
Wunstorf (red). Die Kolenfelder Straße wurde in den zurückliegenden Tagen zur Belastungsprobe für den Straßenverkehr: Eine Baustellenampel regelt hier wechselseitig den Verkehr, da eine Fahrspur für Bauarbeiten benötigt wird. Hintergrund ist der Neubau einer Bushaltestelle in diesem Bereich.
Die Folge: Im morgendlichen Berufsverkehr stehen die Autos auf der Kolenfelder Straße und bis in den Hasenpfahl zurück im Stau – und im abendlichen Berufsverkehr staut sich der Verkehr bis in den Burger-King-Kreisel hinein.
Am vorgestrigen Freitagnachmittag kam eine weitere ungeplante Belastungsprobe hinzu: Aus der Teilsperrung wurde für gut eine Stunde lang eine Vollsperrung. Ausgerechnet zum beginnenden Feierabendverkehr riss kurz nach 15 Uhr eine Hydraulikleitung an einem Baufahrzeug – und Hydrauliköl verbreitete sich über die Fahrbahn.


Die Feuerwehr Wunstorf wurde alarmiert und sperrte den betroffenen Baustellenbereich vollständig ab, der Baubetriebshof war ebenfalls im Einsatz. Die ausgelaufenen Betriebsstoffe wurden gebunden und schließlich von einer Fachfirma beseitigt.
Der Verkehr floss in dieser Zeit durch die Äbtissin-Jutta- oder die König-Ludwig-Straße an dem gesperrten Abschnitt der Kolenfelder Straße vorbei. Auch der Linienbusverkehr nahm diese Ausweichstrecken.



„Ohne Ampel läuft der Verkehr besser“, merkte ein Beobachter der Szenerie an. Tatsächlich wirkte der Stau geringer, während sich die Fahrzeuge Ausweichstrecken suchten, statt wie sonst zu dieser Zeit an der Baustellenampel zu warten.
Wie wäre es denn, wenn die Stadtplaner von Wunstorf dies zum Anlass nähmen und die Vollsperrung für diese und andere künftige Baustellen ebenfalls so durchführten – vorausgesetzt, dass es genügend sinnvolle Ausweichstrecken gibt, welche dann auch ausgeschildert werden sollten. Dann wäre die Baustelle – hoffentlich – viel schneller fertig und der Verkehr könnte großräumig drum herum geführt werden.
Die Bauarbeiter hätten im abgesperrten Bereich ihre Ruhe und das Ganze ist schneller durch. Ich bin da erst kürzlich durchgefahren und musste beobachten wie vor mir ein kleiner Radlader mit geladener Erde schnell in meine Richtung einscherte und direkt nach dem Baustellenbereich scharf rechts abbog und stehenblieb. Das ist für den Radladerfahrer Streß pur, wenn er nur in den Grünphasen die jeweilige Richtung benutzen kann und für die Autofahrer ist es ebenfalls irritierend.