
Wunstorf (red). Nach ihrem Parteiaustritt bei der FDP war Kerstin Obladen weiterhin als Parteilose im Wunstorfer Stadtrat und Ortsrat Steinhude aktiv gewesen. Die Steinhuderin hatte sich – anders, als mancher dachte – nach der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der CDU im Steinhuder Ortsrat und ihrem Parteiaustritt nicht aus der Politik zurückgezogen, war der Forderung der FDP auf Mandatsrückgabe nicht nachgekommen, sondern hatte bekräftigt, in der Kommunalpolitik weitermachen zu wollen.
Zuletzt war sie von anderen Parteien umworben worden, hatte auch noch einmal mit dem Gedanken gespielt, mit FDP-Ratsherr Jürgen Maurer im Stadtrat eine neue Zusammenarbeit zu begründen. Nun wechselt Obladen aber zu den Freien Wählern. Sie sei inzwischen in die Partei eingetreten, teilte Obladen am Montag mit. Die Absicht dazu hatte sich bei ihr in den vergangenen Wochen bereits verfestigt.
„Bei den Freien Wählern besteht für mich die Möglichkeit, die mir besonders wichtigen politischen Themen tatsächlich frei und offen zu diskutieren und zu verfolgen“, sagt Obladen zu ihren Beweggründen. Bei den Freien Wählern bestünde eine „Denkfreiheit in der Sache“, so dass sie Themen, die ihr wichtig wären, angehen könne. „Dies ist nicht überall gewünscht“, so Obladen in ihrer Erklärung. Die FDP hatte sie unter anderem mit der Begründung verlassen, dass ihr dort der Rückhalt gefehlt habe.
Für Obladen ist es nun die dritte politische Heimat – vor der Mitgliedschaft in der FDP hatte sie einst in Hannover auch schon einmal für die SPD sympathisiert.
Die Freien Wähler gelten als liberal bis konservativ und sind aktuell im Bayerischen Landtag, im Rheinland-Pfälzischen Landtag und im Europaparlament vertreten. Parteivorsitzender Hubert Aiwanger, der in Bayern stellvertretender Ministerpräsident in der Regierungskoalition mit der CSU ist, war zuletzt wegen der „Flugblatt-Affäre“ in Kritik geraten. In Niedersachsen spielten die Freien Wähler bislang keine große Rolle und werden den „sonstigen“ Parteien zugerechnet: Bei der zurückliegenden Landtagswahl im Jahr 2022 erreichten sie 0,8 Prozent der Zweitstimmen.
Mit Interesse habe ich Ihren Kommentar gelesen.
Es ist erstaunlich, wie unsachlich und unrichtig Ihr Kommentar ist.
Bei politischen Abstimmungen gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, einer Vorlage zuzustimmen, diese abzulehnen oder sich der Stimme zu enthalten. Und davon habe ich Gebrauch gemacht.
Poltern unter einem falschen Namen ist echt zu wenig.
Es gibt Menschen, die versuchen lediglich aus purem OPPORTUNISMUS sich durch politische Aktivitäten ein vorteilhaftes IMAGE zu verschaffen. Die Vorhergehensweise von Frau Obladen gleicht einem „KASPERL-THEATER“.
Bei der F.D.P. hat Sie außer Gelächter und Kopfschütteln NICHTS erreicht !
FAZIT: Wer die „WELT retten möchte“ sollte bei sich ZUERST beginnen !
VIEL GLÜCK !
Spätestens jetzt das Mandat zurück geben, wäre angemessen.
Wenn man sich ihre Argumente der letzten Monate anhört, sträuben sich einem die Nackenhaare. „Es findet keine Debatte statt.“
Sie selbst sitzt stumm in der Sitzung, beteiligt sich nicht und enthält sich bei der Abstimmung mit der Begründung, dass sie sich nicht mit dem Thema befassen konnte.
Erklärt aber selbst wiederholt, sich für andere einsetzen zu wollen. Dann muss man sich schon mit den Drucksachen befassen und sachliche Wortbeiträge leisten. Öffentlich poltern reicht nicht.