Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Feuerwehren unterwegs zur Waldbrandübung in Sachsen-Anhalt

26.04.2026 • Redaktion • 3 Min.Kommentare: 0

Vorbereitung auf den Ernstfall: Gestern waren mehr Feuerwehrfahrzeuge auf den Straßen unterwegs als üblich – und auch heute ist die Feuerwehr unterwegs. Eine Großübung läuft in der Nähe von Magdeburg. Wunstorfer Kräfte sind dabei.

26.04.2026
Redaktion
3 Min.
Feuerwehren rücken aus zum Waldbrandeinsatz | Foto: Regionsfeuerwehr

Region (red). Es ist Jahresübung der Regionsfeuerwehrbereitschaft 1: Am gestrigen Samstag, den 25. April, ging es los. Die Einheit, die für Großschadenslagen eingesetzt werden kann, wird gebildet von Feuerwehrkräften aus Garbsen, Neustadt und Wunstorf. Die Verlegeübung hatte das Ziel Niedere Börde nahe Magdeburg. Im Ort Samswegen wurde eine Zeltstadt errichtet.

Doch zunächst herrschte noch in der westlichen Region Hannover reger Betrieb: Bereits in den frühen Morgenstunden sammelten sich die Einsatzkräfte am Feuerwehrzentrum in Neustadt. Von dort aus ging es als geschlossener Verband über die B6 auf die A2. Auf halber Strecke wurde ein technischer Halt eingelegt, um Fahrer zu wechseln und die Einsatzfahrzeuge zu überprüfen.

Nach der Ankunft vor Ort wurde im nahegelegenen Ort Meseberg der sogenannte Bereitstellungsraum eingerichtet. Das ist das Areal, in dem sich angeforderte Rettungskräfte zunächst sammeln, um von dort weiter in den Einsatz geleitet zu werden.

Waldbrandsimulation

Nach einer kurzen Stärkung begann die eigentliche Übung. Ausgangslage war ein simulierter großflächiger Waldbrand bei Samswegen. Aufgrund der dynamischen Lage und paralleler Einsätze umliegender Feuerwehren wurde gemäß Übungsszenario eine Feuerwehrbereitschaft aus Niedersachsen nachgefordert – so der Einsatzplan.

Löschmaßnahmen | Foto: Regionsfeuerwehr
Wasserversorgung im Wald | Foto: Regionsfeuerwehr

Die Kräfte aus der Region Hannover wurden dann unmittelbar durch die örtliche Feuerwehr eingesetzt und unterstützten im Szenario die Vegetationsbrandbekämpfung. Eine besondere Herausforderung stellte die unzureichende Wasserversorgung dar. Diese wurde durch einen Pendelverkehr mehrerer Tanklöschfahrzeuge von einem Tiefbrunnen zur Einsatzstelle sichergestellt. Zusätzlich wurde eine umfangreiche Wasserförderung aufgebaut: Über Faltbehälter, leistungsstarke Pumpen und rund 700 Meter Schlauchleitung wurde Löschwasser zur Einsatzstelle transportiert. Die eingesetzten Tiefbrunnen konnten dabei bis zu 10.000 Liter Wasser pro Minute fördern.

Zur Eindämmung des fiktiven Feuers wurde eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Im weiteren Verlauf galt es zudem, eine vermisste Person zu finden. Diese konnte mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera lokalisiert und gerettet werden. Während der gesamten Einsatzdauer unterstützte eine Drohne die Einsatzleitung mit Livebildern, die über eine Distanz von rund 2,5 Kilometern übertragen wurden. Zusätzlich wurde zur Erweiterung des Übungsspektrums ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten Autos simuliert.

Unterkünfte | Foto: Regionsfeuerwehr

Insgesamt waren fünf Fachzüge im Einsatz: Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung, Wassertransport, Vegetationsbrandbekämpfung sowie Versorgung/Logistik und Eigenschutz. Letzterer richtete zur Unterbringung der Einsatzkräfte mehrere Zelte mit Feldbetten ein und stellte mit einer mobilen Küche die Verpflegung während der Übung sicher. Unterstützt wurde die Führung durch eine Führungsgruppe mit Einsatzleitwagen, Drohne und Motorrädern.

Koordination von über 150 Einsatzkräften

Unter der Leitung von Martin Höflich nahmen insgesamt 147 Feuerwehrkräfte sowie Kräften des Roten Kreuzes Neustadt an der Übung teil. Erstmals trat die Einheit in ihrer neuen Struktur als Feuerwehrbereitschaft Niedersachsen an. Diese Organisationsform stellt erhöhte Anforderungen an Personal, Ausstattung und Durchhaltefähigkeit insbesondere im Hinblick auf eine eigenständige Einsatzdauer von mindestens 48 Stunden. „Dies wurde aber ohne Probleme geleistet“, resümierte Höflich. „Es war eine interessante Übung mit der neu strukturierten Bereitschaft.“ Auch der stellvertretende Regionsbrandmeister Nils Wellmanns zeigte sich zufrieden und bezeichnete die Bereitschaft als „Blaupause für zukünftige Feuerwehrbereitschaften Niedersachsen in den anderen Abschnitten der Region Hannover“. Er dankte allen Beteiligten für die engagierte Teilnahme. Die Planung und Organisation der Übung lag in den Händen von Jens Adamski sowie den Feuerwehrleuten aus Samswegen.

Wunstorfer Stadtfeuerwehr hat großen Anteil

Die Stadtfeuerwehr Wunstorf war mit rund 40 Einsatzkräften an der Übung beteiligt und stellte damit einen wichtigen Teil der Einheit. Insgesamt sind 37 Feuerwehrfahrzeuge aus den drei Städten unterwegs. Die Rückverlegung der Einsatzkräfte nach Neustadt ist für heute gegen 12 Uhr vorgesehen.

Aufrufe: 683
[Anzeigen]








[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

[Anzeige]
Kontakt zur Redaktion

Tel. +49 (0)5031 9779946
info@auepost.de

[Anzeigen]

Artikelarchiv

Auepost auf …