
Wunstorf (as). Mit Entsetzen haben Ortsbürgermeister Thomas Silbermann (SPD) und Bürgermeister Carsten Piellusch auf den Zusammenstoß eines Zuges mit einem Auto auf dem Übergang nahe des Obi-Marktes reagiert. Dabei war, wie berichtet, am Freitagnachmittag ein 58-Jähriger schwer verletzt worden. Silbermann will das Thema Sicherheit der innerstädtischen Straßenkreuzungen mit der Kleinbahnstrecke der Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE) am Montag im Verwaltungsausschuss des Rates zur Sprache bringen, Piellusch fordert ebenfalls bessere Absicherungen.
Im Gespräch mit der Redaktion der Auepost verlangte Silbermann heute, die Sicherungseinrichtungen an allen unbeschrankten Übergängen massiv zu erhöhen. Die Andreaskreuze seien als Vorsichtsmaßnahmen nicht ausreichend. Auf der Kleinbahnstrecke der früheren Steinhuder Meer-Bahn transportiert die OHE im Auftrag der Kali und Salz AG Lauge und Aluminiumrückstände zum aufgegebenen Kalischacht Sigmundshall in Bokeloh. Die Bahntrasse kreuzt innerstädtische Verbindungswege und -straßen an mehreren Stellen.
Am Übergang nahe Obi stehen lediglich seit Jahrzehnten Andreaskreuze, die den Zügen Vorfahrt einräumen und andere Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht auffordern. Auf der Straße zum Hohen Holz ist Tempo 20 vorgeschrieben. Dass sich daran kaum jemand hält, weiß auch der Ortsbürgermeister. Außer dem Verkehrszeichen gibt es keine weiteren Warnsignale, weder optische noch akustische. Der Übergang ist nicht beleuchtet, und herannahende Züge sind erst im letzten Moment sichtbar.
Das kann nach Ansicht von Silbermann nicht so bleiben. Alle unbeschrankten Übergänge der OHE-Strecke müssen seiner Ansicht nach sofort ausgebaut werden. Das dulde keinen Aufschub. Silbermann: „Es muss schnellstens gehandelt werden!“
„Es muss schnellstens gehandelt werden“
Thomas Silbermann
Dem pflichtet Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) bei. Der „sehr tragische“ Unfall von Freitag müsse Konsequenzen haben, schreibt Piellusch in einer Nachricht an die Redaktion. Der Bürgermeister: „Wir fordern zusätzliche Sicherungsmaßnahmen an dieser Stelle und eine nochmalige Überprüfung der gesamten Nebenstraße.“
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