
Region (red). Im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Kampagne „Alcohol and Drugs“ hat die Polizeidirektion Hannover am 20. und 21. Juni gezielte Verkehrskontrollen in der Region durchgeführt. Ziel war es, potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig zu identifizieren und die Sicherheit im Straßenverkehr durch die Erkennung von Alkohol- und Drogenbeeinflussung zu erhöhen.
Während der Kontrolltage auf den Autobahnen sowie den Straßen in Garbsen, Langenhagen, Lehrte, Sehnde und Laatzen wurden insgesamt 176 Fahrzeuge überprüft. Dabei wurden sowohl mobile Kontrollen als auch stationäre Kontrollstellen eingesetzt. Die Maßnahmen zeigten eine hohe Wirksamkeit: Mehrere Verstöße wurden festgestellt, darunter auch schwerwiegende Fälle.
Auf der A 2, in Höhe Wunstorf, wurde ein polnisches Fahrzeug gestoppt, in dem zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren unterwegs waren. Bei der Kontrolle wurden neun Hundewelpen in drei kleinen Boxen auf der Ladefläche entdeckt – ohne Wasser, bei sommerlichen Temperaturen. Die Tiere stammten aus Moldawien und sollten nach Dortmund gebracht werden. Aufgrund tierschutzrechtlicher Bedenken wurden die Welpen in Absprache mit dem Veterinäramt sichergestellt und in ein Tierheim gebracht. Die beiden Männer wurden nach Feststellung ihrer Identität entlassen.
Ein weiterer besonderer Fall betraf einen Lastwagen mit Anhänger in Langenhagen auf dem Parkplatz bei der „Neuen Bult“, bei dem deutliche Ausfallerscheinungen des Fahrers beobachtet wurden. Nach eigenen Angaben nahm er regelmäßig starke Antidepressiva sowie Schmerzmittel ein. Die Weiterfahrt wurde von den Beamten umgehend untersagt und ein Strafverfahren eingeleitet.
Am Silbersee in Langenhagen kam es zudem zu einem Einsatz gegen eine Gruppe von fünf Heranwachsenden, die mehrfach versuchten, eine laufende Verkehrskontrolle zu stören. Im Rahmen der darauffolgenden Kontrolle weigerten sich die Fahrzeuginsassen, die Türen zu öffnen und ihre Personalien anzugeben. Zudem verdeckten sie ihre Gesichter. Das Fahrzeug wurde schließlich gewaltsam geöffnet. Der Fahrer wurde einer Blutprobe unterzogen – auch gegen ihn wird nun strafrechtlich ermittelt.
„Bei der Kontrolle wurden neun Hundewelpen in drei kleinen Boxen auf der Ladefläche entdeckt – ohne Wasser, bei sommerlichen Temperaturen.“
Da ist wohl eine Strafe aller Beteiligten fällig hinsichtlich Tierleid und Rücksichtslosigkeit der Beteiligten.
Profitgier zu Lasten unschuldiger Lebewesen, nicht nur in dieser Handlung bezeichnend als traurige Normalität dieser Zeit.
Identität der Verursacher feststellen und laufen lassen, irgendwie zu vereinfacht.