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Feuerwehr übt Umgang mit Gefahrgutunfall am Schützenplatz

03.08.2021 • Redaktion • Aufrufe: 230

Der Gefahrguteinsatz am Schützenplatz war nur eine Übung. Gerettet wurde ein Dummy – damit im Ernstfall alle Handgriffe sitzen.

03.08.2021
Redaktion
Aufrufe: 230
Übung Feuerwehr
Übung am Schützenplatz | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Wunstorf (red). Wer die Feuerwehr jüngst auf dem neuen Parkplatz am Schützenplatz beobachtete, hätte auf die Idee kommen können, dass jemand mitten in Wunstorf Giftmüll verloren hat, als die Einsatzkräfte begannen, Absperrungen zu ziehen. Doch die Feuerwehrleute, die sich unter Atemschutz einem großen Flüssigkeitscontainer näherten, aus dem bereits reichlich Substanz austrat und sich über den Parkplatz verteilte, kümmerten sich um das Trainieren der GAMS.

Dabei ging es nicht um Dressuren für bayerisch ausgesprochene Paarhufer, sondern natürlich wieder einmal um Feuerwehrslang. Die Abkürzung steht für „Gefahr erkennen, Absperrmaßnahmen ergreifen, Menschrettung durchführen und Spezialkräfte alarmieren“ und regelt das Vorgehen, wenn Einsatzkräfte im Ernstfall auf gefährliche Stoffe und Gefahrgüter treffen.

„Salzsäurebehälter fällt auf Arbeiter“

Unter Leitung von Dennis Kroß und Marvin Nowak übte die Gruppe 3 ein Szenario, wie in diesem Fall verfahren wird. An der arrangierten Einsatzstelle war vorgesehen, dass der sogenannte IBC-Behälter bei Verladearbeiten von einem Lastwagen gerutscht war und einen Arbeiter unter sich eingeklemmt hatte. Der Einsatzleiter erkannte aus der Ferne den Behälter und ließ das Einsatzfahrzeug außerhalb des Gefahrenbereichs halten. Bei der Erkundung wurden Gefahrensymbole auf dem Behälter erkannt, in den Transportpapieren des LKWs fand sich ein Sicherheitsdatenblatt über Salpetersäure.

Personenrettung Gefahrgut
Simulierte Personenrettung am Gefahrgutbehälter | Foto: Feuerwehr Wunstorf

Nachdem der Bereich in einem Radius von 50 Metern abgesperrt war, ging ein Trupp unter Atemschutz zur Menschenrettung vor. Mit einem Hydraulikheber konnte der IBC-Behälter angehoben und mit Rüsthölzern unterfüttert werden, so dass die Person (dargestellt durch eine Übungspuppe) befreit werden konnte. Währenddessen alarmierte der Einsatzleiter fiktiv den Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr nach. Anschließend wurden verschiedene Materialien eingesetzt, um die Kanalisation vor dem auslaufenden Gefahrstoff zu schützen und den defekten Behälter abzudichten.

Wie wichtig solche Übungen sind, fällt den Teilnehmern dabei gerade jetzt auf, da während der Corona-Lockdowns die Übungsdienste ausgesetzt waren. Fehlt das regelmäßige Training, geraten die nötigen Handgriffe schnell aus dem Blick, insbesondere wenn mit Ausrüstung und Material gearbeitet wird, mit welchem die Feuerwehr im Einsatz eher selten konfrontiert ist. Echte Gefahrguteinsätze in der Stadt sind tatsächlich die Ausnahme, kommen aber durchaus vor.

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