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Vollsperrung der Hochstraße in Wunstorf

19.03.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 10

Zu Ende des Monats wird die Fahrbahn der Wunstorfer Hochstraße instand gesetzt. In drei Nächten wird die Hauptverkehrsachse aus Richtung A2 durch Wunstorf voll gesperrt. Auch danach und dazwischen kommt es noch zu Einschränkungen.

19.03.2026
Redaktion
2 Min.
Die Hochstraße wird voll gesperrt, die Fahrbahn vor und hinter der Brücke wird in dieser Richtung erneuert (Archiv)

Wunstorf (red). Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) führt weitere Sanierungsarbeiten an der Hochstraße in Wunstorf durch. Die Straße, die ein Teil der B441 ist und die Hauptverkehrsströme aus Richtung Autobahn und Luthe durch Wunstorf über die Bahnstrecken hinweg leitet, muss dafür drei Nächte lang voll gesperrt werden.

Es wird zu beiden Seiten des Brückenbauwerkes an der Fahrbahnoberfläche gearbeitet werden. Betroffen ist allerdings nur die Fahrtrichtung stadteinwärts: Gesperrt wird ab der Einmündung zum ZOB. Die Gegenrichtung (von der Kernstadt Wunstorf nach Luthe oder zur A2) ist nicht betroffen und bleibt befahrbar.

Drei Nächte gesperrt

Die Arbeiten beginnen am 23. März abends und werden am 26. März morgens beendet sein. Jeweils zwischen 20 und 6 Uhr wird an der Fahrbahn gearbeitet. Die nächtlichen Zeiten wurden gewählt, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr möglichst gering zu halten – nachts ist die Hochstraße deutlich geringer frequentiert als tagsüber. Außerdem wurden die Arbeiten zusätzlich in die Schulferien gelegt.

Vollsperrung:
23.03.2026 ab 20 Uhr
24.03.2026 ab 20 Uhr
25.03.2026 ab 20 Uhr

Aus fachlichen Gründen und zum Schutz der Mitarbeiter müssen die Arbeiten unter teilweiser Vollsperrung erfolgen. Fräsarbeiten und Asphaltarbeiten sind geplant. Die Verkehrsteilnehmer werden mit Plantafeln auf die Sperrung hingewiesen, eine Umleitung wird ausgeschildert.

Tagsüber: Geschwindigkeitsreduzierung

Da Fräs- und Asphaltarbeiten nicht zeitgleich in einer Nacht ausgeführt werden können, darf die abgefräste Fläche tagsüber nur mit verminderter Geschwindigkeit befahren werden. Entsprechende Schilder werden aufgestellt.

Aber auch tagsüber und in den folgenden Tagen wird es Einschränkungen auf der Strecke geben. Denn ab dem 26. März werden Restarbeiten durchgeführt, dann jedoch nicht mehr unter Vollsperrung. Für zwei Tage wird dann jeweils nur ein Fahrstreifen gesperrt sein.

Teilsperrung: 
26.03.2026
27.03.2026

Restarbeiten bedeutet, dass die Fahrbahnmarkierungen wieder aufgebracht werden, außerdem wird die Elektronik der Ampelanlagen wieder mit den Sensorschleifen in der Fahrbahn verbunden.

Abbiegen zum ZOB nicht möglich in einer Nacht

In der Nacht vom 23. auf den 24. März ist außerdem die Zufahrt zur Bahnhofstraße/zum ZOB aus Richtung der Autobahn kommend nicht möglich. In den beiden folgenden Nächten ist die Zufahrt wieder frei. Im weiteren Bauablauf ist nur in der Nacht vom 25. auf den 26. März die Ausfahrt aus der Richthofenstraße auf die Hochstraße nicht möglich.

Sämtliche Rettungsdienste inklusive der Polizei und der Feuerwehr sowie der öffentliche Nahverkehr sind über die Arbeiten informiert. Die Stadt Wunstorf bittet um Verständnis für mögliche Unannehmlichkeiten. Ortskundigen wird empfohlen, den Bereich zu umfahren.

Umleitung über die Kolenfelder Straße

Der Verkehr aus Richtung A2, der über die B441 fährt, wird während der Vollsperrungen ab der Abfahrt ins Industriegebiet Süd/Luthe umgeleitet, dort beginnt die ausgeschilderte Umleitung. Diese führt über die Adolf-Oesterheld-Straße am Gewerbegebiet vorbei zur L392 zur Einmündung nahe der Mittellandkanalbrücke – und erst von dort wieder Richtung Kernstadt. Über die Kolenfelder Straße gelangt der nächtliche Verkehr dann wieder zurück auf die B441 am anderen Ende der Hochstraße.

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Kommentare


  • Pia sagt:

    In Wunstorf entsteht zunehmend der Eindruck, dass Verkehrswege nicht verbessert, sondern Schritt für Schritt geschwächt oder ganz beseitigt werden.

    Am Luther Weg ist der frühere Übergang weg. Ein nutzbarer Ersatz ist bis heute nicht erkennbar. Und selbst nach den damaligen Ankündigungen geht es dort ja nicht mehr um einen vollwertigen Verkehrsweg, sondern allenfalls noch um einen künftigen Durchgang für Fußgänger und Radfahrer. Für Autos wäre diese Verbindung also ohnehin dauerhaft abgeschnitten.

    Jetzt kommt mit der Hochstraße die nächste wichtige Achse hinzu, die zumindest zeitweise voll gesperrt wird. Offiziell geht es zunächst um Belagsarbeiten. Nur haben viele Bürger inzwischen allen Grund, bei solchen Maßnahmen misstrauisch zu werden. Denn niemand kann ausschließen, dass im Zuge solcher Arbeiten weitere Schäden sichtbar werden und daraus dann schnell weitergehende Sperrungen folgen.

    Genau das ist das Problem: An immer mehr neuralgischen Stellen ist etwas dicht, eingeschränkt oder bereits ganz verschwunden. Und gleichzeitig werden frühere Verbindungen nicht gleichwertig ersetzt, sondern bestenfalls nur noch verkleinert zurückgedacht.

    Die einfache Frage lautet deshalb: Was wird in Wunstorf eigentlich noch besser verbunden – und was wird nur noch Stück für Stück abgeschnitten?

    • Jerry M. sagt:

      Man kann es nicht jedem recht machen. Selbst wenn Du übers Wasser gehst, kommt einer fragt Dich, ob du zu blöd zum schwimmen bist…

      Dass bei der Instandhaltung /-setzung von Straßen und Brücken auch Sperrungen erforderlich sind, sollte erkenntlich auf der Hand liegen. Werden Bauarbeiter vom fliessenden Verkehr verletzt, ist das Geschrei auch groß.

      Ich freue mich, als betroffener Autofahrer, dass hier was getan wird, BEVOR die Traglast der Brücke nicht mehr ausreicht. Und ja, wenn man bei den Bauarbeiten weitere Probleme aufdeckt, um so besser. Wenn der Klotz einfach zusammenbrechen würde, wäre die Unzufriedenheit berechtigter Weise deutlich größer.

    • Mike sagt:

      Liegt einfach daran, dass unter konservativer Politik, ob auf Bundesebene und unter Eberhardt massiv gespart worden ist und jetzt der Investitionsstau angebaut werden muss, auch mit unerwarteten neuen Baustellen. Was soll am den an Ihrer Stelle sonst machen? Die Straßen weiter vergammeln lassen? Die Hochstraße muss im Zuge der Übergabe der Straße an die Kommune saniert werden. P.s. Der Luther Weg wäre nach der Deutschen Bahn komplett weggewesen. Nur durch einen Kompromiss der Stadtverwaltung und der Bahn wird es jetzt eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer geben.

    • Anonym sagt:

      „Offiziell geht es zunächst um Belagsarbeiten. Nur haben viele Bürger inzwischen allen Grund, bei solchen Maßnahmen misstrauisch zu werden. Denn niemand kann ausschließen, dass im Zuge solcher Arbeiten weitere Schäden sichtbar werden und daraus dann schnell weitergehende Sperrungen folgen.“

      Genau das dachte ich mir auch. Im Übrigen könnte es noch schlimmer kommen – so wie bei der Dresdner Carolabrücke. Dort haben sie äußerliche Schäden festgestellt an allen drei Brückenzügen. So hat man dann nach und nach mit – eben – Belagsarbeiten begonnen und zusammengekracht ist sie dann trotzdem.

      Natürlich ist das eine, ein Spannbeton-Brückensystem über einen Fluss und das andere eine Spannbeton-Hochstraße / Viadukt. Aber beide Bauwerke stammen aus derselben Spannbeton-Ära der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie liegen altersmäßig sehr nah beieinander.

      Die Hochstraße hat im Gegensatz zur Carolabrücke auch wesentlich mehr Stützpfeiler, was das Risiko eines plötzlichen Zusammenfalls deutlich verringert. Dennoch haben wir bei der Sanierung der Hochstraße ein – wenn auch wesentlich geringeres Risiko:
      verdeckte Spannstahlkorrosion + ungünstige Bauzustände (duch einseitige Sperrung der Fahrbahn mit gleichzeitigem Stau auf der anderen Fahrbahn) + schwer erkennbare lokale Schäden = theoretisch kritische Kombination.

    • Andrea sagt:

      Tja, ganz einfach: Der Wunstorfer Autofahrer wird gegängelt. Wir sollen doch Lastenrad fahren, bei Wind und Wetter, immer mit einem Lächeln im Gesicht.

      • Pia sagt:

        Andrea, genau diese Reaktion zeigt ja das eigentliche Problem.

        Es geht nicht nur darum, dass Autofahrer gegängelt werden oder man ihnen sagt, sie sollten eben Lastenrad fahren. Es geht darum, auf welchem politischen Weg solche Leitbilder überhaupt in den Alltag gedrückt werden.

        Solche großen Zielrahmen wie die UN-Agenda 2030 wurden gerade nicht als klassischer, förmlich zustimmungsbedürftiger Parlamentsakt beschlossen, sondern als politische Zielrahmen und Selbstverpflichtungen behandelt.

        Genau darin liegt der eigentümliche Mechanismus: Formal heißt es, das alles sei rechtlich nicht unmittelbar bindend. Praktisch handeln Politik und Verwaltung aber so, als wären daraus sehr wohl verbindliche Leitlinien für den Alltag der Bürger geworden.

        Auf diese Weise werden Begriffe wie „nachhaltige Mobilität“, „Verkehrswende“ oder verschiedene Klimaschutzprojekte Schritt für Schritt in ganz konkrete Eingriffe übersetzt: Poller, Sperren, Parkplatzabbau, Verkehrsberuhigung, Verdrängung des Autos und viele weitere Maßnahmen, die tief in den Alltag eingreifen.

        Vielleicht erklärt das auch, warum sich viele Bürger seit Jahren fragen, wieso solche Projekte scheinbar einfach durchgezogen werden, obwohl sie nie als klarer, einzelner Entscheidungspunkt zur Wahl standen. Gewählt wurden meist allgemeine Leitbegriffe und politische Zielbilder, nicht aber jede spätere konkrete Maßnahme, die sich daraus ableiten lässt.

        So entsteht bei vielen Menschen der Eindruck: nach oben unverbindlich, nach unten faktisch verbindlich. Und genau daraus speist sich das Misstrauen.

    • Brigitte sagt:

      Seid doch froh, dass überhaupt saniert wird. Und nachts ist ja auch so unendlich viel Verkehr….
      Wie kann man nur immer so misstrauisch sein und ständig negatives unterstellen. Positiv denken ist auch gut für das eigene Gemüt.

  • Der Unbekannte sagt:

    Erst Liethe, jetzt die Hochstraße, geht es noch beschissener??? So langsam hat man den Eindruck, Wunstorf wird absichtlich verkehrsberuhigt

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