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Plötzlich steckt die Feuerwehr im Gefahrguteinsatz

06.07.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 0

Ausgerückt war die Feuerwehr in Hagenburg wegen eines ausgelösten Brandmelders – doch dann begann ein stundenlanger Spezialeinsatz.

06.07.2026
Redaktion
2 Min.

Hagenburg (red). Ausgelöste Brandmeldeanlagen sind Routine für die Feuerwehr: Häufig liegen dabei Fehlalarme vor, zu denen die Feuerwehr aber natürlich ganz normal ausrückt – denn es wird immer vom Ernstfall ausgegangen.

Keinen Fehlalarm erlebte die Feuerwehr Hagenburg-Altenhagen am gestrigen Sonntagnachmittag. Aber auch kein Feuer. Um 13.32 Uhr wurde die Feuerwehr inklusive des Einsatzleitwagens der Samtgemeinde Sachsenhagen alarmiert, als eine Brandmeldeanlage eines Alten- und Pflegeheims in der Hagenburger Schierstraße ausgelöst hatte.

Verdächtige Kanister

Auf den ersten Blick sah es glücklicherweise nach Fehlalarm aus: Ein Brand konnte von den Feuerwehrleuten nicht festgestellt werden. Allerdings fanden die Einsatzkräfte mehrere offene Kanister mit Reinigungsmitteln vor. Aus diesen strömte ein auffälliger Geruch.

Reinigungsmittel können, vor allem bei unklaren Mischverhältnissen, durchaus tückisch sein: Durch chemische Prozesse entstehen mitunter gefährliche Dämpfe und Reaktionen, die dramatische Folgen haben können.

Die Feuerwehr entschied sich schließlich dafür, die Behälter aus dem Gebäude nach draußen zu bringen. Unter Atemschutz wurden die Chemikalien ins Freie transportiert. Da das Mischverhältnis unklar war und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Reinigungsmittel die Brandmeldesensoren aktiviert hatten, wurde das weitere Vorgehen mit der Umweltschutzeinheit der Feuerwehr beraten: Die entsprechenden Fachberater waren nachalarmiert worden.

Bewohner werden untersucht

Die betroffenen Bereiche im Gebäude wurden letztlich mit Elektrolüftern belüftet, um die Konzentration entsprechend möglicher Dämpfe zu verringern. Der Rettungsdienst untersuchte zudem die Personen im Gebäude, Verletzungen konnten jedoch nicht festgestellt werden.

Nach über dreieinhalb Stunden konnte der Einsatz schließlich beendet werden. 20 Feuerwehrleute waren im Einsatz gewesen, dazu ein Rettungswagen des ASB sowie die Polizei mit einem Streifenwagen.

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