
Wunstorf (red). Zur Airdefender-Großübung war der Fliegerhorst Wunstorf auch wegen des mobilen Tanklagers in die Schlagzeilen geraten: Um die vielen eigenen und ausländischen Flugzeuge während des Manövers im Frühsommer 2023 mit Treibstoff versorgen zu können, waren von Bundeswehrpionieren vorübergehend zusätzliche Kerosinlagerkapazitäten geschaffen worden.
Doch nun wird auch das reguläre Tanklager am Standort des Lufftransportgeschwaders 62 vergrößert. Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine ist mit dem Einbau eines entsprechenden Tanks betraut. Der Tank hat dabei ein Fassungsvermögen von mehreren hunderttausend Litern Kraftstoff.
Das Staatliche Baumanagement Weser-Leine führt als eines von sieben staatlichen Bauämtern in Niedersachsen Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch. Mit rund 170 Beschäftigten betreuen wir mehr als 2.200 Bauwerke in den Regionen Diepholz, Hameln-Pyrmont, Nienburg, Schaumburg und Verden sowie in der westlichen Region Hannover.
Zu diesem Zweck macht sich über Nacht ein Schwertransport auf den Weg zum Fliegerhorst. In der Nacht zu Freitag, den 11. Juli, wird der Tank per Schwerlasttransport zum Flugplatz angeliefert.
Dort angekommen, wird der riesige Tank dann unterirdisch eingebaut und mit modernster Technik ausgestattet. Der Tankeinbau ist Teil eines 53-Millionen-Euro-Bauprojekts, mit welchem die Kapazitäten zur Kraftstofflagerung und -versorgung auf dem Fliegerhorst Wunstorf deutlich erweitert werden.
Der Transport wird nicht der einzige bleiben: Weitere Schwerlasttransporte sind geplant, um das gesamte Material für die Tankbauten nach Wunstorf zu bringen. Die weiteren Transporte sind jedoch ebenfalls für die Nachtstunden vorgesehen, um die Auswirkungen auf den Straßenverkehr möglichst gering zu halten.
„Die Planung und Koordination einer solchen Aktion ist überaus komplex“, sagt Sabine Hauptmeyer-Maruschke, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine. „Die neue Tankinfrastruktur wird entscheidend dazu beitragen, die Einsatzbereitschaft und Versorgungssicherheit des Flugplatzes Wunstorf langfristig zu gewährleisten.“
Dem nun anstehenden ersten Transport vorausgegangen sind bereits weitreichende Vorbereitungsmaßnahmen, um die Tanktransporte überhaupt durchführen zu können. Bevor die Stahlkolosse mit schwerem Gerät in die vorbereiteten Baugruben abgesenkt werden können, ist die Anfahrt zu meistern. Damit Spezialtransporter durchkommen, gab es in der vergangenen Zeit unter anderem Rodungs- und Erdarbeiten am Fliegerhorst, auch Altlasten wurden beseitigt und Zufahrtswege angepasst. Als Ersatz für gefällte Bäume wurden Waldausgleichsflächen geschaffen.
Am besten dem Putin noch Koordinaten zuschicken dann hat er es einfacher ! Die deutschen sind einfach zu dämlich
Wir könnten auch ein großes Zelt über den Fliegerhorst stellen, damit man die begleitenden (Erd-)arbeiten nicht aus dem Weltall seht. Vielleicht mal über die Nasenspitze hinaus versuchen zu denken, bevor man sich so outet.
Das ist eine ERWEITERUNG eines bestehenden Tanklagers auf dem FLIEGERHORST. Glaubst du echt, dass der Fliegerhorst nicht ohnehin bekannt ist? Und meinst du echt, die Russen hätten im Ernstfall keine Satelliten oder Drohnenaufklärung und nehmen ihre militärischen Informationen aus der Auepost?
Was in manchen Köpfen vorgeht ist schon zutiefst beängstigend.
Genau Basti – die Russen und insbesondere Putin sind so blöde, dass sie ohne die Auepost nicht herausfinden können, wo sich der Wunstorfer Fliegerhorst befindet. In welcher Realität befindest Du Dich bitte?
52.45485683235809, 9.428525056496966
Ich bin der gleichen Meinung.
Das war schon immer so uns das wird auch so bleiben
Gesund leben am Tanklager?
Ist die Resistenz der dort lebenden „Anrheiner“ wirklich so immens?
Okay, Leserbriefen oder Kommentare, geschrieben von meiner Feder, werden anscheinend nicht gerne an die Öffentlichkeit weitergegeben, aber man erlaube mir doch die Frage, inwieweit diese Information für den Leser von Bedeutung ist, der positiven Art, versteht sich. Und im Anschluss an die vorhergehenden Kommentare die erlaubte Frage, warum die Distransparenz hier nicht bessere Chancen hätte. Oder sollen die Anwohner in ca. 10 Meter Nähe vorgewarnt, Pardon, vorinformiert werden? Ein kleines Spiel mit Playmobilfiguerchen ist diese Aktion gewiss nicht!
Es erscheint ohnehin merkwürdig bei der Berichterstattung, dass die ganze Sache dermaßen „normal“ dargestellt wird, wie die Lieferung einer Tüte Backbrötchen.
Was die Gefahrenlage bezüglich eines „Unglücks“ angeht, wird großräumig umschifft.
Irgendwie typisch.
Alles eben normal, so ganz risikofrei.
Als Ergänzung noch die Frage der Erlaubnis von Lagerung solcher „XXL“- Tanks umfassenden Kerosininhalten in Nähe von Wohngebieten?
Das steht leider (natürlich) nicht im Artikel.
Auch eine militärische Anlage, von der Emissionen freigesetzt werden (Abgase, Abluft, Lärm, Licht) unterliegt dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Für die Genehmigung ist ein Genehmigungsverfahren erforderlich, in dem bereits zahlreiche Anforderungen erfüllt werden müssen, u.a. Maßnahmen bei Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs.
Erst wenn die Lagermenge von Kerosin (Einstufung als entzündbare Flüssigkeit Kategorie 3) mehr als 5.000 Mg beträgt, fällt die Anlage unter die Störfall-Verordnung (12. BImSchV = 12. Verordnung zum BImSchG), die ein besonderes Schutzniveau für die Nachbarschaft vorschreibt:
u.a ein Konzept zur Verhinderung von Störfällen und ein Sicherheitsmanagementsystem.
Sollten für die Anlage gemäß §60 BImSchG („Ausnahmen für Anlagen der Landesverteidigung“) Ausnahmen zur Geltung kommen, kann von den Vorgaben des BImSchGs und seiner zugehörigen Verordnungen (mit Ausnahme 14. BImSchV) abgewichen werden, jedoch ist das Schutzniveau dann mit anderen Maßnahmen sicherzustellen.
Die Nähe einer miitärischen Anlage und / oder die Nähe zu einem Störfallbetrieb birgt stets Risiken.
Es sind jedoch technische und organisatorische Maßnahmen vorhanden, um Risiken zu minimieren.
In Anlehnung an die Ausführung des vorherigen Kommentaristen die Frage, wie viel Kerosin dort tatsächlich gelagert wird, um den Anforderungen des Immissionsschutzes Folge zu leisten.
Über das Restrisiko sollten sich alle unmittelbar und mittelbar Betroffen klar sein. Genau deshalb ist es fraglich, ob derartige Informationen das erfüllen, was notwendig ist, um konkret die Bedeutung des Ganzen nicht zu relativieren.
Muss man das unbedingt an die Öffentlichkeit (Putin) weitergeben.