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FFF-Fahrraddemo startete mit großer Teilnehmerzahl vom Wunstorfer Bahnhof

03.09.2021 • Daniel Schneider • 1 Min.Kommentare: 10

Fast einhundert Fahrräder setzten sich am Freitagnachmittag in Bewegung, um sich an der Sternfahrt von Fridays for Future nach Hannover zu beteiligen.

03.09.2021
Daniel Schneider
1 Min.
FFF-Sternfahrtdemo
Vor der Abfahrt | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (ds). Fast einhundert Teilnehmer zählte die Fahrraddemo, die heute Nachmittag vom Wunstorfer Bahnhofsvorplatz begann – und damit einen Arm einer Sternfahrt bildete, die von insgesamt vier Städten ins Zentrum von Hannover führte.

Genau 96 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer waren dem Aufruf von Fridays for Future Niedersachsen gefolgt und fuhren um 13.20 Uhr bei bestem Fahrradwetter vom Bahnhofsvorplatz direkt auf die B 441, die normalerweise für den Radverkehr bereits tabu ist. Die begleitenden Polizeikräfte stoppten dazu kurz den Verkehr auf der Hochstraße komplett, bis die Demo auf die Bundesstraße Richtung Hannover eingeschwenkt war.

Zuvor hatte Finn Kuschetzki von Fridays for Future noch das Wort an die Gekommenen gerichtet, dann hatte sich der Fahrradverband in Bewegung gesetzt. Den Demonstranten voran fuhr ein Beschallungswagen für die angemessene klangliche Untermalung, einzelne Teilnehmer führten weitere Musikanlagen auf Fahrradanhängern mit. Eine Motorradstaffel der Polizeidirektion Hannover sowie mehrere Einsatzwagen begleiteten die Demonstration, um den Teilnehmern freie Bahn zu verschaffen.

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Kommentare


  • Joachim Begerow sagt:

    Selbstverständlich steht die Klimaschutzproblematik angesichts der jüngsten Naturkatastrophen hierzulande und weltweit zu Recht mehr und mehr im Fokus des Bevölkerungsinteresses. Hiermit einher gehend erlebt das Fahrrad fahren momentan einen unaufhaltsam scheinenden Boom, wodurch sich Bürgermeisterkandidaten (ganz bewusst und angesichts der aktuellen Wahlsituation ohne Gender-Sternchen!!) veranlasst sehen, diesen Aspekt mehr oder weniger sinnvoll in ihre Wahlkampfprogrammatik aufzunehmen. Ob nun aber ausgerechnet eine Fahrradsternfahrt nach Hannover das richtige „Instrument“ ist, um (weitere) breite Schichten der Bevölkerung für das Anliegen von FFF zu gewinnen, scheint mir jedoch eher zweifelhaft: Die Fahrraddemonstranten radeln über Straßen, die aus Anlass dieser Demo der besonderen Art gesperrt worden sind. Ergo: kein Begegnungsverkehr, dem die Teilnehmer*innen ihre Anliegen nahe bringen können. Die Route führt kilometerlang am Mittellandkanal entlang überwiegend abseits der Wohnbebauung. Wen will man da „erreichen“? Ich denke, wenn schon Sternfahrten, dann wären kurze (groß-)stadtinterne mit dem Ziel belebter Großparkplätze wie den Schützenplätzen von Hannover und meinetwegen auch Wunstorf weitaus wirkungsvoller gewesen. So aber dürfte „der Schuß überwiegend nach hinten losgegangen sein“, denn ebenso wie der Streik der GdL erzürnte Bahnpendler auf den Plan gerufen hat, dürften die mit den Straßensperrungen konfrontierten Autofahrer „not amused“ gewesen sein – darunter übrigens sicherlich auch zahlreiche, die ihr Auto an diesem Tag der Fahrraddemo nur deshalb benutzt haben, weil die von FFF für den Pendlerverkehr präferierten Bahnen still standen….

  • Basti g. sagt:

    Und teilweise schön mit Lithium-akku Fahrräder! Tolle umweltfreunde

  • Birgit sagt:

    Ein klares Statement setzen, etwas bewegen durch eine gute Sache ist hier hoffentlich durch Kritik nicht kaputtzukriegen. Und Straßensperrungen sind einfach mal hinzunehmen, schließlich ist Wochenende, und die Sache ist es wert. Mögen die Blechkisten doch einfach mal zu Hause bleiben, es ist nicht schade drum. Vielleicht ist dann Steinhude mal nicht verstopft.

    In der heutigen Zeit, wo eigentlich jeder wissen müsste, wie die Uhr tickt, unachtsam zu handeln und mit gutem Gewissen Öfen anfeuern – und das schon jetzt bei diesen Temperaturen – armes Holz-, immer die Karre rausholend und den Benzinrasenmäher anschmeissend, Pardon ihr Spießer, aber einmal mähen im Monat ist wohl genug und Sensen gibt es auch, nichts gegen euere Freizeitbeschäftigung, jedem nach seiner Passion. Und ihr Dauerfrierer, die ihr jetzt schon den Koks-, pardon, Holzofen anschmeißt, ein Wollpullover täte es auch, es sind die Kleinen Dinge, wo es so schön heißt, die das Klima verändern. Ach ja, sagt man etwas, heisst es, nur China sei schuld, die verpesten alles oder die Kohlekraftwerke, stimmt ja auch. Trotzdem nein, im Kleinen ist es ebenso wie im Großen, die Häufigkeit der kleinen Mengen macht es ebenso schlimm wie die kleinen großen Mengen. Wenn es abends draußen stinkt nach verbranntem Holz (und anderem), steigt das auch nach oben. Aber es wird mit einem eleganten Seitenhandstrich abgetan, halb so schlimm.

    Und man sollte nicht über Akku-Fahrräder meckern. Da gibt es wirklich Schlimmeres!Zum Beispiel ein allabendlich stinkender Holzofen, der ein ganzes Wohngebiet verpestet.

    Oder Bäume, die niedergerissen werden, obwohl die Natur sie so dringend braucht.

  • Bernd-Michael Rosenbusch sagt:

    Klima : gut und schön!! aber keiner der ach so guten Aktivbisten verzichtet zugunsten des Klimas auf Hand, Flugfernreisen oder gar Kreuzfahrten. Das sollen bitte die anderen machen. Aber, dass ist gar nicht so sehr das Problem. Wer sich intensiv mit der Sache beschäftigt, weiss, dass die Ressourcen unseres Palneten, der übrigens nur zu ca. 9 % bewohnbar ist, endlich sind. Derzeit leben ca. 7 Mrd. menschen auf der Erde, Tendenz steigend, und alle wollen natürlich am Wohlstand teilhaben. Wie soll das gehen? Verzicht auf unnötige Verpackungen, die letztendlich in Afrika landen, wären schon mal ganz sinnvoll. All den Müll, den wir in unserer Zivilisation produzieren, verlagern wir in die ärmsten Regionen der Welt. Die Hauptsache, bei uns wird regelmäßig der Müll abgeholt. Man könnte z.B. mehr Müll verbrennen und dadurch Energie gewinnen. Leider zu teuer für die Abfallbetriebe.Mit Fahrademos und anderen sicherlich gut gemeinten Aktionen, wird das Klima nicht gerettet. Im Übrigen hat es seit dem Bestehen unseres Planeten immer wieder Kilmakrisen gegeben. as wir natürlich jetzt verstärkt dazu beitragen bleibt auch unbestritten. Auch E-Autos, die mit umweltschädlich Batterien (Lithium, Coltan etc.) fahren, tragen nicht zum Klima bei, denn auch diese batterien müssen irgendwan entsorgt werden. Vom nichtvorhandenem Strom, wollen wir hier gar nicht reden.Lippenbekenntnisse, wie in unserem Lande üblich tragen nicht dazu bei, die Probleme zu beseitigen, auch keine Umweltlabels und was immer an phantsiereichen Produkten unserer Industrie noch gibt.
    Wer vom Klima redet, sollte auchganz konkrete Vorschläge machen.
    Z. B der komplette verzicht auf private Flugreisen, Kreuzfahrten, Autorennen, um nur einige zu nennen, wäre schon einmal der Anfang. Aber dann kommen die Bedenkenträger, die Furcht vor Arbeitsplatzverlusten haben, und nichts bewegt sich. Auch eine von den Medien hochgelobt Klimaktivistin namen Greta Thunberg, ist auch nicht per Fahrrad oder zu Fuß zu ihren Veranstaltungen gefahren.Sie wurde ganz bewusst von Lobbyisten aufgebaut und vermarktet.

  • Birgit sagt:

    Es ist schieer „amused“ und Inbegriff abstruser Definitionen, jahrelang beobachtend, wie ein Land, obwohl zumindest mehrheitlich und einen Kopf zum Denkend habend, sich in Sachen Klimawandel mit drastischen Folgen dennoch der Obrigkeit, und damit der Politik, in schönster Regelmäßigkeit beugt, obwohl die Vorgaben einfach nur abstrus und wissenschaftlich nachweislich einer Klimarelevanz absprechen. Siehe Kraftfahrzeuge, weiter rasend, umweltverpestend, erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen. Siehe Sommerzeit, eine verdümmlichende Aufstellung einer Regelung, die von Anfang an durch kluge Köpfe als Schwachsinn dargestellt wurde, als Dank müssen jetzt die Schulkinder eben im Dunkeln aufstehen, Glühbirnen, die nicht mehr genommen werden dürfen, weil sie nicht energiesparend sind, wohl aber besser entsorgbar, ohne schädlicher Inhaltsstoffe, die einen Asthmaanfall verursachen könnten und nicht die Augen schädigend wie die LED als brillant bezeichneter Nachfolger. Liebe Leute, schaut Euch mal wissenschaftliche Berichte über LED und Co. im Internet an und belügt Euch nicht selbst. Belügt Euch nicht mit den scheinheiligen Obrigkeitsvorgaben, streikt einfach mal. Eine brennende Glühbirne zerstört keine Welt, und auch die elendige Sommerzeit wird die Welt nicht retten, nur die Energie fressen. Obwohl Schwachsinn, es wird mitgelaufen, mitgetrottet, wie eine träge Herde Kühe, die es nicht gewohnt ist, allein entscheiden zu dürfen. Der Fleischverzehr und mit ihm die Verpestung durch CO2 ist ja normal, selbst Kinder werden dazu angeregt, sich mit Tierprodukten wie fette Grillwurst vollzustopfen, man erntet immer noch böse Blicke, wenn man sagt, dass man Fische liebt … Und weiter wird mit Grilgut beworben, die Gewinnung von Holzkohle stinkt zum Himmel, die Autos werden größer, fetter, teuerer, dreckiger, weil immens gefahren, im Wahlkampf schön geredet, man braucht ja Arbeitsplätze, pardon, die werden bei der Energieerzeugung von eben dreckiger Energie auch benötigt, oder?

    Solange in dieser Menschheit nicht alle begreifen, was die Stunde schlägt, werden kleine Zeichen wie die Sternfahrt, unabdingbar sein, umd aufzurufen, dass es anders gehen muss, apropos, Fehler wie die von Greta gibt es immer, Nobody is perfect, aber alle sollten wenigstens versuchen, ihre Verdummungen aus dem Kopf zu bekommen und auch mal dem Unkraut ein Platz im Leben – und Garten – zu gewähren, vielleicht gegen Unsinnigkeiten wie Sommerzeit, gefähriche Leuchtmittel, unsinnig dicke Autos, weggeworfener Abfall, Holzöfen und eine Unzahl anderer Unarten zu protestieren. Und: Man braucht kein dickes Auto, keine fetten Grillwürste, keinen Garten des Grauens, dekoriert nur mit Steinen, wo jede Spitze Grün ausgerottet wird und schnell der Unkrautverbrenner den kleinen Käfer ebenso tötet wie den armen Löwenzahn, nicht jeder Konsum ist eines Verbrauchers würdig. Aber der Mensch hat einen freien Willen, dieses unterscheiden zu können.

    Es wird an den Schulen gelehrt, sich umweltbewusst zu verhalten, ja, selbst in KITA-Gruppen wird in Sachen Naturschutz bereits gute Arbeit geleistet. Aber diese auch in einer Gesellschaft zu formieren, wo es immer noch Dümmlinge gibt, die bewusst, absout offensichtlich und die Haltung Andersdenkender mit bösen Worten kommentieren, hakt doch etwas, oder? Es ist traurig, wie Menschen, die nicht erst jetzt die Zeichen der Zeit erkanten, durch ihre Methodik, Anderen Zeichen setzend, an den Pranger gestellt werden. Es ist traurig zu sehen, wie ein KITA-Kind, dem vorher die Schönheit eines gelben Löwenzahns erklärt wurde, mitanehen muss, die der Garten komplett unkrautfrei zerstört wird, oder ein Baumhaus fällt, da der Baum getötet wird.

    Verhaltensänderungen, auch im Kleinen, können mehr bewirken, als eine träge Herde Menschheit, die nichts tuend auf das wartet, was unweierlich immer mehr Einzug nehmen wird in Natur und Umwelt. Da hilft dann auch keine Versicherung mehr und auch kein Unkraut-Ex, gleich welcher Form auch immer.

  • Birgit sagt:

    Die Aussagen der Politik, plattitüdenhaft und stets dem eigenen Vorteil gereichend, hinsichtlich klimatärer Veränderungen erscheinen dahergeplappert, betrachtet man den Konsens ihrer eigentlichen Versuche, dem Klimawandel abzuhelfen und unsere Erde zu erhalten. Überlegt der Bürger, wie einfach eine Gesetzesänderung durch einen einfachenn Federstrich vonstatten geht, siehe die angesprochenen Glühbirnverbote, das Einführen der geklauten Zeit oder das Einführen existenzbedrohicher Sanktionen für Menschen, die schon nichts haben, müsste er sich doch eigentlich fragen, warum genügt nicht ein Federstrich, die entwürdigende Massentierhaltung inklusive der barbarischen Tierquälerei wie Kastration ohne Betäubung und anderes – möchte darauf nicht eingehen – per sofort abzuschaffen , die Giftschränke in Garten- Bau- und Landwirtshaftsläden, prall gefüllt mit Giftködern, Unkrautex, Insektentötungsmitteln, ja, die gibts noch, leider, zu verbieten ebenso wie igeltötende, und damit naturtötende Rasenroboter (die jetzt auch schon ihre eigene Garage haben, ges. in Steinhude), wer braucht diesen Schwachsinn, einer Produktion zu untersagen, gesundes Tempolimit auf der Autobahn per sofort zu gebieten, ein respektvolles sicheres Radfahrnetz rechtlich salonfähig zu machen und Kohle-, pardon! Holzöfen dahin zu verbannen, wo nach Einführung der Zentralheizung sie ihren Platz fanden, da sie auch heute noch stark umweltgefährdend sind durch Feinstaubausstoß, Ruß und einfach Dreck – ist doch alles klimarelevant und einfach per Gesetzestext, siehe oben, zu verbieten.

    Doch bedauerlicherweise beginnt der Klimaaspekt dort oben bei Denjenigen, gegen deren Tun auch der mündigste Bürger nicht anzukommen scheint, bei Windrädern und scheint dort auch zu enden. Zur Rettung eines gesunden Baumes vor Dümmlingen, die seine herabfallenden Blätter oder die angeblich zu nahe Nähe am Wohngebiet bemängeln, benötigt der Naturfreundliche eine Reihe von Baumgutachtern, möglichst noch die Beurkundung der dafür Zuständigen vom Bereich Umwelt- und Naturschutz, Hannover, die dann vorbeikommt und -Gott sei Dank- in der Vogelbrutzeit ein Taubennest finden kann.

    Würden diese Aufwendungen, die ein Normalbürger zum Erhalt der Natur, ihrer Tier- und Pflanzenwelt, unabdingbar für gutes Klima, ebenso durch Amt und Würden Tragende, Recht und Gesetz verabschiedende politisch Verantwortliche investieren, wäre natürlich auch weiterhin Eile geboten, aber eine zügigere Verabsolutierung all der dem Klima dienenden Hilfen gewährleistet.

  • Joachim Begerow sagt:

    Hallo Birgit, mir liegt es fern, Ihre Argumentation inhaltlich in Zweifel zu ziehen, aber es bleibt für mich eine grundlegende These: Wenn ich politisch – auf welchem Gebiet auch immer – andere Mitbürger*innen für meine Auffassung gewinnen und überzeugen will, dann ist es elementar wichtig, dass ich diese auch wirklich „erreiche“. Und wo bitte erreichen die FFF-Fahrraddemonstranten diese zu überzeugenden Mitbürger*innen auf ihrer Fahrt durch die offene Landschaft auf gesperrten Straßen? Politiker jeglicher Couleur suchen im Wahlkampf ja auch das Gespräch mit den Wähler*innen dort, wo sie diese antreffen, nämlich im Stadtzentrum und auf Märkten etc. Wenn die FFF-Demonstranten Autofahrer*innen (ja, auch hier ganz bewusst mit Gendersternchen!) für ihre Ziele sensibilisieren wollen, dann sollten doch meines Erachtens die großen Parkplätze in den Städten ihre „location“ für die Demo sein und nicht leergefegte Bundesstraßen! Die Medien hätten sicherlich auch über diese Form berichtet!

  • Bernd-Michael Rosenbusch sagt:

    Hier nocheinige Ergänzungen für Interessierte:
    Gesamtfläche der Erde: 510.000.000 qkm = 510.010.000.000 ha
    29 % der Erde sind Landmasse = 149 qkm
    37 % der Erde sind landwirtschaftliche anbauflächen = ca. 5 Mrd ha
    Derzeit leben7,674Mrd menschen auf der Erde, Tendenz steigend. Und alle wollen satt werden und am Wohlstand teilhaben. diese Zahlen sollen lediglich zum Nachdenken anregen.

  • Birgit sagt:

    Wohlstand und Sattwerden bitte nicht auf Kosten der Umwelt, Tiere und Pflanzen.
    Melches Recht hat der Mensch auf Ausbeutung anderer Lebewesen?
    Sattwerden? Vielleiht sollte gerade der Mensch sich etwas mäßigen.
    Und: Schon mal daran gedacht, wie viele Lebensmittel täglich auf dem Müll landen, weggeworfen, weil nicht perfekt aussehend, Brot, weil es nicht mehr frisch ist, Salat, weil der nicht ganz so knackig ist?
    Erbärmlich.

  • Birgit sagt:

    In einer Zeit, in der quasi jedes Schulkind seinen Stand anhand Statursymbolik wie Smartphone, Markenklamotten, Auto von Papa und Mama und möglichst dem angemessenen Eigenheim im angesagten Stadtviertel angepasst bekommt, wo jeder nicht nur Marmelade in allen Varianten und Brot in sämtlichen Sortierungen kaufen kann, schön verpackt in glitzerndes Cellophan, die Plastik-Lounge auf der Terrasse jedes Jahr austauscht und mancher sich aufputzt und aussieht wie eine baufällige Hütte im Neuschnee, pardon, wie kann dieses Handeln mit bewusstem Verzicht für Klima und damit Lebensqualität konform gehen?
    All diese Dinge werden toleriert, gerne hingenommen, dem eigenen Vergnügens Willen.
    Es fragt plötzlich keiner mehr nach Aspekten des Klimawandels, wenn er seine Bedürfnisbefriedigung gleich welcher Art ersucht.
    Es ist nicht zu ertragen, wenn gerade Stile einer gewissen Lebensart tagtäglich neu gelebt und offeriert werden, und andererseits mit mahnendem Finger auf die drohende Klimakrise hingewiesen wird.
    Und weiter wird getankt für viel Geld, Gerade heute am Montag.
    Oh ja, Entschuldigung, die Bahnen streiken ja.
    Ist das der einzige Grund?

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