
Am gestrigen Samstag um 10 Uhr öffnete das Gelände zum 21. Wunstorfer Wirtschaftswochenende. Bereits früh war das Gelände reichlich besucht – ganz so, als hätten es viele gar nicht abwarten können, sich umzusehen. An die 80 Aussteller sind vertreten und verteilen sich gleichermaßen auf Außengelände und Veranstaltungszeltfläche.
Genau eine Stunde nach erstem Einlass wurde die Messe dann auch offiziell von Ausrichter Manfred Henze und Wunstorfs Bürgermeister Carsten Piellusch (SPD) eröffnet. Henze bedankte sich besonders bei der ausführenden Baufirma, die die Straßenbauarbeiten unmittelbar vor dem Messegelände noch rechtzeitig fertiggestellt hatte – die Baustelle, die in den vergangenen Wochen für weiteres Verkehrschaos in Wunstorf gesorgt hatte, war wieder verschwunden – der neue Gehweg am Schützenplatz ist ebenso fertiggestellt.



Anfahrtsschwierigkeiten zur Messe gab es deshalb nicht.
Piellusch nahm den Faden auf und sagte, dass bald noch mehr Projekte in Wunstorf fertiggestellt würden – und leitete direkt zur allgemeinen Wirtschaftslage über: Die sei in Wunstorf gut – es gebe etwa deutlich mehr Gewerbeanmeldungen als Geschäftsaufgaben, wobei neue Firmen inzwischen vor allem von Unternehmerinnen gegründet würden.



Die Wunstorfer Wirtschaft werde weiblicher. Henze sprach der Bürgermeister für die Messe Anerkennung aus – auch für den Aspekt, dass sie nach wie vor kostenlos für die Besucher sei – das wäre etwas Besonderes. „Vom Thermomix bis zum SUV“ würde alles geboten auf der Messe, sagte Piellusch. Henze präzisierte direkt etwas: „Nicht nur einen SUV, man kann auch einen Lastwagen bekommen!“
Nach den Eröffnungsworten startete man zum traditionellen ersten großen Rundgang – mit dem Bürgermeister als Moderator. Dieser habe das im vergangenen Jahr so gut gemacht, sagte Henze – und übergab Piellusch direkt wieder das Mikrofon. Piellusch wiederum bat die etwa 30 Anwesenden aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik, beim Rundgang noch keine eigenen Abstecher zu den Angeboten zu unternehmen, damit man am Ende auch wieder gemeinsam ankomme – um Auflösungserscheinungen während der Tour vorzubeugen.





Mit Piellusch (Henze: „Unser Moderator“) und Henze (Piellusch: „Mein Guide“) voran, ging es erst einmal eine Runde über das Außengelände und anschließend eine Runde durchs Zelt, wobei nicht an allen, aber vielen Ständen Station gemacht wurde. Piellusch mit Mikrofon – Henze mit pragmatisch umgehängtem Verstärker. Mancher auswärtige Besucher war sich offenbar unsicher, ein Mann erkundigte sich sogar: „Ist das der Bürgermeister?“
Nur einmal geriet Piellusch während der Gesprächs-Tour selbst in die Rolle des Interviewten, als er nämlich am Stand des Tierheims von Silke Frischmuth gefragt wurde, ob er selbst Haustiere habe. Mit der Antwort hatte die Tierheimcrew dann allerdings nicht gerechnet: „Milben.“ So rettete sich Piellusch zur Erheiterung aller Umstehenden aus der Frage.


Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker nahmen an Eröffnung und erster Runde teil: Hendrik Hoppenstedt (CDU), Wiebke Osigus (SPD), Rolf-Axel Eberhardt (CDU), Frauke Meyer-Grosu (SPD), Martin Pavel (CDU), Thomas Silbermann (SPD) oder Christiane Schweer (CDU) gingen neben vielen weiteren mit über die Messe.
Gibt es eigentlich das perfekte Messewetter? Sonnenschein satt ist ideal? Keineswegs, verrät Messemacher Wolfgang Jünke der Auepost. Zu heiß sollte es nicht sein, und gegen Bewölkung zwischendurch hat man auch nichts einzuwenden. Der Samstagvormittag war dafür fast schon zu sonnig.


Nach gut anderthalb Stunden war die Messetour absolviert. Nun würdigte Henze noch einmal augenzwinkernd die Moderatorenrolle von Piellusch: „Im letzten Jahr hat er noch geübt, dieses Mal war er fast perfekt“, beurteilte der Messechef die Leistung des Bürgermeisters.




Und die Teilnehmer der großen Messerunde? Tatsächlich kamen doch wieder einige abhanden: Beim Wiedereintreffen am Ausgangspunkt, am Cateringbereich und Stand der Stadt, waren nur noch 20 Personen zu zählen – die übrigen waren bereits in interessierte Gespräche mit den einzelnen Wirtschaftsakteuren verwickelt und hatten – zur Freude der Wirtschaftsakteure – darüber den Anschluss an die Gruppe verloren.
Zweiter und letzter Tag des Wunstorfer Wirtschaftswochenende ist der heutige Sonntag: Zwischen 11 und 18 Uhr kann die Messe noch besucht werden.
Wenn ich das Foto von neuen Radweg sehe stelle ich mir die Frage warum es nicht eine optische Trennung vom Rad- und Gehweg gibt. Stichwort Leuchtturmtrasse für Radler. Wurde wahrscheinlich vergessen, aber zur Verkehrssicherheit trägt es nicht bei.