Wunstorfer Auepost
[Anzeige]

Mehrere tausend Euro weg: Wunstorfer Paar fällt auf Telefonbetrüger herein

06.04.2022 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 1

Ein Paar aus Wunstorf ist Opfer einer Variante des „Enkeltricks“ von Telefonbetrügern geworden: Um die angeblich anrufende Tochter vor dem Gefängnis zu bewahren, brachten sie tausende Euro an eine Straßenkreuzung in Mesmerode.

06.04.2022
Redaktion
2 Min.
Polizeifahrzeug Wunstorf
Fahrzeug der Wunstorfer Polizei (Symbolbild) | Foto: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Am gestrigen Dienstag haben Kriminelle mehrere tausend Euro von einem Ehepaar in Mesmerode erbeutet. Die Täter gaukelten am Telefon vor, die Tochter der Eheleute habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht – und dass die Eltern sie durch eine Zahlung vor der Haft bewahren könnten.

Am Mittag erhielt das Ehepaar einen Anruf einer Frau, die panisch ins Telefon schrie, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Als Nächstes war ein Mann am Telefon, der sich als Polizeibeamter ausgab und dem Paar ebenso von einem vermeintlichen Unfall der Tochter berichtete. Damit die Tochter nicht in Haft genommen werden würde, müssten die Eltern eine Kaution zahlen, wurde den Angerufenen mitgeteilt.

Die Angerufenen gingen von der Rechtmäßigkeit des Handelns des „Polizisten“ aus und legten sofort Bargeld in Höhe von mehreren tausend Euro in einen Briefumschlag. Die Betrüger hatten die Eltern angewiesen, das Kuvert zur Kreuzung Auhagener Straße/Auf der Worth/Bokeloher Straße in Mesmerode zu bringen. Dort würde ein Bote der Staatsanwaltschaft Hannover für die Übergabe bereitstehen. Die Ehefrau übergab an genau dieser Stelle den Umschlag an einen männlichen Mittäter. Dieser ging dann mit der Aussage, zu seinem Auto zurückzukehren, in Richtung der Sportplatzstraße weg.

Schwarz gekleideter Mittäter holt Geld ab

Die Ehefrau beschrieben den Mann als komplett schwarz gekleidet (Hose, Jacke, Basecap mit Schirm nach vorn, Mund-Nase-Bedeckung, Handschuhe, Tragetasche). Die „zentrale Ermittlungsgruppe Trick“ der Polizei Hannover, die auf Trickbetrügereien und Trickdiebstähle spezialisiert ist, ermittelt nun wegen der gewerbs- und bandenmäßigen Erpressung. Zu diesem Sachverhalt werden nun dringend Zeugen gesucht. Die Ermittler fragen: Wer hat verdächtige Personen im Bereich der Bokeloher Straße in Mesmerode gesehen? Wem ist dort ein fremdes Fahrzeug aufgefallen? Wer hat sonst verdächtige Beobachtungen gemacht und kann Hinweise geben? Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer (0511) 109-5555 zu melden.

Die Polizeidirektion Hannover weist eingehend darauf hin, bei Schockanrufen und Anrufen vermeintlicher Polizeibeamter kritisch zu sein. Weder die Polizei noch Staatsanwaltschaft fordern am Telefon zu Zahlungen auf. Am Telefon nie unter Druck setzen lassen: Bei Verdacht auf Betrüger auflegen und selbst den Notruf 110 wählen.
Aufrufe: 2130
[Anzeigen]








[Anzeigen]
Auepost wird unterstützt von:

Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Erster Gedanke, nach dem Lesen:
    „Wie dusselig kann man nur sein“ angesichts der altbekannten Maschen dieser betrügerischen Leuts.
    Mag durchaus zutreffen.

    Doch kann sich jemand ernsthaft davon freisprechen, sich nicht selbst auf perfide Art und Weise „übers Ohr hauen“ lassen zu können?
    Zumindest ich möchte mir das nicht anmaßen wollen!

  • Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    [Anzeige]
    Kontakt zur Redaktion

    Tel. +49 (0)5031 9779946
    info@auepost.de

    [Anzeigen]

    Artikelarchiv

    Auepost auf …