
Wunstorf (ds). Sandsäcke, Pumpen, Muskelkraft: Mit aller Anstrengung wird derzeit versucht, die Wunstorfer Kläranlage in Luthe vor der drohenden Überschwemmung zu sichern. Die Lage ist unübersehbar kritisch auf dem Betriebsgelände: Der Rasen um die großen Klärbecken hat sich in einen Sumpf verwandelt, das Grundwasser steht noch knapp 2 Zentimeter vom Beckenrand entfernt.
Die Kläranlage hatte in den vergangenen Tagen Pumpen für die Maßnahmen der Feuerwehr im Stadtgebiet zur Verfügung gestellt, nun braucht sie sie selbst: Die Feuerwehr brachte am Dienstagnachmittag Pumpen zurück, die nun direkt um die Klärbecken das einsickernde Grundwasser beseitigen sollen. Zum Schutz der Pumpe vor direkter Verschlammung werden diese nun provisorisch innerhalb von Metallfässern installiert, damit das Wasser zurückgedrängt werden kann.

Mit Sorge schaut Betriebsleiter Frank Fuhrmann auf den Stand des Leinehochwassers, das direkt am Betriebsgelände vorbeirauscht – normalerweise ist der Fluss einen halben Kilometer entfernt. Nun kann Fuhrmann direkt durch den Maschendrahtzaun am Erdwall direkt aufs Wasser schauen, das die Anlage bedroht. Denn die Barriere ist aufgeweicht, Wasser dringt ein aufs Gelände. Seit dem 1. Weihnachtstag wird der Bereich zusätzlich mit Sandsäcken verstärkt, auch am 26. Dezember wurden weitere Maßnahmen ergriffen und weitere Sandsäcke an neuralgischen Punkten aufgeschichtet.
Der Boden auf dem Gelände zur Seite des Leine-Hochwassers hat sich in Morast verwandelt: Nur noch in Gummistiefeln kommt man über das Gelände. Wer etwas fester in den Boden tritt, stößt schon fast aufs Grundwasser. Ein eigener Bagger der Anlage blieb während der zurückliegenden Arbeit bereits im Matsch stecken und musste mit einem Radlader wieder befreit werden.


Was passiert, wenn das Leine-Hochwasser wirklich die Anlagen erreicht? „Dann verziehe ich mich in eine Ecke und weine“, sagt Betriebsleiter Fuhrmann und meint das völlig ernst. In gelben Gummistiefeln steht er auch am 26. Dezember auf dem Gelände und organisiert die Akutmaßnahmen gegen das eindringende Wasser. Eigentlich wäre er jetzt im Weihnachtsurlaub, sorgt nun aber gemeinsam mit seinen Mitarbeitern dafür, dass die Abwasserinfrastruktur in der Stadt nicht zusammenbricht. Was eine Überspülung wirklich bedeuten würde, das mag er sich im Einzelnen noch gar nicht ausmalen. Abwasser und Leinewasser würden sich vermischen, Schlamm überall hindringen, das sensible Kläranlagensystem und die Technik zerstört, die Umwelt belastet.
Die Stadtverwaltung ruft unterdessen dazu auf, in den Haushalten nur wenig Abwasser zu produzieren, um die Kläranlage nicht zusätzlich zu belasten – jeder Liter, der aktuell nicht in Richtung Luthe fließt, hilft. Auf lange Spülmaschinengänge, Wäschewaschen oder Baden sollte verzichtet werden, lautet die Bitte.



Für die Feuerwehren der Stadt bedeutet die sich zuspitzende Lage einen neuen Schwerpunkteinsatz: Am Mittwoch, den 27. Dezember, sollen tausende weitere Sandsäcke zur Stabilisierung des Kläranlagengeländes verteilt werden. Ein Großeinsatz steht bevor. Sollte sich die Situation in der Anlage schneller als erwartet verschärfen, könnten bereits in der Nacht die Sirenen heulen.


Vielleicht hat es auch der Steffen nicht verstanden.
Artikel nochmal lesen, nachdenken, dann Frage die sich selbst beantworten.
Was hat denn Dominik im Artikel gefunden, was es erklärt?
Warum so geheimnisvoll? Nun mal Butter bei die Fische!
Ich finde nur Input, der das Eindringen von Flutwasser beschreibt und keine Auswirkungen, wenn Wasser aus den Becken heraus überlaufen würde. Dieses Überlaufen wurde sogar eher verhindern, dass destruktives Fremdwasser in die Anlage eindringt.
Darüber hinaus ist die Leine keinen halben Kilometer vom Klärwerk entfernt, wie es im Artikel steht, sondern die Hälfte (250m).
Einfach nur erschreckend!
Den Einsatz der vielen Helfer von der Feuerwehr, die die Weihnachtstage sicherlich auch lieber anders verbracht hätten, kann man gar nicht hoch genug schätzen.
Vielleicht aber sollte die Stadt überlegen, die Kläranlage zeitnah mit einem massiven Deich bzw. Wall (ähnlich wie im Küstenschutz, nur nicht ganz so hoch) auszurüsten, um zukünftig besser auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein. Durch die Klimafolgen wird sowas zukünftig ja leider öfter zu erwarten sein. In einem solchen „Hochwasserwall“ wäre das Geld sicherlich besser aufgehoben als in manch anderem kostspieliegen Projekt im Stadtgebiet…
Wenn das Wasser für solch eine Anlage wirklich so bedrohend ist hätte der Herr Fuhrmann doch schonmal Jahre voraus eine Mauer aus betonwinkelstützen drumbauen lassen müssen !
Betonwinkelstützen? Tja, die helfen bei Hochwasser leider gar nicht. Erst informieren, dann meckern.
Klingt logisch, dass Sandsäcke deutlich besser sind, als Betonwinkelstützen.
Im Nachhinein nicht aber wenn man die vorher einbaut klappt das sehr gut
Hätte Hätte Fahrradkette!
Hab ihr keine anderen Probleme ihr Schlaumeier?
Erstmal besser machen bei diesem Jahrhunderthochwasser.
Der andere Probleme Habende, besser machende Ober-Schlaumeier hat gespochen!
Er hat keine Fahradkette?
Das war doch kein jahrhunderthochwasser ! Man muss nicht alles dramatìsieren dann lieber mit anpacken
Zitat: „Die Stadtverwaltung ruft unterdessen dazu auf, in den Haushalten nur wenig Abwasser zu produzieren, um die Kläranlage nicht zusätzlich zu belasten – jeder Liter, der aktuell nicht in Richtung Luthe fließt, hilft. Auf lange Spülmaschinengänge, Wäschewaschen oder Baden sollte verzichtet werden, lautet die Bitte.“
Hat die Stadverwaltung nicht verstanden, dass Leine-Wasser in die Anlage zu laufen droht und nicht umgekehrt?
Wie hilft denn jeder Liter, der nicht nach Luthe fließt, konkret?
Dass der Wassserstand des Hochwassers nicht weiter steigt, wohl kaum.