
Wunstorf (ll/ds). Die Farbe Rot entwickelt sich zur neuen Signalfarbe für den Fahrradverkehr in Wunstorf. Auf manchen Radwegen ist Rot bereits die vorherrschende Komplementärfarbe, nun kommt eine weitere Spielart hinzu: Was auf den ersten Blick nur wie ein Sperrgitter wirkt, ist neu gebaute Fahrradinfrastruktur. An der Fahrradampel am Ende der Kolenfelder Straße ist sie in leuchtendem Rot entstanden.
Seit einigen Tagen stehen sie bereits an der großen Kreuzung vor der Hochstraße. Nicht nur Fahrradfahrer, auch Autofahrer, die unter der Bahnbrücke stehen oder auf die Hochstraße fahren, fragen sich nun: Was sind das für merkwürdige Stangen da an der Ampel?

Sie beseitigen ein Problem, das Radfahrer schon seit Jahren ärgert und das auch der Stadt immer wieder gemeldet wurde. Denn die Fahrradspur ist an dieser Stelle als Bedarfsampel eingerichtet, Radfahrer müssen genau wie Fußgänger einen Knopf drücken für grünes Licht. Der Schalter dafür war bisher aber genau am Ampelmast angebracht. Für Radfahrer bedeutete das lustige Verrenkungen auf dem Fahrrad, um an den Schalter heranzukommen: Das Vorderrad des Fahrrades hatte die Haltelinie schon überfahren und ragte oft bereits auf die Bundesstraße, bis man mit dem ausgestreckten Arm an den Knopf kam.


Und einen weiteren Effekt gab es: Wenn man als Fahrradfahrer so weit vorgefahren war, um den Knopf drücken zu können, stand man so dicht unter der Ampel, dass man die Ampelsignale nicht mehr erkennen konnte. Obwohl die meisten Fahrräder keinen Rückwärtsgang haben, musste man an der abschüssigen Stelle irgendwie wieder zurückrollen, um sehen zu können, ob die Ampel schon auf Grün gesprungen war. Gerade für ältere Radfahrer mit schwereren E-Bikes war das fast unmöglich.
Mit dem jetzigen Umbau hat sich diese Gefahrenstelle erledigt. Der Ampelknopf wurde vorverlagert, das neue Gerüst ermöglicht das Drücken für grünes Licht zum Überqueren der B441 nun einen Meter früher – und damit genau dort, wo Radfahrer normalerweise auch zum Stehen kommen.
Die horizontalen Stangen, die wie eine Stabilisierung der roten Ampelauslösesäule wirken, greifen dabei als Nebeneffekt auch noch eine Idee auf, die es bereits in anderen Ländern gibt: Hieran können sich Fahrradfahrer zusätzlich festhalten und beim Wiederanfahren bequem abstoßen, um zusätzlichen Schwung zu holen – mit den Füßen an der unteren Stange oder mit einer Hand an der oberen.

Noch haben die Radfahrer, die dort entlangfahren, das neue Angebot nicht so recht für sich entdeckt. Die meisten betätigen einfach nur den neu angebrachten Knopf – nur einige nutzen schon die Haltestangen zum besseren Vorankommen. Womöglich ändert sich das, falls weitere dieser praktischen Stangen im Wunstorfer Straßenverkehr hinzukommen.
Die waagerechte Haltestange ist zur Kabelführung vom Taster zur Ampel. Seit letztem Sommer war ich mit dem Straßebaulastträger in Wennigsen in Kontakt um den Schulweg für Kinder sicherer zu machen und nun endlich ist es umgebaut worden. Der Straßenbaulastträger wird jetzt hoffentlich auch noch die abgefahrenen Markierungen des Radweges gegenüber Kiosk Box auf die Fahrbahn malen, den hier kommen gerades größere Fahrzeuge den Radlern und auch zur Schule fahrenden Kindern, oft sehr nahe.
Endlich mal was wirklich Positives in Wunstorf. Der bisherige Zustand war schon sehr gefährlich. Schade, dass es bis zur Umsetzung immer so lange dauert.
Aber jetzt ist es zumindest fertig und ich finde es sehr gut.
Na sowas, bezahlt vom dussligen Steuerzahler
Und bald gibt es auch Sitze an den Fußgängerampeln, damit man sich ausruhen kann, während man auf grün wartet.
Kostet bestimmt 5000€ anstatt das Geld sinnvoll einzusetzen
Gute Sache, die Probleme hatte ich auch schon.
Anscheinend herrscht im „Wunstorfer Verkehrsministerium“ noch kein Personalmangel, zumindest nicht an Spaßvögeln. Diese sind ja gerade mit diversen Installationen höchst aktiv, ungefähr so wie die Unmengen an Rabenvögeln ziemlich genau da wo genau dieses neue „Dings“ steht
Die Dinger hat doch das Land installiert.
Der Straßenbaulastträger ist Niedersachsen weil Bundesstraße.
Ist trotzdem das Geld von uns Steuerzahlern
Ja es kostet Geld, aber dort ist seit jahren ein Haltestraifen aufgemalt und hinter dem Haltestreifen war der Drücker, für Kinder mit kurzen Armen nur zu erreichen wenn sie über den Haltestreifentreten und dann sind sie dicht an der Fahrbahn. Minimaler finanzieller Einsatz und eine super verbesserung für alle. Geldverschwendung aus Wunstorf sind die Parklets und gelb blaue Wunstorfschilder. Hier ists das Geld vom Land weil B-Straße.
Ich finde die Idee schon gar nicht schlecht, glaube aber auch das, damit mehr Geld in die Hand genommen wurde und das Hauptproblem immer noch nicht gelöst wurde. Ich fahre täglich an dieser Stelle mit dem Fahrrad entlang und diese Ampel ist für Fahrradfahrer meist eh nicht schneller als die andere und wenn die Ampel dann doch Mal Grün ist haben die Linksabbieger Autos auch Grün und können einen ummackeln! Ist mir genau so schonmal passiert! Wenn dieser Fehler nicht behoben wurde finde ich kann man die Ampel genauso gut weg lassen!
Diese Fahrradinfrastruktur ist gut und notwendig. Ich würde aber nicht so weit gehen zu sagen, dass wir uns damit den Verhältnissen in der Niederlande annähern. Es bleibt noch viel zu tun.
Dinge, die die Welt nicht braucht! Ich radle dort mehrfach in der Woche entlang und hatte noch nie die beschriebenen Probleme. Auch werde ich mich ganz bestimmt nicht dort festhalten, wo auch alle anderen mit ihren ungewaschenen Händen zuvor ihre Spuren hinterlassen haben. Das ganze ist bestimmt gut gemeint, aber für mich rausgeworfenes Steuergeld.