Die Kita bleibt

Flücht­lin­ge zie­hen in Gro­ßen­hei­dor­ner Gemein­schafts­un­ter­kunft

Die Zahl der Flücht­lin­ge in Wunstorf steigt – die als Über­ka­pa­zi­tät bereit­ge­hal­te­ne Con­tai­ner-Flücht­lings­un­ter­kunft in Gro­ßen­hei­dorn wird nun schon die­sen Monat doch noch für ihren eigent­li­chen Zweck benö­tigt.

Containeranlage Großenheidorn
In die Con­tai­ner­an­la­ge in Gro­ßen­hei­dorn zie­hen nun erst­mals Flücht­lin­ge ein | Foto: Mir­ko Baschet­ti

Gro­ßen­hei­dorn (red). Die eigent­lich als Flücht­lings­un­ter­kunft gebau­te Con­tai­ner­an­la­ge in Gro­ßen­hei­dorn stand bis­lang als Über­ka­pa­zi­tät weit­ge­hend leer – statt­des­sen wur­de ein Teil der Räum­lich­kei­ten als neu­er Kin­der­gar­ten genutzt, was Wunstorf über­re­gio­nal in die Schlag­zei­len brach­te. Nun jedoch sind die bis­he­ri­gen städ­ti­schen Kapa­zi­tä­ten erschöpft und es zie­hen doch noch Flücht­lin­ge in die Anla­ge in Gro­ßen­hei­dorn ein. Die Kita – und die eben­falls vor Ort ein­ge­rich­te­ten Flücht­lings­pro­jek­te – blei­ben erhal­ten.

Info: Flücht­lings­un­ter­brin­gung in Wunstorf
Auf dem Höhe­punkt der soge­nann­ten Flücht­lings­kri­se 2016 war der Bau von 3 wei­te­ren Gemein­schafts­un­ter­künf­ten geplant: In der Bar­ne soll­ten Holz­be­hau­sun­gen ent­ste­hen, in Gro­ßen­hei­dorn und Mes­mero­de Con­tai­ner­dör­fer. Als nach dem Schlie­ßen der Bal­kan­rou­te weni­ger Flücht­lin­ge kamen als pro­gnos­ti­ziert, wur­den die Vor­ha­ben in Mes­mero­de und der Bar­ne gestoppt, in Gro­ßen­hei­dorn wur­den die Unter­künf­te noch fer­tig­ge­stellt, stan­den danach jedoch lan­ge leer. Flücht­lin­ge wer­den in Wunstorf dezen­tral in ange­mie­te­ten Woh­nun­gen unter­ge­bracht sowie im Flücht­lings­heim am Luther Weg – letz­te­res war jedoch zuletzt annä­hernd voll belegt, sodass nun auch die Con­tai­ner in Gro­ßen­hei­dorn genutzt wer­den.

30 wei­te­re Flücht­lin­ge

Die Lan­des­auf­nah­me­be­hör­de (LAB) ver­teilt kurz­fris­tig Flücht­lin­ge an alle regi­ons­an­ge­hö­ri­gen Kom­mu­nen, die ihre Auf­nah­me­quo­te noch nicht erfüllt haben. Nach­dem es in den ver­gan­ge­nen Mona­ten eher ruhig um das The­ma der Flücht­lings­zu­wei­sung gewor­den war, kam die Nach­richt der LAB für die Stadt Wunstorf nun sehr über­ra­schend.

30 Flücht­lin­ge wer­den bis Ende März in Abspra­che der LAB auf­ge­nom­men. Da alle ange­mie­te­ten Woh­nun­gen der Stadt Wunstorf sowie das Flücht­lings­heim im Luther Weg so gut wie aus­ge­las­tet sind, ist geplant, eini­ge Flücht­lin­ge in die bis­her leer­ste­hen­de Gemein­schafts­un­ter­kunft in Gro­ßen­hei­dorn, An der Mehr­zweck­hal­le, unter­zu­brin­gen. Das Flücht­lings­wohn­heim wur­de im Okto­ber 2016 als ein­zi­ges von drei geplan­ten Neu­errich­tun­gen für die Unter­brin­gung von 128 Flücht­lin­gen fer­tig­ge­stellt, bis jetzt aber nicht für die Flücht­lings­un­ter­brin­gung genutzt.

Kita als Aus­weich­lö­sung bleibt

In der Zwi­schen­zeit war ein klei­ner Teil der Gemein­schafts­un­ter­kunft umfunk­tio­niert wor­den: Eine Kita war in die Räum­lich­kei­ten ein­ge­zo­gen, außer­dem fan­den zwei Flücht­lings­pro­jek­te in den Räum­lich­kei­ten statt: ein Näh- und ein Mal­pro­jekt. Bei­de Nut­zun­gen ergänz­ten sich her­vor­ra­gend, so dass die bestehen­de Nut­zung auch nach dem Ein­zug der Flücht­lin­ge bei­be­hal­ten wer­den soll. Die Betreu­ung der Flücht­lin­ge wird zunächst von der städ­ti­schen Sozi­al­ar­beit gewähr­leis­tet.

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4 Kommentare
  1. Simon Mann meint

    Viel Spaß mit dei­nen neu­en Nach­barn!

  2. Uschi Blase meint

    Ich wür­de mein Kind SOFORT aus der Kita neh­men!!!

    1. Mirko Baschetti meint

      War­um?

  3. Danuta Kujawski meint

    Das ist nicht neu­es die Poli­ti­ka machen alles für Flücht­lin­ge aba für sei­ne leu­te ganiks nu alles teu­re werd und de lohnt zu wenig

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