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„Rote Karte“

Grüne lehnen Luther Kunstrasenplatz ab

Die Grünen Wunstorf lehnen die Anschaffung des Kunstrasenplatzes in Luthe ab. Einerseits stünden zu viele Fragen offen, andererseits seien die Kosten viel zu hoch.

Kunstrasenplatz
Umstrittener Kunstrasenplatz in Luthe | Symbolfoto

Wunstorf/Luthe (red). Für Vorstandsmitglied Dustin Meschenmoser liegen die Vorteile eines Kunstrasens zwar auf der Hand, die Nachteile und die vielen ungeklärten Fragen jedoch nicht. „Beispielsweise wurde bis heute nicht geklärt, welche Kosten bei der Pflege des Kunstrasens entstehen, wie es mit der Haltbarkeit durch die erhöhte Bespielbarkeit aussieht oder welche Alternativen im Gespräch waren.“ Das Entscheidende seien jedoch nicht die Vor- oder Nachteile, sondern der Preis: 500.000 Euro sind veranschlagt, hinzu kommen Kosten für Pflege und Sanierung.

In Wunstorf und Luthe gibt es Wichtigeres

„Ohne die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einnahmeverluste für die Stadt
könnte man abwägen, ob man sich diesen Luxus leisten kann“, sagt Meschenmoser. Da jedoch nun entschieden werden müsse, welche Investitionen Vorrang haben, zeige man dem Kunstrasenplatz „die rote Karte“. Es gäbe derzeit in Wunstorf, aber auch in Luthe wichtigere Dinge.

Grünen-Beisitzer Horst Ruser möchte „jedenfalls den Eltern nicht erklären müssen, warum ihre Kinder in Containern unterrichtet werden, während ein Sportplatz für eine halbe Million Euro verbessert wird“.

4 Kommentare

  1. …dann möchte ich gerne die Antwort darauf, wann denn diese Container wieder weggenommen und die Schule ausgebaut wird? Etwa in den nächsten 2-3 Jahren. Ein lächerliches Argument.
    Klar gibt es immer Investitionen die irgendwo, irgendwie wichtiger sind.
    Aber auch ein Kunstrasenplatz ist eine Investition, wo nicht der ansässige Sportverein, sondern ganz Luthe und auch die Stadt profitiert.
    Baut, baut irgendwas. Aber baut etwas und lasst das politische Geschwafel!

  2. Könnte der Platz nicht durch Sponsoren erneuert werden müssen dafür unbedingt Steuergelder genommen werden diese sind zu corona-zeiten und der flüchtlingslage an anderen Stellen besser aufgehoben

    1. Der Verein hat 100.000,- Euro bereits selbst gesammelt, weitere 100.000,- Euro sollen durch Fördermittel gedeckt werden. Für die Stadt verbleibt dann eine Summe vom 550.000,- Euro. Die Grünen sind der Ansicht, dass diese Summe, gerade durch die Steuerausfälle aufgrund von Corona, nicht bezahlbar sind.

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