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Wunstorfer Stadtwerke warnen vor unseriösen Haustürgeschäften

19.02.2026 • Redaktion • 2 Min. • Kommentare: 1

Derzeit sind in Wunstorf wieder Kolonnen von Energiekonzern-Vertretern unterwegs, die über Haustürgeschäfte Neukunden gewinnen wollen. Viele fühlen sich davon überrumpelt – und beschweren sich vermehrt auch bei den Wunstorfer Stadtwerken, die damit aber nichts zu tun haben.

19.02.2026
Redaktion
2 Min.
Die Stadtwerke raten zur Vorsicht an der Haustür (Symbolbild)

Wunstorf (red). Aktuell erreichen die Stadtwerke Wunstorf vermehrt Anrufe und persönliche Besuche von besorgten Kunden, die von Haustürbesuchen für einen fremden Energieanbieter berichten. Viele schildern dabei, dass sie sich durch das Auftreten der Vertreter überrumpelt fühlten. Nicht selten wird erst im Nachhinein deutlich, dass ein Strom- oder Gasliefervertrag abgeschlossen wurde, ohne dass dies tatsächlich beabsichtigt war oder die Tragweite der Unterschrift bewusst gewesen ist.

„In dieser Situation ist vielen nicht bewusst, dass es sich um einen anderen Energieversorger handelt und dass bereits mit einer Unterschrift auf einem Tablet oder der Weitergabe von Daten ein Anbieterwechsel eingeleitet werden kann“, heißt es von den Wunstorfer Stadtwerken.

Keine Einzelfälle

Betroffene Kunden würden berichten, dass solche Haustüraktionen derzeit offenbar systematisch und mit erheblichem Personaleinsatz in Wunstorf durchgeführt werden. Viele schildern sehr ähnliche Erfahrungen und hätten unangenehme Situationen erlebt, in denen sie sich stark unter Druck gesetzt und regelrecht überfahren fühlten, so die Auskunft. Ziel sei es augenscheinlich, mit diesen Praktiken möglichst viele Vertragsabschlüsse direkt an der Haustür zu erzielen.

Besonders besorgt ist man bei den Stadtwerken, weil sich unter den Betroffenen auffallend viele ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen befinden. Vor allem diese würden sich dann telefonisch melden und berichten, dass sie mit überraschenden und bedrängenden Situationen an der Haustür konfrontiert waren.

Bereits die Herausgabe der Zählernummer kann ein Fehler sein

Die Stadtwerke Wunstorf distanzieren sich ausdrücklich von solchen Geschäftspraktiken und rät: „Bitte seien Sie besonders vorsichtig bei Haustürgeschäften. Bereits die Weitergabe sensibler Daten, z. B. der Zählernummer, kann ausreichen, um einen Lieferantenwechselprozess zu starten. Auch eine vermeintlich unverbindliche Bestätigung oder eine Unterschrift auf einem digitalen Gerät kann bereits einen Anbieterwechsel in Gang setzen.“

Wer bereits auf die Marketingmasche der Fremdfirmen hereingefallen ist, aber in Wirklichkeit keinen Neuvertrag abschließen wollte, kann sich trotzdem direkt an die Wunstorfer Stadtwerke wenden: Diese versuchen dann, unbürokratisch und vertraulich zu unterstützen, wenn jemand mit der Situation überfordert ist. Auch wer bereits eine Kündigungsbestätigung erhalten habe, obwohl er keinen Wechsel zu einem anderen Anbieter wollte, wird selbstverständlich bei der Prüfung und ggf. Rückabwicklung des Wechselprozesses unterstützt.

Stadtwerke-Mitarbeiter stehen nicht unangekündigt vor der Tür

Überraschungsbesuch von den Stadtwerken selbst gibt es übrigens in dieser Form nicht. Die Stadtwerke Wunstorf weisen darauf hin, dass sich die eigenen Mitarbeiter stets eindeutig ausweisen können. Und: „In der Regel kündigen wir Besuche vorab an. Auf Wunsch, insbesondere bei älteren oder nicht mobilen Kundinnen und Kunden, vereinbaren wir selbstverständlich individuelle Termine, damit Gespräche in Ruhe, transparent und mit der nötigen Sicherheit stattfinden können.

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Kommentare


  • Grit D. sagt:

    Diese üblen Zeitgenossen versuchen es immer wieder. Zum ***.
    Per WhatsApp Bekannte, die wie ich in Wunstorf wohnen,davor gewarnt sich irgendetwas aufschwatzen zu lassen, irgendwelche Daten anzugeben und bloß nichts zu unterschreiben!

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