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Integrationsbeirat Wunstorf beschäftigt sich mit Vielfalt und Integration

06.03.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 7

Der Wunstorfer Integrationsbeirat kritisiert Rückschritte bei der Integrationspolitik. Duldungen reichen nicht: Flüchtlinge müssen jetzt einen Aufenthaltstitel haben, bevor sie bei der Integration unterstützt werden.

06.03.2026
Redaktion
2 Min.
Der Integrationsbeirat im Wunstorfer Rathaus | Foto: Stadt Wunstorf

Wunstorf (red). In seiner ersten Sitzung des Jahres begrüßte der Integrationsbeirat Wunstorf die Leiterin des Polizeikommissariats Wunstorf, Britta Schwarz, zu einem Gastvortrag. Sie nutzte die Gelegenheit, anhand ihrer beruflichen Laufbahn das Thema Vielfalt in der Polizei zu beleuchten und die damit verbundenen Entwicklungen aufzuzeigen.

Anhand ihres Werdegangs erläuterte Schwarz die Einführung interkultureller Kompetenzen und die Förderung von Vielfalt in der polizeilichen Arbeit in den vergangenen Jahren. Hierbei seien bereits in den 1990er Jahren Polizeibeamte sensibilisiert worden, dass Menschen mit Migrationsgeschichte unterschiedliche Erfahrungen mit der Polizei in ihren Herkunftsländern gemacht haben können, was in Einsatzsituationen zu Missverständnissen führen kann.

Zentrales Anliegen sei ein sensibles Vorgehen und gegenseitiges Verständnis. Auch im Polizeikommissariat selbst steigt die Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund kontinuierlich. Dies bringe nicht nur unterschiedliche Sprachkenntnisse mit, die bei Einsätzen von Bedeutung sein können, sondern stärke zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis.

Vogel erklärt Rucksack

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Einladung von Denise Vogel, Koordinatorin des Familienzentrums Stiftskita. Sie stellte ihre Arbeit vor, bei der im Bereich Integration das Familiensprachbildungsprogramm „Rucksack“ im Mittelpunkt steht. Dieses Programm unterstützt die elterlichen Erziehungskompetenzen sowie den Spracherwerb. Zusätzlich bietet das Familienzentrum vielfältige Angebote wie Spielgruppen und weitere Aktivitäten. Der Integrationsbeirat fördert diese Maßnahmen durch finanzielle Unterstützung zur Verbesserung der Ausstattung.

Integrationskurse erst später

Die Mitglieder des Beirats diskutierten zudem die aktuellen Regelungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, wonach geflüchtete Menschen derzeit keine Zulassung zu Integrationskursen erhalten. Dies betrifft insbesondere Personen mit Aufenthaltsgestattungen, Duldungen sowie Menschen aus der Ukraine – also nahezu alle, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. Erst mit Erteilung eines Aufenthaltstitels bzw. einer Aufenthaltserlaubnis besteht wieder ein Anspruch auf die Teilnahme an einem Integrationskurs, was unter Umständen mehrere Monate oder Jahre dauern kann.

Die Beiratsmitglieder kritisierten dieses Vorgehen als Rückschritt in der Integrationspolitik. Der Vorsitzende, Joaquim Braga, sagte dazu: „Es ist zu begrüßen, dass Menschen, die in unserer Kommune ankommen, früher arbeiten dürfen. Die Kürzung im Bereich Spracherwerb sehe ich jedoch sehr kritisch und sie müsste dringend überdacht werden.“

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    Dieser Verein sollte selber schon einmal Persisch/Farsi lernen – dann sind sie optimal vorbereitet auf die Millionen iranischer Flüchtlinge, die bald in Deutschland ankommen werden, weil sie von den USA und Israel zusammengebombt werden.
    Dann ist der Verein genügend sensibilisiert und besitzt genügend interkulturelle Kompetenzen.

    • centrodelmargine sagt:

      Diese anonyme Häme muss eine/r erst mal aufbringen! Kann sie/er sich toll fühlen.

      • Heike W. sagt:

        Alternativ immer hübsch konform zu sein (oder zu spielen), macht die Welt auch nicht besser.
        Fakten abwertend in Häme umzubenennen ist kein Lösung.

      • Richard sagt:

        Interessant ist der Vorwurf der „anonymen Häme“ ausgerechnet von einem Nutzer, der selbst unter einem Pseudonym kommentiert. Der vorherige Kommentar war zudem eine inhaltliche Meinung zum Thema – keine Häme.

        Noch auffälliger ist der Widerspruch zwischen Nickname und Auftreten: „centrodelmargine“ suggeriert eine Perspektive vom Rand oder eine Außenseiterposition. Der Kommentar selbst wirkt jedoch eher wie der Versuch, Ton und Meinung im Sinne der Mehrheitskonformität zu normieren.

        Vielleicht wäre es hilfreicher, auf die inhaltliche Aussage einzugehen, statt sie pauschal moralisch abzuwerten.

      • Anonym sagt:

        Darf ich Dir ein Taschentuch reichen?

  • N. sagt:

    Pardon, irgendwie diametral bei individueller Betrachtungsweise.

    Wenn auch nur annähernd in Sachen Integration, Hilfe bei Wohnungssuche und Unterbringung Menschen, die nicht der Integration wie im Artikel beschriebene, unterliegen, den Menschen aus diesem Lande geboten würde, wäre es auch eine willkommene Sache. Aber bei diesen – weit gefehlt.

    Arme Menschen will kein Vermieter, wie man es oft bei Wohnungsanzeigen liest, die können sehen, wo sie bleiben.

    Die Häuser, die der Stadt zur Verfügung gestellt wurden, kriegen andere.

    Gelungene „Integration“ bitte auch für arme Menschen, die keine Flüchtlinge sind!!!

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