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Wunstorfer Bikepark kämpft mit Vandalismus

29.05.2026 • Redaktion • 2 Min.Kommentare: 8

Der Bikepark in Wunstorf ist verstärkt zum Ziel von Vandalismus geworden. Das Sport- und Freizeitareal an der Erich-Kästner-Straße wird mutwillig zerstört und verwüstet. Das Toilettenhäuschen wurde fast gesprengt. Die Stadtverwaltung verurteilt die Beschädigungen und kündigt Konsequenzen an.

29.05.2026
Redaktion
2 Min.
Ein Hinweisschild am Bikepark (Archiv) | Foto: Schneider

Wunstorf (red). Wie die Stadtverwaltung mitteilt, ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu erheblichen Sachbeschädigungen auf dem Gelände des Bikeparks gekommen. Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei den Verursachern um eine Gruppe Jugendlicher, die nicht zur Mountainbike-Community gehört.

Auf dem Gelände wurden unter anderem Steine und bereitgestellte Werkzeuge zweckentfremdet und herumgeworfen. Die der Pflege der Strecke dienenden Arbeitsgeräte wurden teils mutwillig zerstört. Zudem wurden Hinweisschilder aus dem Boden gerissen, beschädigt und in angrenzende Gebüsche geworfen.

Mit Kraftfahrzeugen benutzt, Böller gezündet

Auch werden die sogenannten „Lines“, die unterschiedlichen Strecken auf dem Parcours, verbotenerweise mit E-Scootern befahren. Die Beschilderung verbietet dies ausdrücklich.

Dabei hebt die Stadt das Engagement der lokalen Mountainbike-Community besonders hervor und lobt die Nutzer: Vermüllte Flächen würden von diesen eigenständig gereinigt und Abfälle ordnungsgemäß entsorgt. Beschädigte Schilder seien von den Jugendlichen aus der Szene sogar zu Hause repariert und wieder aufgestellt worden. Dieses Verhalten unterstreiche die große Identifikation der Community mit der Anlage und den verantwortungsvollen Umgang mit dem Angebot. Das Engagement droht nun von den Vandalen zunichtegemacht zu werden.

Toilettenhäuschen sprengen

Das Toilettenhäuschen blieb ebenfalls nicht verschont: Nach Aussagen von Anwohnern wurden auf dem Gelände sogar Böller gezündet. Zudem wurde gegenüber anwesenden Jugendlichen angekündigt, das mobile Toilettenhaus zu sprengen – ein Vorhaben, das offenbar auch versucht wurde. Die entstandenen Schäden wurden dokumentiert und zur Anzeige gebracht.

Das Ordnungsamt und die Polizei sind über die Vorfälle informiert. Die Stadt verurteilt die mutwilligen Zerstörungen ausdrücklich. Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, sieht sich die Verwaltung gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen unter anderem die Einstellung von Serviceangeboten wie der Bereitstellung von Werkzeugen oder des Toilettenhauses.

Hinweise erwünscht

Zudem können aus Sicherheitsgründen vorübergehende Sperrungen einzelner Streckenabschnitte erforderlich werden, etwa bei beschädigter Infrastruktur oder fehlender Beschilderung. Die Stadt appelliert nun an alle Nutzer sowie an die Öffentlichkeit, Hinweise auf Vandalismus umgehend zu melden und die Anlage respektvoll zu behandeln. Der Bikepark stelle ein wichtiges Freizeitangebot dar, dessen Erhalt nur durch den verantwortungsvollen Umgang aller Beteiligten gewährleistet werden könne.

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Kommentare


  • Anonym sagt:

    „Nach aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei den Verursachern um eine Gruppe Jugendlicher, die nicht zur Mountainbike-Community gehört…Zudem wurde gegenüber anwesenden Jugendlichen angekündigt, das mobile Toilettenhaus zu sprengen,..“

    Man weiß also offensichtlich, wer diese Jugendlichen sind.

    „Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, sieht sich die Verwaltung gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen unter anderem die Einstellung von Serviceangeboten wie der Bereitstellung von Werkzeugen oder des Toilettenhauses.“

    „Zudem können aus Sicherheitsgründen vorübergehende Sperrungen einzelner Streckenabschnitte erforderlich werden, etwa bei beschädigter Infrastruktur oder fehlender Beschilderung.“

    Sehr gut – anstelle diese Kriminellen schnellstens zu ermitteln und einzuknasten, sollen nun Serviceangebote eingestellt und Streckenabschnitte gesperrt werden. Und wenn es zu Vergewaltigungen kommt, dann empfiehlt man wahrscheinlich Frauen, dort eben nicht mehr hinzugehen. Wie wäre es, wenn die Polizei ihren Job macht und diese Kriminellen zur Strecke bringt?

    „Die Stadt appelliert nun an alle Nutzer sowie an die Öffentlichkeit, Hinweise auf Vandalismus umgehend zu melden und die Anlage respektvoll zu behandeln.“

    Lange nicht so gelacht. Das werden sich die Kriminellen sehr zu Herzen nehmen, ganz sicher.
    „Oh, der Herr Piellusch hat an uns appelliert, da machen wir natürlich nichts mehr kaputt.“

    Ne, Leute. So werdet Ihr der Sache nicht Herr werden. Menschen, die so kriminell sind, wird man nicht mit Appellen in ihrem Verhalten ändern, sondern nur mit einer Null-Toleranz-Politik. Dieses Klientel versteht nur Blaulicht und Handschellen.
    Und dann klappt es auch wieder mit dem Bikepark.

  • Hilde sagt:

    Das Problem ist nicht der Bikepark, sondern die Entgrenzung im öffentlichen Raum.

    Gemeinsam genutzte Orte funktionieren nur, wenn es auch ein gemeinsames Verständnis gibt, wem dieser Ort gehört: nämlich allen, die ihn verantwortungsvoll nutzen. Fehlt diese Einigkeit, entstehen schnell Revierdenken, Gruppengefühl und Konkurrenz: „wir“ gegen „die anderen“. Je mehr solche Spaltungen es gibt, desto größer wird das Konfliktpotenzial.

    Vielfalt allein schafft noch keine Gemeinschaft. Eine vielfältige Stadtgesellschaft braucht deshalb nicht weniger Regeln, sondern klarere gemeinsame Mindestregeln. Und Regeln, die nur auf Schildern stehen, aber nicht durchgesetzt werden, verlieren ihre Wirkung. Schlimmer noch: Sie beschädigen auch die Autorität anderer Regeln.

    Genau das zeigt sich hier. Die eigentlichen Nutzer kümmern sich, räumen auf und reparieren Schäden. Andere zerstören, vermüllen, fahren verbotenerweise mit E-Scootern über die Anlage oder hantieren mit Böllern. Wenn am Ende Toiletten, Werkzeuge oder Strecken für alle gestrichen werden, trifft es wieder die Falschen.

    Öffentliche Angebote funktionieren nicht nach dem Prinzip: etwas hinstellen, Schild daneben, hoffen. Entweder setzt man Regeln und setzt sie auch durch – oder man darf sich nicht wundern, wenn am Ende die Rücksichtslosen bestimmen, was noch gilt.

  • ernst sagt:

    Wo leben wir eigentlich? Warum ist es noch nicht einmal möglich freizeiteinrichtungen pfleglich zu behandeln. Vielleicht sollte sich jeder, jede der seinen Müll liegen läßt und sich nicht an Regeln hält mal fragen warum er sich so benimmt. Ist es neid das andere mehr haben oder mehr im Leben erreichen oder wo sind die Ursachen solchen handelns?

    Ich finde die Anlage eienBereicherung für Wunstorf und das soll auch so bleiben. Geht doch pfleglich damit um.

  • Carsten W. sagt:

    Auffällig ist der Zeitpunkt dieser Berichterstattung.

    Der Artikel spricht davon, dass es „in den vergangenen Wochen immer wieder“ zu erheblichen Sachbeschädigungen im Bikepark gekommen sei. Es handelt sich also offenbar nicht um ein plötzliches Einzelereignis. Nach meiner Wahrnehmung war das Thema bereits am Donnerstagvormittag bei Radio Hannover zu hören. Nun erscheint es einen Tag später auch lokal in der Auepost.

    Das erzeugt zumindest den Eindruck, dass ein bereits länger bestehendes Problem erst dann journalistisch sichtbar wird, wenn es sich nicht mehr auf den lokalen Binnenraum beschränken lässt.

    Gerade bei einem Projekt, das zuvor ausführlich als neues Freizeitangebot begleitet wurde, wäre eine kritischere Nachverfolgung naheliegend gewesen: Wie entwickelt sich die Anlage im Alltag? Gibt es Nutzungskonflikte? Reichen Müllentsorgung, Toiletten, Kontrolle und Beschilderung aus? Wer ist für Pflege und Schutz der Anlage tatsächlich verantwortlich? Und ab wann wird aus „Anlaufproblemen“ ein strukturelles Betriebskonzeptproblem?

    Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: Wer hat dort etwas beschädigt?

    Sondern auch: Warum werden die erkennbaren Folgeprobleme eines öffentlich finanzierten Projekts erst so spät in dieser Deutlichkeit thematisiert?

  • Malte sagt:

    Das nennt man dann wohl fehlgeleitete oder nicht vorhandene Erziehung.
    Wenn die Zerstörer geschnappt werden sollten, sollte man die Eltern gleich mit zur Wiederherstellung des Zustandes heranziehen.

    • Basis-Demokrat sagt:

      Wenn Eltern pauschal haften sollen, weil sie angeblich „falsch erzogen“ haben, dann ist die Grenze willkürlich. Dann könnte man genauso Lehrer, Schule, Jugendamt, Bildungsministerium oder gleich die ganze Gesellschaft heranziehen.

      Genau deshalb ist diese Denkweise gefährlich: Sie ersetzt konkrete Verantwortung durch diffuse Schuldzuweisung.

      Rechtlich sauber ist nur: Wer hat den Schaden verursacht? Ist diese Person verantwortlich? Und falls es Minderjährige waren: Haben die Eltern konkret ihre Aufsichtspflicht verletzt? Ohne diesen konkreten Nachweis ist „Eltern gleich mit heranziehen“ keine Rechtsidee, sondern Sippenhaft-Rhetorik.

      • Anonym sagt:

        @Basis-Demokrat: Sehr richtig. Deswegen ist auch der Spruch:
        „Eltern haften für ihre Kinder“ an Baustellen unsinnig,
        denn er müsste eigentlich heißen: „Eltern haften bei Verletzung ihrer Aufsichtspflicht (über ihre minderjährigen Kinder).“ Ob das die betreffende Klientel dann auch noch versteht – sofern sie lesen kann – steht auf einem anderen Blatt.

        Deswegen: knastet die Täter mal für ein halbes Jahr ein und interviewt die Eltern, wie das mit der Erziehung so schief gehen konnte. Unter strenger Aufsicht Bikeparks reparieren oder öffentliche Straßen und Plätze von Müll befreien, könnte eine sinnvollere Lektion sein als jeder Wehrdienst.

  • Badke, Heinz-Dieter sagt:

    Kurzum, die Vernunft ist kein einfacher Selbstläufer. Das Problem, dass Mitbewohnerkreise nicht unbedingt originellen Freizeitgestaltungen nachgehen, wird die Stadtverwaltung, Polizei und Justiz aus Respekt nicht lösen können/wollen.
    Deshalb: Heute Bikepark, morgen …

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