Stadt Wunstorf als fahr­rad­freund­lichs­ter Arbeit­ge­ber aus­ge­zeich­net

Bei der Aus­zeich­nung der „fahr­rad­freund­lichs­ten Arbeit­ge­ber“ in der Regi­on Han­no­ver sieg­ten zwei Fir­men und eine Kom­mu­ne – näm­lich Wunstorf in der Kate­go­rie „Mit­tel­gro­ße Betrie­be“.

Preis­ver­lei­hung an die Stadt Wunstorf | Foto: Regi­on Han­no­ver

Hannover/Wunstorf (red). Aus­zeich­nung für zwei alte Bekann­te und einen Neu­ling: Die „WOLF + WEIS­KOPF GmbH“ und die „WERT­GA­RAN­TIE Group“ (bei­de aus Han­no­ver) sowie die Stadt Wunstorf haben den Preis „Die fahr­rad­freund­lichs­ten Arbeit­ge­ber“ bekom­men. Wäh­rend die bei­den han­no­ver­schen Fir­men Fol­ge­sie­ge erran­gen, wur­de das Wunstor­fer Rat­haus zum ers­ten Mal aus­ge­zeich­net.

An dem Wett­be­werb konn­ten sich Unter­neh­men, Behör­den und ande­re Ein­rich­tun­gen aus Han­no­ver und den ande­ren 20 Regi­ons­kom­mu­nen betei­li­gen, die ihre Mit­ar­bei­te­rIn­nen dabei unter­stüt­zen, mehr mit dem Fahr­rad unter­wegs zu sein. Alle 16 Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen, die an dem Wett­be­werb erfolg­reich teil­ge­nom­men haben, erhal­ten eine Urkun­de und ein Schild für den Ein­gangs­be­reich: 13 Betrie­be als „Fahr­rad­freund­li­cher Arbeit­ge­ber 2017“, die drei Erst­plat­zier­ten als „Fahr­rad­freund­lichs­ter Arbeit­ge­ber 2017“. Die drei sieg­rei­chen Wett­be­werbs­bei­trä­ge wer­den dar­über hin­aus mit je einem Fahr­rad vom Typ „Han­no­ver Rad“ (von Stadt und Regi­on Han­no­ver gestellt) sowie jeweils vier Tages­kar­ten für den Erleb­nis­zoo Han­no­ver (vom Zoo zur Ver­fü­gung gestellt) belohnt.

Aus­zeich­nung im Rasch­platz-Pavil­lon

Über­dach­te Abstell­plät­ze, Flick­zeug für den Not­fall oder eine eige­ne Diens­t­rad­flot­te – Unter­neh­men kön­nen eini­ges tun, um ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter dazu zu moti­vie­ren, ver­stärkt aufs Fahr­rad umzu­stei­gen. Die Regi­on Han­no­ver und die Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver hat­ten dazu in die­sem Jahr zum vier­ten Mal gemein­sam einen Wett­be­werb der bes­ten Bei­spie­le aus­ge­schrie­ben. Im Rasch­platz-Pavil­lon wur­den jetzt die „fahr­rad­freund­lichs­ten Arbeit­ge­ber der Regi­on Han­no­ver“ aus­ge­zeich­net. Wei­te­re 13 Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber aus Han­no­ver, Laat­zen, Lan­gen­ha­gen, Neu­stadt, Sehn­de und Sprin­ge dür­fen sich „fahr­rad­freund­li­che Arbeit­ge­ber“ nen­nen.

Es gibt gute Grün­de, mit dem Rad zur Arbeit zu kom­men

Es gibt gute Grün­de, mit dem Rad zur Arbeit zu kom­men und mög­lichst auch Dienst­fahr­ten ‘per Peda­le’ zu unter­neh­men“, sagt Schirm­herr Ulf-Bir­ger Franz, Dezer­nent für Wirt­schaft, Ver­kehr und Bil­dung der Regi­on Han­no­ver, und führt wei­ter aus: „Rad­fah­ren ist umwelt­freund­lich und hält gesund. Des­halb freu­en wir uns über alle Unter­neh­men in der Regi­on, die die Nut­zung des Fahr­rads för­dern. Wir sehen in die­sem Jahr auch wie­der vie­le Bei­spie­le, wie man das Rad zur ech­ten Alter­na­ti­ve zum Auto machen kann.“

Co-Schirm­her­rin Sabi­ne Tegt­mey­er-Det­te, Han­no­vers Ers­te Stadt­rä­tin und Wirt­schafts- und Umwelt­de­zer­nen­tin, ergänz­te: „Die Mög­lich­kei­ten sind viel­fäl­tig. Manch­mal rei­chen ganz klei­ne Maß­nah­men aus, um zum Umstieg auf das Rad zu ani­mie­ren. Des­halb freu­en wir uns über alle Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber in Stadt und Regi­on, die sich in die­ser Hin­sicht enga­gie­ren. Nicht zuletzt vor dem Hin­ter­grund der aktu­el­len Dis­kus­si­on über sau­be­re Luft in den Städ­ten ist jeder ein­zel­ne Bei­trag wich­tig für die För­de­rung eines gesun­den Kli­mas.“

Info: Der Wett­be­werb
Der Wett­be­werb „Die fahr­rad­freund­lichs­ten Arbeit­ge­ber“ gehört zu den Maß­nah­men, mit denen der Anteil des Fahr­rads am Gesamt­ver­kehr in und um Han­no­ver erhöht wer­den soll. Regi­on und Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver haben sich mit dem Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan pro Kli­ma (VEP) und dem Mas­ter­plan Mobi­li­tät 2025 das gemein­sa­me Ziel gesetzt, die CO2-Emis­sio­nen im Ver­kehrs­sek­tor bis zum Jahr 2020 um 40 Pro­zent zu redu­zie­ren. 2019 wol­len Stadt und Regi­on Han­no­ver erneut zu die­sem Wett­be­werb ein­la­den.

Sie­ger bei den mit­tel­gro­ßen Betrie­ben: Wunstorf

In der Kate­go­rie „49–249 Beschäf­tig­te“ geht der Ers­te Preis an die Stadt Wunstorf (rund 240 Mit­ar­bei­te­rIn­nen am Stand­ort Rat­haus), die sich ins­be­son­de­re durch drei Maß­nah­men aus­zeich­ne­te: Seit Juli 2016 steht gegen­über dem Rat­haus eine öffent­li­che, über­dach­te Fahr­rad­ab­stell­an­la­ge, in der die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter einen Stell­platz mie­ten kön­nen. Die Fahr­rad­ab­stell­an­la­ge ist außer­dem mit einem Fahr­rad­la­de­schrank, den die Stadt­wer­ke Wunstorf für das Auf­la­den von Pedel­ecs bereit­ge­stellt haben, sowie mit einem Kom­pres­sor für das Auf­pum­pen von Rei­fen aus­ge­stat­tet. Seit 2016 nimmt die Stadt mit eige­nen Teams inten­siv an den Aktio­nen „Stadt­ra­deln“ und „Mit dem Rad zur Arbeit“ teil. Schließ­lich wird auch das Nut­zen von Rädern für Dienst­fahr­ten geför­dert. Der Fahr­rad­fuhr­park wur­de um ein Pedel­ec erwei­tert.

Fach-Jury bestimmt den Sie­ger

Die Sie­ger-Betrie­be wur­den von einer Fach-Jury ermit­telt, der neben Schirm­her­rin und Schirm­herr und dem Koope­ra­ti­ons­part­ner All­ge­mei­ner Deut­scher Fahr­rad-Club auch Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Hand­werks­kam­mer Han­no­ver, der IG Metall Han­no­ver, der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer und dem Ver­ein Pro Han­no­ver Regi­on e.V. ange­hör­ten. Mode­riert und ope­ra­tiv beglei­tet wur­de der Wett­be­werb durch Die­ter Brübach vom Bun­des­deut­schen Arbeits­kreis für Umwelt­be­wuss­tes Manage­ment (B.A.U.M. e.V.).

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