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Auf der Küsters-Baustelle

24.09.2025 • Schneider/Dombrowski • 4 Min.Kommentare: 1

Das neue „Küsters“ nimmt Gestalt an. Nur noch wenige Tage bleiben zur Eröffnung, viel Arbeit ist noch zu erledigen, und ausgerechnet jetzt kommt es auch noch zu kleinen Pannen. Doch es ist schon deutlich erkennbar, was dort bald auf die Wunstorfer wartet. Ein Besuch auf den letzten Metern Baustelle.

24.09.2025
Schneider/Dombrowski
4 Min.
Lennart Tietz bereitet am Tresen vor | Foto: Dombrowski

Viele Tage bleiben nicht mehr bis zur Eröffnung des neuen „Küsters“: Am 3. Oktober geht es offiziell los am altbekannten Ort, aber in völlig umgekrempelter Erscheinung. Ein neuer Betreiber lässt das Küsters wiederauferstehen.

Lennart Tietz ist aktuell fast durchgehend auf der Baustelle, die die baldige Café-Kulturzentralen-Wohnzimmer-undnochsoeiniges-Kneipe momentan noch ist. Während in den vergangenen Wochen gestrichen, gebaut und installiert wurde, bündeln sich nun die Resultate wie unter einem Brennglas: Ein Bereich nach dem anderen geht jetzt in schneller Folge in Funktion.

Das Lautsprechersystem, das überall unter der Decke installiert ist und aus 22 verschiedenen Boxen besteht, bekommt Strom für einen ersten Soundcheck. Von der Bühne über den Hauptraum bis zur Empore ist für Beschallung gesorgt. Hinter der Bar geht die Monitorwand in Betrieb. Der Schallplattenspieler bekommt seinen Platz. Die Beleuchtung wird geprüft.

Fortschritte im Innenraum – das künftige Flair wird sichtbar | Foto: Schneider
Die Zeit läuft fürs Küsters bis zum Start | Foto: Schneider
Die schon eingepasste Tresenplatte wird noch einmal hinausgetragen | Foto: Schneider

Doch die Meilensteine dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass noch viel zu tun ist. Als die Auepost am zurückliegenden Montag noch einmal spontan vorbeischaut, ist man weiter bei den Bauarbeiten, Handwerker aller Gebiete geben sich die Klinke in die Hand: Die inzwischen verkleidete Theke bekommt gerade den letzen Feinschliff und wird noch einmal für die anschließende Holzbehandlung ausgebaut und in den Innenhof getragen.

Ganz cool

Lennart Tietz steht mittendrin im organisierten Chaos und scheint die Ruhe selbst zu sein – hat aber offenbar einfach den Punkt bereits überschritten, an dem Haareraufen noch eine Rolle spielen würde. Der große Eröffnungstermin rückt unaufhaltsam näher, und Tietz sieht es ganz gelassen: Selbst wenn noch etwas Größeres schiefgeht, man werde auf jeden Fall irgendwie die Gäste bedienen können. Aus seinen Augen strahlt die Vorfreude auf die kommenden Tage: Sein Traumprojekt hat das Traumstadium längst verlassen und wird greifbar, konkret anfassbar.

Auepost-Fotograf Dirk Dombrowski nimmt die Wanddeko in den Fokus | Foto: Schneider

Der Küsters-Chef begründet seine Zuversicht mit dem Parkinsonschen Gesetz: „Die Dinge dauern genau so lange, wie die Deadline es zulässt“, lacht er und trägt kurz darauf einen weiteren Karton hinter den entstehenden Tresen.

Ups

Schiefgegangen ist unterdessen wirklich schon etwas. Ein Lieferant ist ausgefallen, der die Bestuhlung für die obere Etage liefern sollte, und bei der bereits eingetroffenen Tischlieferung für den Hauptraum lauerte auch eine Überraschung: Die Tischbeine waren nicht dabei.

„Die Dinge dauern genau so lange, wie die Deadline es zulässt“

Lennart Tietz, Cyril Northcote Parkinson interpretierend

Keine Stühle und Tischplatten ohne Tischbeine – so gesehen würde das Küsters-Ambiente vielleicht doch einen Tick zu unkonventionell werden für das bewusst unkonventionelle Konzept. Für die Stühle muss nun kurzfristig ein Alternativplan her, und die Tischbeine müssen wieder aufgetrieben werden. Immerhin die Barhocker-Bestellung hat funktioniert.

Prüfender Blick: Es wird. | Foto: Schneider

Über der Eingangstür fehlt noch der große Schriftzug, die Holzhinterkleidung ist schon fertig. Im Inneren hat man an der Decke dafür etwas zu viel: Da die Deckenlampen auf der oberen Ebene anders eingebaut werden mussten als geplant, hängt die Decke nun ein paar Zentimeter tiefer – die Lautsprecher entsprechend auch. Die Durchgangshöhe liegt direkt unterm Beschallungsendgerät nun bei maximal ein Meter neunzig.

Schon da

Die Beleuchtung leuchtet, und der Sound der Musikanlage beeindruckt schon jetzt. In die Technik wurde wie angekündigt richtig investiert, und auf Details wird geachtet.

Die Familie hilft weiterhin viel mit: Tietz‘ Schwester reist noch einmal aus Süddeutschland an, um eine Wandbemalung zu komplettieren. Es bleibt nicht beim Mann mit dem Zapfhahn auf der Stirn, weitere Ornamentik soll noch hinzukommen.

Die Wände in kühlem Ozeanblau warten darauf, Bilder und Dekorationen zu tragen. Knallrote Akzente wie von den Kinosesseln und erdige Töne mischen sich hinein.

Blickfang: Die spinnenartige Deckenlampe | Foto: Dombrowski
Lennart Tietz an den Schaltstellen des Küsters | Foto: Schneider
Die Kinosessel stehen | Foto: Schneider
Noch unbehandelt: Der Tresen | Foto: Schneider
Eingetroffen: Die Küsters-Gläser | Foto: Schneider

Die eigenen Getränkegläser mit Küsters-Logo. sind inzwischen angekommen: 500-mal 0,3 und 500-mal 0,5 Liter stehen in Kisten bereit. Der Kaffee kommt von der Kaffeemanufaktur Hannover.

Ganz neue Ecken

Dass die angekündigte Familienfreundlichkeit nicht nur ein Schlagwort ist und das neue Küsters eben nicht allein Bierkneipe, zeigt sich ebenfalls schon an ganz vielen Stellen: Die obere Ebene gleicht in einer Ecke einem kleinen Spielzimmer, mit Kinderholzküche und weiterem Spielzeug.

In den Toiletten gibt es auch Kindersitze für die Kleinsten, ebenso einen Wickelbereich.

„TIschreservierung“ für das junge Publikum | Foto: Dombrowski
An alle gedacht: Die Toiletten sind kind- bis kleinstkindgerecht | Foto: Dombrowski
Wer hätte das in einer Kneipe vermutet? | Foto: Dombrowski

Schon jetzt bricht das entstehende Küsters aus den bekannten Konventionen aus und überrascht mit ganz neuen Eindrücken. Noch ist aber nicht endgültig fassbar, was die Lokalität am Ende wirklich sein wird. Die Spannung bleibt, was sich hier in Zukunft abspielen wird – für die Eröffnungsgäste und darüber hinaus.

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Kommentare


  • Basti g. sagt:

    Bier schreibt man mit ie nicht mit ee

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