Aachen zum Medizinstudium seinen Berufsweg veränderte. Der Wohnortwechsel führte ihn zu den dortigen Johannitern, wo er neben seinem Studium als Aushilfe wieder im Rettungsdienst arbeiten konnte.

Kaden sieht seinen Weg der medizinischen und taktischen Ausbildungen bodenständig: „Unabhängig von der Qualifikation sorgen wir im Team für die Behandlung von medizinischen Versorgungen. Als Arzt ändert sich die Verantwortung, aber nicht das Miteinander.“

Seine weitere Ausbildung zum Notarzt wird er wohl zu Beginn des neuen Jahres starten können. Bis dahin sammelt er Erfahrung in der Anästhesie des Neustädter Krankenhauses. Die Nähe zur Heimat und dem Ortsverband sind somit wieder da. Verloren hat er den Kontakt ohnehin nie, denn mindestens einmal im Jahr, beim Sanitätsdienst-Einsatz beim Deichbrand-Festival, trafen sich alle wieder. Denn dort sind neben den Wunstorfer Johannitern praktischerweise auch seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus Aachen dabei. „Im Grunde sind wir wie eine große Familie“, sagt Kaden.

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