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Barnekreisel: Die letzten Meter Baustelle

17.08.2025 • Redaktion • 4 Min.Kommentare: 0

Mit dem Barnekreisel hat sich das Stadtbild im Bereich unmittelbar vor dem Barneplatz verändert, ist optisch wie zum zweiten kleinen Barneplatz geworden. Alte Elemente sind verschwunden, neue hinzugekommen. Zum Beispiel gleich drei Zebrastreifen. Auch einen kleinen Grünbereich gibt es wieder.

17.08.2025
Redaktion
4 Min.
Nun Geschichte: Die Sperrungen am Barnekreisel | Fotos: Daniel Schneider

Wunstorf (red). Während sich gefühlt monatelang nichts tat und immer neue Pannen das Bauprojekt weiter verzögerten, es im Wunstorfer Süden zum breiten Ärgernis und sogar Grundlage für beißenden Spott wurde, war in den zurückliegenden Wochen während der Sommerferien umso mehr los an Wunstorfs neuestem Straßenkreiselprojekt – dem Barnekreisel.

Denn die Eröffnung spätestens zum Schulstart war nun angepeilt. Aber auch auf den letzten Metern gab es noch einmal eine Verzögerung, die Straße konnte zum Schulstart noch nicht wieder freigegeben werden. Schüler und Schulbusse fuhren auch in der vergangenen Woche noch Umleitungen.

Gewöhnungssache

Die Menschen hatten sich inzwischen daran gewöhnt, die Umleitungsstrecken zu fahren oder den Schleichweg am Hallenbad vorbei zu nutzen, der während der Sperrung als Entlastungsmaßnahme für die Ausweichstrecken dauerhaft geöffnet worden war. Normalerweise gibt es keine direkte Straßenverbindung vom Ende der Barnestraße bis zum Hanisch-Kreisel.

Zuletzt war der gesamte Kreiselbereich weiterhin umzäunt
Die Fahrspuren sind durch Pflasterflächen begrenzt

Weniger daran gewöhnen konnten sich die Anwohner der direkten oder indirekten Umleitungsstrecken. Immer wieder in den vergangenen Monaten erreichten auch die Auepost Zuschriften, die die Situation beispielsweise in der Sudetenstraße oder In der Kleinen Südheide als unzumutbar beschrieben. Über ein Jahr lang dienten Straßen, die sonst vor allem dem Anwohnerverkehr dienen, als Hauptverbindungsstrecken zu einem Viertel.

Der neue Kreisel wird sichtbar

Mit Spannung wurde daher zuletzt verfolgt, wie sich der Kreiselbau beschleunigte und der Kreisverkehr sichtbare Gestalt annahm. Die Bauarbeiten verliefen eng getaktet. Bei Regen und brütender Hitze waren die Bauarbeiter unterwegs. Zuletzt wurden auch noch die Fahrbahnmarkierungen angebracht. Sie zeigen inzwischen, dass die Mittelinsel tatsächlich nicht überfahren werden soll.

Rund um den ausgepflasterten Innenring ist auf einer Höhe die Fahrbahndecke entstanden
Statt einer begrünten Verkehrsinsel in der Mitte gibt es ein neues Beet am Fahrbahnrand

Im Vergleich zur vorherigen Anlage, die aus einem Verkehrsdreieck mit begrünter Mittelinsel bestand, ist der Anblick nun ein völlig anderer. Es wirkt ein wenig, als wäre ein zweiter kleiner Barneplatz neben dem großen eigentlichen Barneplatz entstanden. Der Eindruck von Stein und Beton dominiert, aber als einheitliche, zusammenhängende Fläche. Die Fahrbahnen zuvor wirkten bruchstückhaft und teils improvisiert. Eine gesonderte Radfahrerfurt, die als Stolperfalle galt, wurde mit dem Neubau beseitigt.

Eine Grünfläche gibt es weiterhin, sie ist sogar schon mit Blumen bepflanzt worden, aber sie liegt nun am Rande neben einem Gehweg, nicht mehr in der Mitte. Eine Grünfläche mit Baum in der Mitte, wie sie viele fälschlicherweise erwartet hatten, konnte aus technischen Gründen nicht gebaut werden.

Neu: Drei Zebrastreifen

Neu sind ebenfalls die Zebrastreifen, die es vorher in diesem Bereich gar nicht gab. Früher stand eine „Drückampel“ am Ende des Hasenpfahls und bildete auch einen wichtigen Bestandteil des Schulwegs entlang des mongolischen Restraurants. Die alte Ampelanlage ist nun komplett entfallen, stattdessen gibt es gleich drei neue Zebrastreifen, die rings um den Kreisverkehr über die jeweiligen Fahrbahnen führen.

Insgesamt drei neue Zebrastreifen verbinden die Fußgängerwege rund um den Kreisel
Die Zebrastreifen ersetzen die alte Ampel in der Nähe dieser Stelle
Hier stand früher eine Fußgängerampel

Die Öffnung zum Schulstart nach den Sommerferien 2025 schien zu gelingen. Auch der scheinbar fertiggestellte Kreisel blieb in den vergangenen Tagen dann jedoch noch einige weitere Tage gesperrt. Der Grund für die Verzögerung sozusagen in letzter Minute war, dass die Betondecke noch vollständig aushärten und verfugt werden musste. Dies geschah in der zurückliegenden Woche.

Lampen fehlen

Aber auch zu diesem Zeitpunkt sorgte der Bau noch immer für Kopfschütteln. Ein Anwohner blieb am vergangenen Donnerstag vor dem fast fertiggestellten Kreisel stehen und betrachtete das Ergebnis. Ihm fiel auf, dass auf den ebenfalls neu errichteten Laternenmasten nur teilweise Lampen installiert sind. „Konnte da jemand nicht zählen?“, fragte er rhetorisch. Auch dass die Laternenmasten erst eingebaut, aber offenbar vorher nicht auf die Stromanschlüsse dazu geachtet wurde, konnte er nicht nachvollziehen. Das hatte er beobachtet. Erst würde man die Masten einbauen, und später das Pflaster dann noch einmal aufreißen, um die Stromleitungen zu verlegen. „Wie unnötig“, befand er.

Letzte Arbeiten: Die Fugen werden verschlossen
Kurz vor Fertigstellung wird noch einmal richtig Staub aufgewirbelt

In der Stadtverwaltung gibt man sich selbstkritisch, weiß, dass der über einjährige Bau, der ursprünglich nur sechs Wochen in Anspruch nehmen sollte, eine Geduldsprobe war, und hat bereits die Aufarbeitung angekündigt. Die Baumaßnahme soll intern ausgewertet und die Ergebnisse der Politik vorgelegt werden. „Wir wollen aus den Erfahrungen lernen und die richtigen Schlüsse ziehen, um künftige Projekte reibungsloser umsetzen zu können“, sagt Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD).

„Ich danke allen Beteiligten für ihr Durchhaltevermögen, besonders den Anliegern der Umleitungsstrecken. Die lange Bauzeit hat allen Beteiligten einiges abverlangt und den Alltag verändert“, so der Bürgermeister.

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