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„Gemeinsame Power“: Wunstorfs Bürgermeister zum Jahreswechsel

24.12.2024 • Redaktion • 3 Min. • Kommentare: 11

Der Zusammenhalt in Wunstorf ist groß, sagt Bürgermeister Carsten Piellusch in seinem Grußwort zu Weihnachten und zum Jahreswechsel 2024/2025.

24.12.2024
Redaktion
3 Min.
Carsten Piellusch (Archiv) | Foto: Deppe/Dombrowski

Wunstorf (red). Wunstorfs Bürgermeister blickt zurück auf das Jahr 2024, in dem die Stadt auch vor schlimmen Ereignissen geschützt werden musste, aber zusammengestanden und Krisen gemeinsam bewältigt hat. Auch das Positive wird betont: Jubiläen wurden gefeiert, Bauwerke eingeweiht und neue Firmen begrüßt. Der Zusammenhalt in Wunstorf sei groß, und gemeinsam könne man dafür sorgen, dass Wunstorf auch in Zukunft etwas Besonderes sei.

Die Auepost gibt das Grußwort zu Weihnachten und zum Jahreswechsel von Carsten Piellusch im Original wieder:

Liebe Wunstorferinnen und Wunstorfer,

das Jahr 2024 neigt sich seinem Ende entgegen und die besinnliche Weihnachtszeit lädt uns ein, innezuhalten, zurückzublicken und Kraft für das kommende Jahr zu schöpfen. 2024 war ein Jahr voller Herausforderungen, aber auch voller gemeinsamer Erfolge. Grundlage dafür war der Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft. Als Sinnbild steht hierfür gleich der Jahresauftakt und das Weihnachts- und Winterhochwasser 2023/2024. Gemeinsam, sei es im Hauptamt, durch ehrenamtliches Engagement z. B. bei Feuerwehr, Johannitern oder THW oder durch die Unterstützung der Nachbarn, haben wir uns den Wassermassen entgegengestellt. Und wir waren erfolgreich. Wir haben unsere Stadt geschützt und Schäden minimiert. Dafür danke ich Ihnen allen von Herzen.

Das Thema Zusammenhalt spielte auch im weiteren Jahresverlauf eine große Rolle. Wir konnten zahlreiche Ortschafts-, Vereins- und Feuerwehrjubiläen feierlich begehen, z. B. 777 Jahre Großenheidorn und Klein Heidorn, 40 Jahre Kunstverein oder 100 Jahre Ortsfeuerwehr Luthe. Stadtweit konnten wir am 1. März 2024 auf 50 Jahre Verwaltungs- und Gebietsreform zurückblicken. Das „neue Wunstorf“ wurde geboren. Seitdem sind unsere 10 tollen und vielfältigen Ortschaften zu ihrem Glück vereint. Das verleiht uns gemeinsam mehr Power, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu meistern.

In wirtschaftlicher Hinsicht sind ebenfalls positive Entwicklungen zu verzeichnen, wie neue Geschäftsansiedlungen und -eröffnungen zeigen. Die Volksbank in Schaumburg und Nienburg hat ihre neuen Räumlichkeiten an der „Sölterkreuzung“, offiziell Hagenburger Straße 1, bezogen. Im Herbst eröffnete in demselben Gebäude sodann das Solarunternehmen PV Green seinen Wunstorfer Standort und gründete dort seine Franchisezentrale für Deutschland.

Unsere Innenstadt und der soziale Bereich wurden durch die Geschäftseröffnungen des Kleiderladens der Diakonie in der Nordstraße, des Sozialen Kaufhauses der Wunstorfer Tafel an der Neustädter Straße oder der Niederlassung der heilpädagogischen Praxis Kathrin Block in der Südstraße bereichert.

Gemeinsam konnten wir die Stadtentwicklung weiter vorantreiben. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des KRH konnte in diesem Jahr eingeweiht werden. Hinzu kommen noch die Eröffnung der Kita Mühlenaue, die Fertigstellung des Anbaus C+ am Hölty-Gymnasium. Damit ist die Außenstellenphase beendet und unser Traditionsgymnasium wieder auf einem Campus vereint.

Zugleich konnte die Basis für neue Bauprojekte geschaffen werden. Gleich zwei Spatenstiche wurden feierlich begangen – die Erweiterung von Brugg Pipes sowie der Bau einer Garnelenfarm durch K+S und Aquapurna, der nächste tierische Wunstorfer „Exportschlager“ nach dem Steinhuder Aal. Zuletzt konnten wir mit Airbus den Grundstein des Wartungszentrums für den A400M legen. Es geht voran in Wunstorf.

Die Feiertage bieten uns nun die Gelegenheit, ungeachtet internationaler und nationaler Turbulenzen, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die uns besonders wichtig sind, durchzuatmen und das zu feiern, was wirklich zählt: Zusammenhalt in der Familie und Gesundheit. Lassen Sie uns auch an diejenigen denken, die sich in dieser Zeit einsam fühlen oder nicht so viel Glück haben – eine kleine Geste kann viel bewirken. Auch das ist Zusammenhalt.

Mit einem positiven und optimistischen Blick auf das neue Jahr 2025 wünsche ich uns, dass wir weiterhin den Zusammenhalt leben, der unsere Gemeinschaft und unsere Stadt zu etwas Besonderem macht und mit dem wir sie gemeinsam in eine gute Zukunft führen können.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr! Möge das Jahr 2025 uns allen Gesundheit, Glück und Zufriedenheit bringen.

Wunstorf, im Dezember 2024
Carsten Piellusch
Ihr Bürgermeister

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Kommentare


  • Birgit N. sagt:

    Alle Neujahrsansprachen scheinen sich im Kern zu gleichen. Grosses Lob zur Schmückung (oder des Ausschmückens), ein (scheinbares) in-sich-Gehen mit Appell für Frieden und Einigkeit, auch einmal an die Armen zu denken und gleichzeitig den monströsen „Fortschritt“ anzupreisen ist Inhalt einer jeden.

    „Der nächste tierische Exportschlager“.
    Einfach nur eine hinsichtlich Tierliebe und Tierschutz herabwürdigende Äußerung.

    Genauso gut (oder natürlich schlecht)
    hätten die Worte „Eröffnung einer Schweinemastanlage“ dort stehen können, klingt aber nicht so „hoch“ tituliert.

    „Grosses Vorangehen“.

    „Denken Sie auch an die Einsamen.“ Welche große Worte für das reiche Wunstorf hier als Bitte oder Floskel?

    Und Airbus: Außer Spatenstich und grossen Worten …

    Sozialkaufhaus: Wer hat es ins Leben gerufen? Denen gebührt Dank.

    Wer sorgt für die Menschen bei der Tafel?

    Das „Neue Wunstorf“?

    Das „Alte Wunstorf“ hatte definitiv mehr schöne Natur, weniger unsinnige
    „Möblierung“, keine kostenexpansiven Neuerungen, deren Zweckmäßigkeit zu wünschen übrig lässt und auch Zweigstellen der Banken, die Service boten und das nicht nur stundenweise.

    Hyper Neuerungen, die Fragen aufwerfend, an Effektivität zweifeln lassen, Geschäftsaufgaben, warum nur, kein Zweifel, nur Lob.

    Sinnlose Häuserabrisse gab es auch
    weniger, sogar der „Ortskern „Steinhude“ gleicht mehr und mehr einer Abrisslandschaft.

    Indes hat man ohnehin Angst um jeden Baum, um Tiere auf der Badeinsel und vor jeder Willkür, die ohne Mitteilung erfolgt, rigoros und oft nicht mehr anwendbar.

    Neujahrsansprachen gleichen einander. Keine Affinität zu ihnen ist durch Nichtlesen zeigbar.

    Vielleicht auch, um die Feiertage friedvoller zu erleben.

  • Birgit N. sagt:

    Pardon, es muss heißen “ rigoros und oft nicht mehr abwendbar“.

    Mit Bitte um Korrektur.

  • Basti g. sagt:

    Gemeinsame Power sollen wir lachen ? Wie haben noch nicht einmal ein Hallenbad

  • Birgit N. sagt:

    Man muss keine Affinität zu Grußwort und Co. haben. „Gemeinsame Power“ und „Exportschlager Wunstorfs“ in Sachen Aal und Garnelen als Esswaren – ich frage mich, was diese Aussagen mit einem Grußwort zu tun haben, bei Letzterem Tierfreundlichkeit und Tierachtung eingeschlossen.

    Das „neue Wunstorf“: Nicht erwähnt sind die Unternehmen, die schließen mussten, Projekte, über deren Nutzen man streiten mag, Natur, die nicht mehr so ist, wie sie einmal war, abgerissene Häuser, Schier nicht enden wollende Baustellen… .

    Aber als Non plus ultra Hervorhebungen dem Lesenden entgegen zu tragen, die wohl nicht immer den Konsens zu berühmten Taten tragen, finde ich eines Grußwortes unpassend.

  • Analyst sagt:

    Unbestritten benötigt man „Gemeinsame Power“, um den Wagen gehörig gegen die Wand oder in den Dreck zu fahren.
    Ob man dann auch „Gemeinsame Power“ aufbringt, den Schaden wieder aus der Welt zu schaffen?

  • Bernd-Michael Rosenbusch sagt:

    Sie verschließen die Augen und suchen sich nur das raus, was Ihnen passt, sehr geehrter Herr Piellusch. In Ihren Jahresabschlussworten schreiben Sie, dass es vorangeht in Wunstorf. Ich frage Sie, wo? Hallenbad geschlossen (angebliche Personalprobleme), Baugebiet Vion in der Oststadt (eine Müllhalde und ein Schandfleck! Baustellen überall, die nicht fertig werden. Nein, es geht nicht voran – es geht bergab.

  • Birgit N. sagt:

    Besonders auffallend ist, dass bei diesem Grußwort die Personifizierung „Wir“ einen beträchtlichen Stellenwert der Ansprache beinhaltet, dass man sich fragt, ob der Unterzeichnende sich als Teilnehmer jeder der Ereignisse eingebracht, sie organisiert oder sie anderweitig vom Stapel rief. Das ständig wiederholte „wir“ bedeutend für eine „starke Gemeinschaft“ oder die in größter Einigkeit getragene Durchführung diverser Projekte hinkt schon allein wegen der eigentlichen Planungshoheit- und -ausführung eben solcher.

    Wie es sich zeigte, waren wohl nicht alle engagiert in „diverse Projekte“ eingebunden, so dass die blumig positive „starke Gemeinschaft“
    wohl nur aus den Anhängern des Grußwortverfassers zu bestehen scheint.

    Geschmacklos der „Wunstorfer Exportschlager“, die Hervorhebung des Airbuswerkes, was sicherlich als Unternehmen seinen Standort Wunstorf
    wählte, da es nur noch ein Lufttransportgeschwader der Bundeswehr gibt, ergo die Transportmaschine A400M eben dort vertreten ist und nicht wegen des „Neuen Wunstorfs“ oder der „tollen Stadt“.

    Die Stadtsparkasse Wunstorf ist geschluckt worden, ist also nicht als großartiges Ereignis darzustellen, die sagenhafte neue Volksbank sozusagen auch kein titulierbares „Eigenprojekt“.

    Auch wurde wohl keiner gefragt, als plötzlich alle Wunstorfer „Kleingemeinden“ ihre Namen im großen Wunstorf“ vereinigt wussten – man mag darüber streiten. Gebietsreform bedeutet auch Verlust der Eigenständigkeit, sei es auf sozialer oder politischer Ebene.

    Soziale Einrichtungen würden vielfach aus der Kraft unermüdlich für Andere tätigen Personen geschaffen, und mal eben an Andere zu denken, die es nicht so gut haben. Übergroß ist die menschliche Wärme und das Verständnis für soziale Randgruppen in Wunstorf wohl kaum.

    Überdies war die Erweiterung der Psychiatrieeinrichtungen schon länger geplant und nicht eine Errungenschaft des „Neuen Wunstorfs“.

    Ein Dank an Viele auszusprechen, ist sicherlich für gute Leistungen der besonderen Art ehrwürdig, aber ohne sich ständig als „wir“ mit hineinzubeziehen.

    • Inge sagt:

      Die raffinierte Einhegung über das „Wir“ kennen die so Zwangs-Kollektivierten schon seit 2015 zu genüge.
      Der Slogan „Wir schaffen das!“ hat aber ebenso geschickt offen gelassen, wer die Gruppe „Wir“ tatsächlich ist und was mit „das!“ konkret gemeint war.

      Langsam könnte es den Betroffenen ja dämmern, doch befürchte ich, dass deren tägliche TV-Konditionierung es ihnen verbietet, diesen Gedanken überhaupt denken zu dürfen, denn das würde erfordern, sich aus der eigenen Komfort-Zone zu bewegen, per Definition ein ganz böser Mensch zu sein, der nicht nur wie gewünscht lobt oder schweigt.

    • Benjamin sagt:

      Das „gemeinsame Power“ und das „Wir“, die das übliche egozentrische „Ich!“ ersetzen, sind Indikatoren, dass man eigentlich sagen will: „Ich war es ja nicht! Ich habe ja nur gemacht, was Ihr alle gewollt habt!“, obwohl man genau weiss, dass auch hier „Ihr alle“ nicht die Betroffenen selbst sind, sondern die übergeordnete Ebene, die „Leuchturm-Auftraggeber“ und „14Punkte“-Vorgeber. (obwohl es 17 SDG sind)
      Da schwingt wohl mittlerweile Angst mit. Die eigene Tat muss unbedingt in den Willen der breiten Masse umgedeutet werden.

  • DanniausWunsi sagt:

    Die diesjährigen Beerdigungen wurden geflissentlich nicht erwähnt:
    – Die Stadtsparkasse Wunstorf, die wirtschaftlich gut dastand, aber personell unter den Augen des Verwaltungsrates mit dem OB an der Spitze an die Wand gefahren wurde.
    – Die „Neue Mitte“ Wunstorfs auf dem ehemaligen Vion-Gelände.
    Zum Jahresrückblick gehört das dazu.
    Lassen Sie uns beiden Themen mit einer Schweigeminute gedenken.

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