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Region Hannover führt die Bezahlkarte für Asylbewerber ein

14.03.2025 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 10

Asylbewerber in Wunstorf und anderen Regionskommunen haben bald nur noch 50 Euro pro Monat Bargeld zur Verfügung. Der Rest bleibt auf einer Bezahlkarte, mit der keine Auslandsüberweisungen mehr möglich sind.

14.03.2025
Redaktion
2 Min.
Kartenzahlung (Symbolbild)

Region (red). Spätestens Anfang Mai führt die Region Hannover eine Bezahlkarte für Asylbewerber ein. Mit diesem Schritt setzt die Region den Beschluss der Ministerpräsidenten um, landes- wie bundesweit einheitliche Standards einzuführen und damit Ungleichheiten zu vermeiden. Betroffen davon sind die aktuell 2.050 anspruchsberechtigten Flüchtlinge in den 20 Umlandkommunen der Region Hannover. In der Stadt Hannover gab es bereits eine Kartenlösung.

„Als Region Hannover bereiten wir die Einführung der Bezahlkarte vor, damit sie zeitnah eingesetzt werden kann. Es gab auch einige kritische Stimmen und Bedenken gegenüber der Bezahlkarte, dennoch ist es aus unserer Sicht richtig, ein einheitliches und vereinfachtes System in Niedersachsen und Deutschland zu etablieren, das allen Menschen den gleichen Zugang zu staatlichen Leistungen sichert“, so Regionspräsident Steffen Krach. Es werde sich zeigen, ob und wo vielleicht noch nachgebessert werden müsse. Das System der Bezahlkarte orientiert sich an der bundesweiten Regelung: Die Karte – ähnlich wie eine guthabengeführte Visakarte – wird monatlich mit einem festgelegten Betrag aufgeladen und ist nicht überziehbar. Auch Auslandsüberweisungen sind nicht möglich.

Abgesehen davon wird auf zusätzliche Schikanen, die technisch möglich wären, jedoch verzichtet: Es wird nicht eingeschränkt, welche Art von Waren mit der Karte erworben werden können, es sind keine Produkte von vornherein ausgeschlossen. Auch eine engere geographische Nutzung, als dass mit dem Kartenguthaben beispielsweise auch nur innerhalb der Region Hannover bezahlt werden kann, ist nicht implementiert.

Maximal 50 Euro Bargeld im Monat

Bargeldauszahlungen sind grundsätzlich nur bis zu 50 Euro monatlich möglich, der Rest – rund 400 Euro – verbleiben als reines Kartenguthaben. Ausnahmen gibt es jedoch: „In begründeten Einzelfällen, zum Beispiel für schwangere Frauen, soll es aber möglich sein, einmalig den Auszahlungsbetrag zu erhöhen, um den besonderen Bedarfen gerecht zu werden“, erklärt Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziales, Teilhabe, Familie und Jugend der Region Hannover. Der Grund dafür sind Entscheidungen mehrerer deutscher Sozialgerichte in der Vergangenheit: Diese hatten geurteilt, dass eine starre Bargeldobergrenze nicht rechtmäßig ist – es muss im Zweifel auf den Einzelfall geschaut werden.

Mit der Einführung der Bezahlkarte sollen einerseits die Asylbewerber entlastet werden, da die Karten auch ohne persönliches Vorsprechen aufgeladen werden können. Aber vor allem soll auch der Verwaltungsaufwand durch das neue Bezahlkartensystem deutlich reduziert werden.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Super Sache mit der bezahlkarte und wer mehr Geld ausgeben möchte muss sich halt mal nach Arbeit umsehen es werden in allen Branchen Mitarbeiter gesucht !

    • Grit D. sagt:

      #Basti G.

      Grundsätzlich möchte ich Ihnen zustimmen wollen.
      Jedoch dürfte Ihnen bekannt sein, dass es aufgrund von Vorschriften den arbeitswilligen (derer es zahlreich gibt!) ausländischen Neuankömmlingen nicht möglich ist, sehr zeitnah eine Tätigkeit aufzunehmen. Darüberhinaus müssen viele, die gerne einstellen möchten, an der Deutschen Bürokratie scheitern.
      So ist Differenzierung sicherlich angebracht.

  • Grit D. sagt:

    Zu diesem System wird jeder eine eigene Meinung haben.
    Für mich stellt stellt die Frage, inwieweit Geschäfte es ermöglichen werden, dass die Rechnungen für die dortigen Einkäufe auch mit der Brzahlkarte beglichen werden können.

    • Anonym sagt:

      „Für mich stellt stellt die Frage, inwieweit Geschäfte es ermöglichen werden, dass die Rechnungen für die dortigen Einkäufe auch mit der Brzahlkarte beglichen werden können.“

      Diese Frage stellt sich für niemanden in Deutschland.

      Es geht einfach um Folgendes:
      1) Arbeitsfähige Asylanten in Deutschland müssen arbeiten – ansonsten nach Hause und kein Geld mehr – Ende der Diskussion.
      2) Wenn ein arbeitender Asylant, welcher unseren Sozialsystemen NICHT auf der Tasche liegt, genug verdient, dass er an seine Familie im Ausland noch genug Geld überweisen kann – dann ist alles gut. Wer sollte einer solchen wertvollen Person irgendetwas vorschreiben wollen?
      3) Was aber nicht geht, sind die Geldüberweisungen an Kinder, welche illegale Asylanten gar nicht nachweisen müssen!

      Und es geht noch viel einfacher. Schauen wir uns einfach in Europa um – Dänemark hat gerade den „modus vivendi“ geändert und die eigenen Pull-Faktoren abgeschafft.

      Exakt das muss Deutschland ganz schnell nachholen, bevor wir zum kriminellen Armenhaus Europas werden.
      Alllerdings werden im Westen Deutschlands immer noch CDU/CSU, SPD und Grüne gewählt.

      Das zeigt mir deutlich, dass der Deutsche nur durch Schmerzen lernt.

    • Basti g. sagt:

      Die Neuankömmlinge bekommen eigentlich alles was sie zum Leben in einem friedlichen Land brauchen gestellt ! Die bezahlkarte ist nur für Extras und nicht für Luxusgüter

      • Anonym sagt:

        Deutschland ist schon seit 2015 kein wirklich friedliches Land mehr – siehe hier: http://www.messerinzidenz.de
        Friedlich sind unsere osteuropäischen Nachbarländer, wie Polen, Tschechienm Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

      • Grit D. sagt:

        @Basti G.

        Was bitte sind Ihrer Definition nach „Luxusgüter“ mir denen sich ganz vielleicht seitens Leistungsemofängern versorgt werden möchte?

        • Anonym sagt:

          Ein Luxusgut ist es meiner Meinung nach zum Beispiel, Bargeld in die alte Heimat zu schicken und dafür an der Tafel den einheimischen Rentnern die kostenlosen Nahrungsmittel streitig zu machen. Oder Kindergeld für Kinder im Ausland zu erhalten, welche es gar nicht gibt.
          Und mit einer Bezahlkarte ist es vorbei mit dem Geld außer Landes schaffen. Als das in einigen thüringischen Gemeinden eingeführt wurde, passierte Folgendes: ein größerer Teil der Asylanten war plötzlich Richtung Westen verschwunden und ein anderer Teil suchte sich plötzlich Arbeit. So what!

        • Basti g. sagt:

          Z.b. markenkleidung ! Oder brauchst du noch mehr Beispiele ? Erkläre ich dir Freitag bei Kaffee in der hindenburgstr

  • Grit D. sagt:

    @ Basti G.

    KA aus welchen Gründen Sie es nicht begreifen wollen, dass ich- wie schon so oft zum Ausdruck gebracht- kein Interesse habe mit Ihnen wo auch immer gemeinsame Kaffee zu trinken.
    So wollen Sie künftig von ungewünschten
    Einladungen absehen.

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