
Neustadt a. Rbge. (red). Die Alarmierung der Feuerwehr ging genau um 4.17 Uhr am heutigen Morgen ein: Unklare Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus, so lautete das Einsatzstichwort. Das Haus befand sich in der Straße Landwehr, im Zentrum der Neustädter Kernstadt.
Kernstadt-Ortsbrandmeister Florian Heusmannn, der gerade auf dem Weg zur Feuerwache am Einsatzort vorbeikam, sah die bereits immense Rauchentwicklung und sorgte gemeinsam mit der schon eingetroffenen Polizei dafür, dass die Bewohner des Mehrfamilienhauses das Gebäude verlassen.
Nur die Wohnung im Dachgeschoss war bereits zu diesem Zeitpunkt infolge der großen Hitze nicht mehr zu erreichen. Heusmann ließ umgehend die Alarmstufe erhöhen – weitere Feuerwehren gingen in den Einsatz. Rund 150 Feuerwehrleute aus den Feuerwehren Neustadt, Poggenhagen, Eilvese, Suttorf und auch Wunstorf waren schließlich vor Ort, dazu weitere Einheiten aus der Neustädter Stadtfeuerwehr.
Die ersten eintreffenden Feuerwehrleute begannen mit einem Löschangriff über die Drehleiter, ein Atemschutztrupp näherte sich von innerhalb des Hauses den Flammen. Die Feuerwehr brachte den Brand am Morgen unter Kontrolle. Das Dachgeschoss wurde zum Abschluss mit Schaum abgedeckt, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Während der Löscharbeiten fand die Feuerwehr zwei Leichen in der Dachgeschosswohnung, die geborgen wurden. Die übrigen Bewohner des Hauses hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können und blieben unverletzt.
Zum Geschlecht oder der Identität der beiden Toten ist bislang nichts bekannt. Die Leichen wurden in die Rechtsmedizin gebracht. Auch Brandursache und Schadenshöhe stehen noch nicht fest, die Brandexperten der Polizei Hannover haben die Ermittlungen übernommen. Das Haus ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Die geretteten Menschen werden von der Stadt Neustadt in Notunterkünften untergebracht.
Update, 12.7.: Die Gerichtsmedizin konnte die beiden Toden gestern während einer Obduktion identifizieren. Es handelt es sich um die Mieter der Dachgeschosswohnung, einen 44 Jahre alten Mann und eine 35 Jahre alte Frau. Als Brandursache ermittelte die Kriminalpolizei einen technischen Defekt: Ein Elektrogerät hatte das Feuer in dem Haus ausgelöst. Das Haus bleibt unbewohnbar, der Sachschaden wird auf eine halbe Million Euro geschätzt.
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