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Wie funktioniert eigentlich der Lions-Adventskalender?

06.12.2025 • Redaktion • 3 Min. • Kommentare: 0

Der Lions-Adventskalender ist zur Wunstorfer Tradition geworden in der Weihnachtszeit. Die Preise holt man sich direkt bei den Firmen und Geschäften ab, die sie für den Kalender zur Verfügung gestellt haben. Aber wie hoch ist eigentlich die Chance auf einen Gewinn?

06.12.2025
Redaktion
3 Min.
Das erste Exemplar bekam in diesem Jahr wieder der Bürgermeister überreicht von Carsten Vogt (li.), Olaf Hugenberg und Günter Klose (v. r.) | Foto: Lions Club

Wunstorf (red). Wie in jedem Jahr war er auch dieses Mal wieder begehrt: Für sich selbst oder als Geschenk in der Adventszeit – der Adventskalender des Lions Club Steinhuder Meer. Mitte November kam er in den Handel und war seitdem in rund 20 Geschäften zu bekommen. Bei Bäckerei Pesalla war er beispielsweise ebenso zu entdecken wie bei Edeka Kappe. Auch persönlich stehen die Lions-Mitglieder für den Verkauf auf dem Wunstorfer Wochenmarkt.

Ebenso schnell war er bei manchen Verkaufsstellen aber auch ausverkauft, die Wunstorfer stürzen sich gefühlt jedes Jahr geradezu auf den Kalender. Von vielen wird er heiß erwartet. Denn für 5 Euro nimmt man über ihn Teil an einer Weihnachtslotterie, bei der eine Vielzahl von attraktiven Preisen winken.

In diesem Jahr sind es 480 Einzelpreise, von denen täglich bis zum 24. Dezember eine Handvoll bekannt gegeben werden. Schon am 1. Dezember konnte eine Jahreskarte für das Naturerlebnisbad Luthe gewonnen werden, am 3. Dezember drei Einkaufsgutscheine für Nahkauf oder ein Aufenthalt im Maritim-Hotel Bad Salzufflen oder heute am Nikolaustag eine Familieneintrittskarte für den Dinopark Münchehagen.

Projektleiter für den Wunstorf-Adventskalender bei den Lions ist Günter Klose. Er sagt: „Die Bandbreite der Gewinne reicht von Verzehrgutscheinen für Cafés, Teestuben oder Pizzerien über Hotelübernachtungen bis zu Hubschrauberrundflügen oder VIP-Karten für ein Heimspiel von Hannover 96.“

Grundstock für die karitative Lions-Arbeit

Insgesamt sind Sachpreise im Wert von 28.700 Euro im Lostopf. Zwar kann jeder Kalender nur einmal gewinnen – doch viele kaufen einfach sogar mehrere Kalender und erhöhen damit ihre Gewinnchancen auf einen der Preise. Das ist durchaus auch im Sinne der Erfinder, denn der Weihnachtskalender ist ein karitatives Gewinnspiel: Der komplette Verkaufserlös geht an soziale Projekte, bildet die Basis für die Hilfsprojekte des Lions Club im Folgejahr. Jeder Kalenderkäufer finanziert auf diese Weise das Wirken des Vereins mit. Werden alle Kalender verkauft, kommen über 25.000 Euro auf diesem Wege zusammen.

Der Adventskalender erscheint 2025 zum achten Mal in einer Auflage von über 5.000 Exemplaren. Ganz genau sind es 5.500. Verkauft wird der Kalender nur in Wunstorf und Umgebung, entsprechend des Lions-Gebiets und der Beteiligten: Die Sachpreise für den Kalender werden von Wunstorfer Geschäften, Betrieben und Förderern gestiftet.

So löst man einen Gewinn ein

Doch wie kommt man nun an einen Gewinn? Jeder Kalender trägt auf der Rückseite in der oberen rechten Ecke eine eindeutige Nummer – von 1 bis 5500 reichen die Zahlen, entsprechend der verkauften Kalender. Auf der Webseite des Clubs kann dann täglich nachgesehen werden, ob der eigene Kalender für einen der Gewinne ausgelost wurde. Hinter den verschiedenen Tagesgewinnen sind die vierstelligen Kalendernummern aufgelistet. Stimmt eine der genannten Zahlen mit der Zahl auf dem eigenen Kalender überein, hat man den entsprechenden Preis gewonnen.

Die Infos hinter den 24 Türchen im Kalender direkt verraten dagegen noch nicht, ob man gewonnen hat. Sie zeigen nur, welche Preise an diesem Tag zugeordnet werden auf der Webseite.

Geschäfte kennen die Gewinner nicht

Abgeholt werden kann der Preis dann in der Regel direkt bei demjenigen, der den Preis gestiftet hat: Man meldet sich bei der entsprechenden Firma oder dem entsprechenden Geschäft und braucht nur seinen Original-Kalender als Bestätigung für den Gewinn vorzuzeigen. Die Kontaktadressen bzw. Telefonnummern der Preisstifter sind auf dem Kalender selbst und auf der Webseite neben den Preisen genannt.

Die Geschäfte und Firmen wissen bis dahin noch nicht, wer ihren Preis gewonnen hat, denn der Verkauf der Kalender erfolgt anonym – es werden dabei noch keine Daten erhoben. Das bedeutet: Die Kalenderkäufer müssen sich selbst darum kümmern und abgleichen, ob ihr Kalender etwas gewonnen hat. Extra benachrichtigt werden können die Gewinner nicht. Hat man gewonnen, muss man aber auch nicht sofort reagieren: Bis zum 28. Februar hat man noch Zeit, einen Gewinn abzuholen, erst danach verfällt er. Gut für alle, die jetzt im Weihnachtsstress vergessen haben, täglich die Gewinnveröffentlichungen mitzuverfolgen: Auch im Januar lassen sich die Gewinnzahlen noch abgleichen.

Gewinnchance: Recht hoch

Da täglich mehrere Preise und nicht nur einer verlost werden, besteht bei Besitz eines Kalenders eine Gewinnchance von rund 8,7 Prozent. Durch den Kauf eines zweiten Kalenders verdoppelt man die Chance nicht, sondern erhöht sie nur minimal. Dennoch ist ein Gewinn damit nicht gerade unwahrscheinlich und sehr viel höher als bei vielen anderen Lotterien. Zum Vergleich: Die Chance auf 6 Richtige im Lotto liegt bei 0,0000064 %. Die Chance bleibt ansonsten konstant: Auch wenn andere ihre Preise nicht abholen, erhöht sich die Gewinnwahrscheinlichkeit beim Adventskalender aufgrund der festen Zuordnung zu einer Kalendernummer nicht, Nachziehungen gibt es nicht.

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