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VESM baut eigene Expertise auf: Neue Ideen zur Bewahrung des Steinhuder Meers gesucht

29.04.2025 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 3

Der Verein zum Erhalt des Steinhuder Meers (VESM) kam im März zur Jahreshauptversammlung zusammen. Inzwischen sind im Verein über 100 Mitglieder organisiert.

29.04.2025
Redaktion
2 Min.
Der Vorstand des VESM | Foto: privat

Großenheidorn (red). Am 27. März fand die VESM-Mitgliederversammlung bei der Baltischen Seglervereinigung in Großenheidorn statt und war gut besucht.

Bestätigt wurden Wilhelm Bredthauer als stellvertretender Vorsitzender und Ursula Müller-Krahtz als Schriftführerin. Neuer Kassenprüfer ist Heiko Gruschka. Weitere Wahlen zum Vorstand stehen erst nächstes Jahr wieder an. Außerdem kann der Verein von einer soliden Kassenlage und inzwischen mehr als 100 Mitgliedern berichten. Die Entlastung des Vorstandes war also Formsache. Als neues Mitglied hat sich die Jugendherberge Mardorf vorgestellt.

Filmvorführung

Ungewöhnlich und sehr gelungen war der Einstieg mit dem Film von Dieter Hermann, einem früheren NDR-Mitarbeiter, über das Steinhuder Meer und den VESM. Der halbstündige Film zeichnete die Geschichte des Steinhuder Meeres von seiner Entstehung Ende der letzten Eiszeit bis in unsere Tage nach. Enthalten sind Wortbeiträge von Wilhelm Bredthauer, Ernst Greten, aber auch Jürgen Engelmann, dem Vorsitzenden des Heimatvereins.

Auch im Film immer wieder verwoben und thematisiert war das große Problem dieser Tage: die drohende Verschlammung und Verlandung des Steinhuder Meeres wurde lebhaft und mit Wissen von Beobachtern und Nutzern wie dem Fischer Ulrich Balzer erzählt. Das führte unmittelbar zum Bericht des Vorstandes über die geleistete Arbeit in 2024 und den Ausblick auf dieses Jahr.

Expertise aufbauen

Im Verein möchte man eigene Expertise aufbauen. Dazu beigetragen hatte im vergangenen Jahr die Radtour mit fachkundiger Begleitung durch August Lustfeld, den früheren Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft Nienburg, und Jörg Prante, den früheren Dienststellenleiter des NLWKN. Auch in diesem Jahr soll es wieder eine entsprechende Radtour geben. Weitere Informationen holte man sich beim Besuch des Moor-Informationszentrums im Ahlenmoor zum Aspekt der (Wiedervernässung früherer Moore.

Es werden zudem Messgeräte beschafft, um eigene Tiefenmessungen im Steinhuder Meer vornehmen zu können. So will der Verein die Veränderungen der Wassertiefe und mutmaßliche Bewegungen oder auch Verlagerungen und die Zunahme des Schlamms nachweisen und weitere Argumente für das Vorhaben einer grundlegenden Entschlammung sammeln.

Der Vorstand wird seinen Einfluss bei der Entstehung des See-Entwicklungsplans 2 geltend machen, damit die Belange der Anwohner, Nutzer und Wassersportler Berücksichtigung finden. Das Handeln Vereins steht unter dem Vorsatz: „Wir möchten die Interessen am Steinhuder Meer zusammenführen und das Bewusstsein schaffen, dass der See erhaltenswert ist“. In diesem Sinn wurde angeregt, eine öffentliche Diskussionsveranstaltung mit allen relevanten, also auch kontroversen Meinungsträgern und Akteuren ins Leben zu rufen.

Pläne für 2025

In diesem Jahr will man die begonnenen Versuche mit Steinhuder Meerschlamm fortführen. Nachdem der Schlamm in den angelegten Versuchsbecken über den Winter getrocknet ist, werden nunmehr Niedermoorgewächse angepflanzt. Der Versuch soll zeigen, ob sich die abgetorften Flächen im Bereich Mardorf/Schneeren/Neustadt zum Wiederaufbau des Moores eignen und damit eine Alternative zur bisherigen Schlammbehandlung darstellen.

Den Kontakt zu den Entscheidungsträgern in den Behörden ARL, NLWKN und Region Hannover sowie zu Vertretern der Politik will man aufbauen und intensivieren. Ebenfalls mehr Öffentlichkeitsarbeit steht auf der Agenda, unter anderem beim Steinhuder Schützenfest wird man wieder dabei sein.

Auch eine sogenannte Kerngruppe, gebildet aus Vorstand und aktiven Mitgliedern, soll monatlich zusammenkommen. Die Treffen werden auf der Hompage angekündigt, jedes Mitglied kann bei Interesse auf Voranmeldung daran teilnehmen.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    Kann mich bitte jemand aufklären, warum der Segelverein „Baltische Seglervereinigung“ heißt?
    Ich meine, das Baltikum liegt ein Stück weg und auch auf der Website habe ich keine Erklärung finden können. 1878/1940 – zweimal gegründet?

  • Birgit sagt:

    Ja, ja, die Eigenarten einer „Binnenseeflotte“ und Titulierungen sind nicht für jedermann verständlich.

  • Birgit sagt:

    Bleibt zu hoffen, dass es sich ausschließlich um die Belange des Meeres handelt, um Naturschutz und Achtung vor Lebewesen und ihrem Habitus und nicht um die Interesse von Wassersportlern und Co.!

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