Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Frau stirbt beim Baden im Steinhuder Meer

24.06.2026 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 4

Am Dienstag kam es zu einem Badeunfall am Steinhuder Meer: Eine Frau konnte nicht mehr gerettet werden.

24.06.2026
Redaktion
2 Min.
Rettungsdienst im Einsatz (Archiv) | Foto: Schneider

Steinhude (red). Am gestrigen Dienstagnachmittag, am 23. Juni, ist es am Steinhuder Meer zu einem tödlich verlaufenden Badeunfall gekommen. Gegen 15.45 Uhr entdeckten andere Badegäste, dass eine Frau in der Nähe der Badeinsel Steinhude im Wasser trieb.

Die Frau wurde von mehreren Ersthelfern an Land gezogen, die auch erste Wiederbelebungsmaßnahmen versuchten. Andere Passanten alarmierten gleichzeitig den Rettungsdienst.

Reanimation erfolglos

Trotz des schnellen Eingreifens der Ersthelfer und der Rettungskräfte kam jede Hilfe für die Frau zu spät. Die 86-Jährige verstarb noch vor Ort, die Reanimationsversuche hatten nichts mehr bewirken können.

Die Polizei hat Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen, geht derzeit jedoch davon aus, dass es sich um einen Unglücksfall handelt. Fremdeinwirkung und damit eine mögliche Straftat wird nicht angenommen.

Ältere haben beim Schwimmen höchstes Risiko

Während regelmäßig vor jugendlichem Leichtsinn beim Baden in natürlichen Gewässern gewarnt wird, ist die allgemeine Gefahr beim Baden in höherem Alter oft weniger präsent. Dabei sind ältere Menschen beim Baden in freien Gewässern von allen Altersgruppen am meisten gefährdet: Ältere sind vor allem dann stärker gefährdet, wenn mehrere altersbedingte Faktoren zusammenwirken: Muskelkraft und Reaktionsfähigkeit nehmen mit zunehmendem Alter ab, wodurch beispielsweise plötzliche Belastungen schwerer zu bewältigen sind.

Die Badeinsel Steinhude wird oft zum „Einstieg“ ins Steinhuder Meer genutzt – geschwommen werden kann unmittelbar am Strand jedoch nicht, dazu ist das Wasser nicht tief genug (Archiv)

Ebenso verringert sich die Belastbarkeit des Herz‑Kreislauf-Systems, was Kälteschocks, Schwindel oder Herzprobleme begünstigt. Häufig kommen Vorerkrankungen hinzu, die im Wasser schnell lebensbedrohlich werden. Auch besteht die Gefahr, die frühere Leistungsfähigkeit zu überschätzen.

Keine Rettungsstation an der Badeinsel

So verzeichnete etwa die DLRG im vergangenen Jahr in der Statistik zu tödlichen Unfällen, dass von 393 Ertrunkenen in Deutschland 42 Prozent über 60 Jahre alt waren. Ein Jahr zuvor waren es sogar 48 Prozent in dieser Altersgruppe gewesen. Die meisten Todesfälle gab es dabei in frei zugänglichen Binnengewässern, insbesondere in Seen und Teichen. Ein Grund dafür: Es gibt dort oft keine Badeaufsicht, Rettungsschwimmer sind im Notfall nicht unmittelbar vor Ort. Auch auf der Steinhuder Badeinsel gibt es keine Rettungsschwimmerstation. Eine solche existiert am gegenüberliegenden Ufer, an der „Weißen Düne“ – dem Mardorfer Badestrand.

Aufrufe: 5760
[Anzeigen]
Politische Werbung für CDU-Bürgermeisterkandidat Martin Pavel (Transparenzhinweise)

Politische Werbung der SPD Wunstorf (Transparenzhinweise)









[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:
Politische Werbung der SPD Wunstorf (Transparenzhinweise)
Politische Werbung für CDU-Bürgermeisterkandidat Martin Pavel (Transparenzhinweise)

Kommentare


  • Anonym sagt:

    Was für ein schwachsinniger Artikel:
    „von 393 Ertrunkenen in Deutschland 42 Prozent über 60 Jahre alt waren.“
    Dass heißt, dass 58% der unter 60-Jährigen mehr gefährdet sind als die über 60-Jährigen.
    Wie dämlich muss man sein, um das nicht zu erkennen?
    Korrigiert mich gerne, wenn ich falsch liege…

    • Andreas sagt:

      Hier die Korrektur, weil es gar nicht schwachsinnig ist:

      58 % umfassen eine Spanne in Lebensalter von 60 Jahren (Bildlich gesprochen: Vom tragischen Unfall eines Kleinkindes bis zum übermütigen Teenager ist alles mit erfasst.)
      Zwar „nur“ 42 Prozent eine Spanne von max. 20 oder 25 Jahren.

      Die Intervalle sind doch unterschiedlich groß! Oder sind sie öfters schonmal 120jährigen im See oder Schwimmbad begegnet?

      • Anonym sagt:

        Andreas‘ Aussage, die Gruppe über 60 umfasse nur „maximal 20 oder 25 Jahre“, ist falsch. Die Gruppe reicht von 61 bis über 100 Jahre und ist nach oben offen. Außerdem reicht die bloße Breite eines Altersintervalls statistisch nicht aus. Eigentlich muss man berücksichtigen:

        wie viele Menschen zur jeweiligen Altersgruppe gehören;
        wie häufig sie überhaupt schwimmen, baden, angeln oder Wassersport betreiben;
        ob die DLRG-Fälle tatsächlich beim Schwimmen entstanden oder bei anderen Aktivitäten am und im Wasser.

        Die DLRG-Statistik betrifft allgemein tödliche Unglücke in Gewässern und nicht ausschließlich klassische Badeunfälle.

        Für eine wissenschaftlich genaue Aussage über das Risiko beim Schwimmen wären aber zusätzlich Daten über die tatsächliche Schwimmhäufigkeit der Altersgruppen notwendig.

      • Mathenerd sagt:

        Im Prinzip haben Sie ja recht, aber ein bisschen ironisch ist es ja schon, dass Sie von einer Spanne bis zu 25 Jahren schreiben, während es im Artikel um eine Frau zu geht, die 26 Jahre älter als 60 war…

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    [Anzeige]
    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779946
    info@auepost.de

    [Anzeigen]
    Politische Werbung für CDU-Bürgermeisterkandidat Martin Pavel (Transparenzhinweise)

    Politische Werbung der SPD Wunstorf (Transparenzhinweise)

    Artikelarchiv


    Am häufigsten gelesen
    Auepost auf …