Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Illegales Straßenrennen: Mit über 165 km/h auf der B441 nebeneinander gefahren – und die Polizei überholt

04.05.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 5

Eine kriminelle Fahrweise zeigten in der Nacht zu Freitag zwei Autofahrer in Wunstorf: Sie fuhren mehr als doppelt so schnell wie erlaubt auf der Landstraße – nebeneinander, die Gegenspur mitnutzend, und die Polizei überholend.

04.05.2026
Redaktion
2 Min.
Polizeifahrzeug in Wunstorf (Symbolbild) | Foto: Schneider

Wunstorf (red). Wie die Polizei gestern meldete, kam es in der zurückliegenden Woche zu einem illegalen Straßenrennen im Stadtgebiet Wunstorf. In der Nacht auf den 1. Mai, von Donnerstag auf Freitag, lieferten sich zwei Fahrzeuge auf der B441 auf Höhe Bokeloh ein Rennen.

Kurz nach 2 Uhr in der Nacht am gerade angebrochenen Maifeiertag war ein Streifenwagen der Wunstorfer Polizei aus Richtung Hagenburg zur Wunstorfer Kernstadt unterwegs. Dabei wurden die Beamten von zwei Autos überholt. Erkennbar war das für die Fahrer in den überholenden Fahrzeugen nicht – das Polizeiauto war ein Zivilfahrzeug.

Bei erlaubtem Tempo 70 das Gaspedal durchgetreten

Direkt vor den Augen der Polizei spielte sich nun das Geschehen ab: Während das eine Auto nach dem Überholen vor dem Polizeifahrzeug wieder einscherte, fuhr der zweite Wagen zunächst auf der Spur des Gegenverkehrs weiter.

Als die Autos im Bereich der 70er-Zone angekommen waren, gaben aber beide Fahrer Gas. Auch das dortige Überholverbot kümmerte sie offenbar nicht: Die Fahrzeuge beschleunigten jeweils stark und rasten nebeneinander weiter in Richtung Wunstorf. Dabei erreichten sie nach Angabe der Polizei eine Geschwindigkeit von über 165 Stundenkilometern.

Die Strecke zwischen Hagenburg und Wunstorf ist in großen Teilen alleeartig, die Straße ist zweispurig – je eine Fahrspur pro Richtung. Im Bereich des Abzweigs nach Bokeloh ist die Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 km/h herabgesetzt.

Strafverfahren läuft

Die Beamten konnten die Fahrer stoppen, sie wurden einer Verkehrskontrolle unterzogen. Mit hohem Bußgeld, mehreren Punkten in Flensburg und monatelangem Fahrverbot ist die Sache allerdings nicht mehr zu regeln. Nun übernimmt der Staatsanwalt: Ein Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens wurde gegen die Fahrer eingeleitet.

Bei einer Verurteilung droht eine Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder eine Geldstrafe. Führerscheine werden eingezogen und können für Monate bis Jahre nicht neu beantragt werden. Auch eine Beschlagnahmung der Tatfahrzeuge ist denkbar.

Alter der Fahrer, Fahrzeugtypen und Wohnort der Fahrer teilte die Polizei nicht mit.

Aufrufe: 4822
[Anzeigen]








[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


  • Frank sagt:

    Auffällig ist die Informationslücke am Ende des Artikels: Alter, Fahrzeugtypen und Wohnort der Fahrer wurden nicht mitgeteilt. Das ist für die Bewertung eines illegalen Straßenrennens nicht belanglos. Gerade Fahrzeugtyp und Alter würden viel über das typische Risikoprofil der Tat sagen. Man muss daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen. Aber man darf festhalten: Auch weggelassene Informationen sind Informationen — jedenfalls dann, wenn sie sonst bei ähnlichen Meldungen durchaus gern genannt werden.

  • Malte sagt:

    Kein Führerschein auf Lebenszeit wäre die bessere Antwort. Die beiden haben eindeutig gezeigt, daß sie nicht dazu in der Lage sind, sich an irgendetwas zu halten.

  • Basti g. sagt:

    Das ist täglich auf der Hochstraße egal ob Sportwagen oder Motorrad und keiner reagiert

    • Andreas sagt:

      Die Hochstraße ist auch einspurig je Fahrtrichtung ohne Mittelleitplanke?
      Oh, der Umbau muss ganz kurzfristig gewesen sein.
      Und bisher galten dort auch ganz andere Tempolimits.
      Das waren immer zwei ganz unterschiedliche Straßencharaktere.

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    [Anzeige]
    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779946
    info@auepost.de

    [Anzeigen]

    Artikelarchiv

    Auepost auf …