
Wunstorf (red). „Ein paar Minuten später, und es wäre alles ganz anders gelaufen.“ So sieht die Polizei Wunstorf das Geschehen an der Hochstraße am zurückliegenden Freitag.
Dort war es am frühen Nachmittag kurz vor 13.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall gekommen, der aber noch weitaus schlimmere Folgen hätte haben können – aber wohl ganz vermieden worden wäre, wenn die Ampelanlage an dieser Stelle funktioniert hätte.
Auslöser war ein Ausfall der Ampelanlage an der Ecke Kolenfelder Straße/Hochstraße. Eine 20 Jahre alte Radfahrerin war dort, von der Kolenfelder Straße aus kommend, korrekt den straßenbegleitenden Radweg in Richtung der Kreuzung unterwegs.
Mangels funktionierender Fahrradampel versuchte sie, die Hochstraße auf Sicht zu überqueren, um danach wie vorgesehen weiter in Richtung Innenstadt zu fahren. Vorfahrt hat dort in diesem Fall der querende Verkehr, wenn die Ampeln ausgefallen sind.
Die 20-Jährige vergewisserte sich offenbar, dass aus Richtung Luthe über die Hochstraße kein Verkehr kam, übersah dabei jedoch, dass von der anderen Seite aus Richtung Innenstadt sich zwei Fahrzeuge näherten.
Der vorausfahrende Fahrer machte daraufhin eine Vollbremsung – und sein Suzuki kam gerade noch rechtzeitig vor der Radfahrerfurt zum Stehen. Es kam zu keiner Berührung mit der Radfahrerin, diese blieb unverletzt.
Allerdings fehlte dem Fahrer des zweiten Fahrzeugs hinter dem Suzuki, einem Volvo, die Zeit zum Reagieren. Dem Volvofahrer gelang es nicht mehr, rechtzeitig zu bremsen, und fuhr auf den Suzuki auf. Dabei wurde die Beifahrerin, die im Volvo saß, verletzt. Sie wurde nach der Erstbehandlung vom Rettungsdienst zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus nach Neustadt gebracht. Volvo- und Suzukifahrer blieben unverletzt.
Noch während der Unfallaufnahme durch die Polizei erschien die Fachfirma, die mit der Reparatur der Ampelanlage beauftragt worden war.
Die Ampelanlage am anderen Ende der Hochstraße am Luther Weg kurz vorm Abknick nach Luthe ist unterdessen weiterhin defekt und muss aufwändiger instandgesetzt werden – dort wurde inzwischen ein Tempo-30-Abschnitt eingerichtet, damit während der Zeit des Ausfalls dennoch sicher abgebogen werden kann.
Wenn sich die Leute auf der B441 an die 30km/h halten würden, wäre es noch besser. Dort wird man ja schon angehupt, wenn man sich an die Regeln hält.
Ja, da haben Sie Recht, es läuft erheblich besser. Noch schöner / angenehmer wäre es wenn die Ampel am ZOB und Abzweig nach Schloß Ricklingen Nachts auch abgeschaltet werden könnte.
Stimmt. Auch die Ampel vor dem Mittellandkanal nervt morgens, zumal auch die anscheinend defekt ist. Alternativ könnte man zeitnah mal alle Ampeln reparieren, vorrangig die bei Schlori, aber das ist wohl zuviel verlangt.
Kann es sein, dass es zur Zeit ein generelles Ampelproblem in Wunstorf gibt? Ständig ist irgendeine Ampel aus… Oder ist das etwa zeitgesteuert, also beabsichtigt?
Die Ampelanlage am Ortseingang darf gerne dauerhaft ausgeschaltet bleiben. Der Verkehr läuft viel besser als wenn sie in Betrieb wäre.