
Steinhude (red). Am gestrigen Samstag, den 29. August 2026, kam es auf dem Steinhuder Meer zu einem größeren Rettungseinsatz. Ein Kitesurfer war plötzlich verschwunden, seine Begleitung hatte ihn aus den Augen verloren. Auch beim für diesem Fall vereinbarten Treffpunkt erschien der Surfer dann nicht.
Aus Sorge, der Sportler könnte sich in Schwierigkeiten befinden, wurde ein Notruf abgesetzt, der bei der Wunstorfer Polizei auflief. Das setzte eine umfangreiche Rettungsaktion in Gang.
Gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr und der Wasserrettung wurden das Steinhuder Meer und seine Ufer nach dem Vermissten abgesucht. Dazu kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.
Der verloren gegangene Surfer wurde schließlich auf dem See entdeckt. Er war vom Wind abgetrieben worden und hatte es aus eigener Kraft nicht mehr zurück zum Ufer geschafft. Die Einsatzkräfte holten den Mann aus dem Wasser und brachten ihn in einem Einsatzboot zurück an Land. Er blieb unverletzt.
Einsätze wie diese kommen am Steinhuder Meer immer wieder vor. Es wird dabei stets vom schlimmsten Szenario ausgegangen: dass der Vermisste in akuter Lebensgefahr schwebt. Die Gefahr des Steinhuder Meers ist dabei seine Ausdehnung: Zwar ist Niedersachsens größter See nicht besonders tief, das Risiko des Abtreibens weit auf den See hinaus bei ungünstigen Windverhältnissen wird jedoch bisweilen unterschätzt.
Von Land aus sind im Wasser treibende Menschen schnell nicht mehr zu erkennen, gerade Kitesurfer legen schnell große Distanzen zurück. Weitab vom Ufer entsteht bei Entkräftung dann auch in flacherem Wasser Lebensgefahr, sodass es bei Rettungseinsätzen, wenn ein Sportler hilflos auf dem Steinhuder Meer vermutet wird, besonders auf Schnelligkeit ankommt.
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