
Neustadt a. Rbge. (red). Ein ungewöhnlicher Unfall hat sich am gestrigen Mittwochabend in Neustadt zugetragen. Die Feuerwehr Neustadt wurde um 18.50 Uhr zum Stadtpark am Erichsberg an der Verlängerung Windmühlenstraße alarmiert. Die Anlage befindet sich mitten im Zentrum der Neustädter Kernstadt am historischen Stadtwall.
Das Einsatzstichwort für die Rettungskräfte lautete: PKW im Wasser. Da zu diesem Zeitpunkt unklar war, wie tief das Fahrzeug im Wasser stand und ob möglicherweise noch Personen darin eingeschlossen waren, wurden seitens der Notrufleitstelle umgehend mehrere Tauchergruppen aus der Region Hannover, die Feuerwehr Neustadt, die Feuerwehr Bordenau, die Neustädter Feuerwehr-Einsatzleitung, die Polizei, die DLRG sowie der Rettungsdienst inklusive Rettungshubschrauber alarmiert. Auch die Untere Wasserbehörde der Region Hannover wurde hinzugezogen.
Am Steuer gesessen hatte ein 66 Jahre alter Mann, der offenbar aus plötzlichen medizinischen Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hatte, wie die Polizei am heutigen Vormittag mitteilte. Mit im Fahrzeug als Beifahrerin war die 65 Jahre alte Ehefrau. Sie musste mitansehen, wie ihr Mann nicht mehr auf sie reagierte, von der Windmühlenstraße über einen Parkplatz in Richtung des Parks weiterfuhr, ein Geländer durchbrach, eine Steintreppe hinabrollte – und das Auto schließlich im Wasser stehen blieb.

Als die Feuerwehr an der Unfallstelle eintraf, hatten beide Insassen das Fahrzeug bereits verlassen können und wurden durch den Rettungsdienst betreut. Die Beifahrerin war bei dem Unfall unverletzt geblieben. Ihr Ehemann kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, Hubschrauber Christoph Niedersachsen konnte den Anflug abbrechen.
Der Mazda wurde später von einem Spezialunternehmen geborgen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Polizeischätzung auf etwa 25.000 Euro.
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