
Steinhude (red). In den vergangenen Tagen wurden in den Grachten an der Uferpromenade in Steinhude vermehrt verendete Hechte festgestellt. Als wahrscheinlichste Ursache gelten die außergewöhnlich hohen Wassertemperaturen infolge der anhaltenden Hitzeperiode. Inwiefern auch in anderen Bereichen des Steinhuder Meeres Fische verenden, ist noch nicht bekannt.
Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN, Betriebsstelle Sulingen), die Domänenverwaltung des Landes Niedersachsen im Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, die Stadt Wunstorf und die Region Hannover beraten die Lage und haben dazu auch den Fischereiverein Steinhude und den Anglerverband Niedersachsen (AVN) hinzugezogen.
Messungen des AVN im Bereich Steinhude ergaben am vergangenen Samstag Wassertemperaturen von über 30 Grad, stellenweise bis zu 32 Grad Celsius. Gleichzeitig wurde ein Sauerstoffgehalt von 6,8 mg/l gemessen. Dieser reicht für Fische im Ruhezustand aus, kann bei erhöhter Aktivität jedoch zu gering sein.
Um die Situation nicht zu verschlimmern, sollten zusätzliche Sedimentaufwirbelungen vermieden werden. Verendete Fische sollten daher möglichst schonend vom Ufer aus eingesammelt werden. Der AVN hat seine Mitglieder gebeten, die Angeltätigkeit bis zu einer nachhaltigen Entspannung der Wassertemperaturen vorübergehend einzustellen, um die bereits stark belasteten Fischbestände zusätzlich zu schonen.
Der Baubetriebshof der Stadt Wunstorf hat sich bereit erklärt, tote Fische abzusammeln und in bereitgestellten Containern zwischenzulagern. Die Entsorgungskosten werden von der Domänenverwaltung des Landes Niedersachsen übernommen. Mit den gesunkenen Lufttemperaturen und dem aufkommenden Wind wird aus Sicht der beteiligten Behörden in diesen Tagen eine schrittweise Entspannung der Situation erwartet.
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